Hotel Schlüssel

An einem schönen Freitag im Dezember waren wir nach unserem finalen Auszug in Bern auf einer Reise. Eine Reise, die ich als Überraschung geschenkt bekam. Eine Reise, die in der Schweiz blieb. Die Reise fand per Auto statt.

In Bern fuhren wir los. Oder besser gesagt: ich fuhr los. Denn ich liebe es einfach mal selbst Auto zu fahren. Und was ist noch schöner für mich als eine Überraschung? Eine Überraschung mit einer Navigation. So wurde ich also nur angewiesen, wohin ich zu fahren habe. Das war vielleicht spannend. Auf der A1 Richtung Basel ging es. Irgendwie kam dann ein Stau und ich erfuhr, dass es noch länger dauern wird. Fahren wir jetzt etwa ins Engadin, war mein Gedanke.

Aber dann doch auf die A2. Nun gut, ich war geduldig und wollte ja auch nicht nervig werden. Daher einfach mal weiter fahren.

Ich dachte an Luzern. Denn Luzern liegt auf der A2. Luzern ist sehr schön und da ich wusste, dass wir in der Schweiz bleiben, war es naheliegend, dass es Luzern wird. So zumindest meine Annahme. Wir fuhren – mehr oder weniger, denn der Stau zog sich noch ein rechtes Stück. Dann ging es ab. Bei Buochs. Mh – noch nie gehört. Und obwohl ich sonst eine gute Orientierung habe, war mir irgendwie nicht mehr klar, wo wir genau waren. War das der Walensee? Nee, kann ja gar nicht sein. Der ist ja hinter Zürich und so weit sind wir dann doch nicht gefahren.

Aber der Vierwaldstättersee sieht doch auch anders aus. Naja, ich blieb geduldig.

Es war ja auch schon dunkel, also sowieso egal. Denn eine wirkliche Orientierung hatte ich auch nicht mehr. Und ich musste dringend mal aufs Klo. Oh je – wie lange denn noch?

Dann, nach insgesamt knapp zwei Stunden – normalerweise wäre es anscheinend weniger gewesen – waren wir dann da. Da. Auf der leeren Straße in dem fünf Häuser Dorf. Und dort stand ein jungscher Typ auf der Straße – mit einem Schild. Oh je, dachte ich nur, was erwartet uns denn jetzt. Sowas privates hatte ich ja noch nie. Als wir näher heranfuhren, sahen wir, dass er lediglich ein Schild hochhielt, auf dem „Hotel Schlüssel“ stand. Also ging es in ein Hotel. Sehr schön, denn irgendwie dachte ich sogar zwischenzeitlich, dass wir noch am Freitagabend – also an diesem Abend nach Frankfurt fahren würden. Aber so war es denn dann doch nicht. Hier sollten wir übernachten.

IMG_0428

Die Lage war an einem Berg und man konnte den See sehen. Wir gingen zum Hotel und dort konnte ich es noch gar nicht erahnen. Denn das Hotel ist das Beste Hotel in der Schweiz. Also laut Tripadvisor. Und wer mich kennt, weiß, dass ich selbst auch alles auf Tripadvisor bewerte. Die Nummer eins auf Tripadvisor für die ganze Schweiz? Wahnsinn, das war echt nicht zu fassen.

IMG_0332IMG_0334

Also kamen wir rein und die Party war grad in vollem Gange. Es war eine geschlossene Gesellschaft und so konnten wir leider nicht noch im Hotel zu Abend essen. Nun gut. Dann woanders hin. In den Nidwaldner Hof. Mehr dazu bald hier auf meinem Blog.

Das Hotel Schlüssel verfügt über lediglich 11 Zimmer. Alle individuell eingerichtet. Alle sehr charmant. Sehr schön und total gemütlich. Und auf jeden Fall mein Stil.

IMG_0333[1]IMG_0335[1]

In jedem Zimmer gibt es eine freistehende Badewanne – mitten im Zimmer. Total mega cool! In einigen Zimmer, so wie auch unserem, hat es einen eigenen Wasserzapfhahn. Mit frischen Trinkwasser. Wir bekamen einen kleinen Sekt aufs Zimmer und auch der Cognac stand schon da. Aber den haben wir uns dann für nach dem Dinner aufgehoben.

Nach dem Dinner also wieder im Hotelzimmer wurde die Badewanne erstmal schön aufgefüllt mit Wasser und auch mit ganz viel Badeöl. Das stand da so schön rum in einer schönen Karaffe. Toll gemacht. Wirklich super.

IMG_0331[1]IMG_0337

In einem anderen Blogpost werde ich dann hier noch mehr dazu preisgeben, was genau uns den Abend noch mehr versüßte.

Zum Frühstück fühlten wir uns super. Wir waren – wie eigentlich schon immer – die Letzten beim Frühstück. Denn erstmal Ausschlafen ist immer wichtig, wenn man mal ohne Kind ist. Wobei ich auch ehrlich gestehen muss, dass unser Sohn uns wirklich lange (bis 8 oder 8.30 Uhr) schlafen lässt. Dennoch lieben wir es noch länger zu Schlafen.

Und ausserdem mussten wir den spektakulären Ausblick aus unserem Zimmer geniessen. Danach noch duschen und schön machen.

IMG_0364IMG_0367

So kamen wir dann um circa 9.30 Uhr beim Frühstück an und mussten uns ranhalten – denn dieses geht nur bis 10 Uhr – wobei zehn auch echt schon eine gute Zeit ist.

Das Frühstück in diesen kleinen Boutique Hotels liebe ich sehr. Es ist alles sehr persönlich und der Service ist dies auch. Witzigerweise kam die Kellnerin sogar direkt aus Berlin (meiner Heimatstadt). Und das angebotene Essen war sehr vorzüglich. Einfaches Spiegelei – vielleicht einfach, aber mit einem Rosmarinstrunk dazu macht es schon was her. Lokale Käsesorten und sehr viel generell aus der Region. Besonders ist auch, dass die Gastgeber Gabrielle und Daniel sehr herzlich sind und auch ihre eigenen Kreationen anbieten. Zum Beispiel Gabrielle Müesli.

IMG_0380IMG_0420

Solltet ihr also mal eine tolle und wirklich bezaubernde Location für ein Weekend-Getaway in der Schweiz mit eurem Liebsten suchen, so kann ich euch das Hotel Schlüssel nur ans Herz legen.

IMG_0433IMG_0439

#TravelTuesday

Ein Kommentar Gib deinen ab

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s