Tensalattoma…

Kaum wird es warm, werden nicht nur die Tops und alle möglichen Kleider und Röcke und kurze Hosen aus dem Schrank gezogen – nein, es wird auch Zeit für leichteres Essen. Denn bei Wärme verdaut man nicht so gut – das wissen die Südländer ja wieso am besten und essen daher auch erst abends so richtig viel und vor allem auch viel schwerer.

Heute möchte ich euch drei meiner liebsten Gerichte für den Sommer vorstellen.

Alle sind recht schnell gemacht und wirklich leicht, lecker und bestehen nicht nur aus Salatblättern. *ähem* ja, Salate können auch anders sein, aber lest selbst.

Wie immer freue ich mich, wenn ihr mir ein Kommentar hinterlasst, wie und auch ob euch die Ideen gefallen. Und jetzt weiß ich auch, wie das mit den Kommentaren geht – ganz nach unten scrollen – ganz runter. Naja, ich lerne auch mit meinem Blog 😉

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Tomatensalat

Wer mich kennt, weiß, dass ich Tomaten liebe. Tomaten immer und überall. Für das Rezept zum Tomatensalat gibt es eigentlich keine Vorgaben. Kauft einfach die Tomaten, die euch am meisten ansprechen.

Für ungefähr vier Personen benötigt ihre folgende Mengen:

275gr Couscous

Salz

Olivenöl

¾ TL Roh-Rohrzucker (Zucker ist bei Tomaten immer wichtig – das gleicht den unglaublich tollen Geschmack am besten aus)

Schwarzer Pfeffer

1 TL Balsamico Essig

Und natürlich Tomaten – hier könnt ihr, wie gesagt, variieren – je nachdem, welche euch am besten schmecken. Ich finde es immer toll unterschiedliche Farben zu kaufen – dann sieht der Salat auch einfach toll aus und ist ein richtiger Hingucker:

150gr mittelgroße reife Rispentomaten, geviertelt

100gr grüne Tomaten, geviertelt

100gr gelbe Kirschtomaten, halbiert

100gr rote Kirschtomaten (hier empfehle ich wirklich die guten – oft auch „Edle Auslese“ oder ähnliche zu nehmen, die gut duften und wirklich nach Tomate schmecken und nicht nur so aussehen)

100gr kleine Wildtomaten – manchmal gibt es im Supermarkt oder direkt auf dem Markt auch verschiedene also gestreifte oder gescheckte Tomaten – kauft was euch am meisten anspricht

2EL grob gehackter Oregano

2EL grob gehackter Estragon (dieser Estragon ist ein absolut perfektes Gewürz für Tomaten)

3EL grob gehackte Minze

1 Knoblauchzehe, zerdrückt

Wenn ihr möchtet könnt ihr noch mehr von den Kräuter nehmen – Basilikum geht auch – aber nicht zu viel, da er zu dominant ist und nicht sehr gut mit dem Estragon harmoniert

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Den Couscous wie auf der Packung beschrieben vorbereiten und danach abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit die Tomaten auf ein Backblech (am besten mit Backpapier drunter) legen und mit Zucker, Salz und Pfeffer bestreuen und dann noch den Balsamico und das Öl drüber. Rein geht’s für die leckeren Tomatelis in den Ofen und bei knapp 150° bis 200° Celsius  ungefähr 15 Minuten rösten. Das gibt den Tomaten mehr Geschmack und alles ist etwas harmonischer. Vor allem kleine Kinder essen die warmen (gebackenen) Tomaten lieber als die rohen.

Gerne könnt ihr die Tomaten auch einfach so in den Salat geben – ohne sie in den Ofen zu stecken. Dann schmeckt der Salat meist noch frischer und es geht auch schneller zum Zubereiten.

Die Tomaten aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Am Ende alles gut miteinander vermischen – Kräuter rein und mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und je nach Gusto auch nochmal Balsamico abschmecken und fertig!

Perfekt für einen Grillabend oder wenn man mal einfach so Lust auf Tomaten hat.

Das Rezept habe ich aus dem Buch „Genussvoll vegetarisch“ von Yotam Ottolenghi. Dieses könnt ihr hier kaufen*. Ich habe es ein wenig abgewandelt – so wie es mir eben am besten schmeckt.

*Ich nutze Affiliate Links. Das bedeutet für euch, dass ihr mir durch den Kauf über diesen Link eine kleine Provision ermöglicht. Es entstehen für euch jedoch KEINE Extrakosten oder Zusatzgebühren.

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Artischockensalat

Artischocken esse ich liebend gerne. Eigentlich kannte ich sie bis vor kurzem nur als warme Version – also in den Schnellkochtopf oder im Dampfgarer kochen und dann warm essen. Das Fleisch unten von den Blättern kann man dann abzutschen und wer mag noch mit Sauce Hollandaise essen.

Morgens schaue ich ja manchmal Volle Kanne – das ist eine Sendung auf ZDF. Für mich der perfekte Begleiter zum Bügeln oder wenn ich mal wieder die Wohnung putze. In der Sendung wurde auf den Artischokensalat aufmerksam gemacht. Da es mir so gut gefallen hat, wollte ich das unbedingt mal selbst ausprobieren und war begeistert.

Der Artischokensalat bedarf für knapp vier Personen sicherlich sechs bis acht frische Artischocken. Im Laden achtet ihr am besten darauf, dass die Stiele unten nicht zu alt sind. Und ja, schon mal vorweg –wenn man so viele Artischocken kauft, wird es etwas teurer – aber guter Geschmack darf auch mal was kosten.

Hier also die Zutaten:

Sechs bis acht frische Artischocken (solltet ihr nicht ganz so viele bekommen, könnt ihr auch maximal zwei ersetzen in dem ihr noch zusätzlich in Öl eingelegte Artischockenherzen kauft. Ich würde aber nicht zu viele von diesen eingelegten kaufen – das schmeckt man sonst total raus und dann ist es nicht mehr so frisch oder schmeckt nicht mehr so frisch

Kapern – ich mache sowas nach Gefühl also so ein kleines Glas passt schon, wenn euch das zu viel ist, dann nehmt einfach weniger oder keine

150gr Parmesan

Saft aus 2 Zitronen

150gr Pinienkerne

Zuerst die Zitronen auspressen und in eine große Schüssel geben.

Danach muss man den Stiel und auch die Blätter oben gut abschneiden. Das Ziel soll es sein, dass man an den weichen inneren Teil der Artischocke heran kommt, ohne zu viel davon wegzuschneiden. Also es werden viele der äußeren Blätter weggenommen und oben gut abgeschnitten (passt beim Schneiden auf, da die Artischocke es in sich hat und man leicht abrutscht, wenn man zu zart schneidet). Dann mit einem Löffel – je nachdem wie groß die Artischocke noch ist – die Härchen aus der Artischocke herausholen und eine saubere kleine Artischocke erhalten. Bei mir ist es meist so, dass ich bei einer Artischocke, die vorher so groß war wie meine beiden Hände am Ende nur noch eine faustgroße Artischocke übrig habe. Es müssen die zarten Blätter übrig bleiben – die könnt ihr dann auch mal essen, wenn euch die noch zu hart sind, dann weg damit.

Diese „ausgehöhlte“ Artischocke dann in feine Streifen schneiden – am besten geht das mit einem Hobel. Die Artischocke sofort in den Zitronensaft geben. Sonst werden die Blätter schnell braun.

Anschließend die Pinienkerne in einer Pfanne anbräunen. Bei Pinienkernen nimmt man nie Öl oder Butter – die Kerne sind schon fettig genug. Und wichtig: nicht vom Herd weggehen und immer gut rühren – das geht sonst schneller als man gucken kann.

Den Parmesan, die Pinienkerne und die Kapern zu den Artischocken mit Zitronensaft geben. Alles gut durchmengen und eventuell noch würzen.

Und das ist schon der Salat. Schmeckt frisch und leicht. Und passt perfekt zu einem guten Weißwein.

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Auberginen mit Granatapfel

Auberginen sind ja Geschmackssache – aber im Ofen erwärmt und mit Buttermilchsauce und Granatapfel wird ihnen keiner lange widerstehen können. Probiert es doch einfach mal aus.

Ich habe das Rezept aus dem gleichen Buch wie den Tomatensalat – den Link stelle ich euch unter dem Rezept nochmal rein. Im Buch wird dieses Rezept als Vorspeise angepriesen – ich mag es jedoch als Hauptgang und präsentiere es euch auch so.

Für zwei Personen:

2 große, lange Auberginen

80ml Olivenöl

1 ½ TL Zitronenthymianblättchen – plus noch etwas davon zum Garnieren

Euer leckerstes Salz – sei es Fleur de Sel oder Salz aus der Algarve

1 Granatapfel

1 TL Za’atar (Gewürzmischung aus wildem Thymian, Sesamsamen, Salz) – gibt es sogar im Supermarkt

 

Für die Buttermilchsauce:

140ml Buttermilch

100gr griechischer Naturjoghurt

1 ½ EL Olivenöl und am Ende noch etwas zum Beträufeln

1 Prise Salz

Den Backofen auf 200° Celsius vorheizen (Ober-/Unterhitze sollte reichen) und die Auberginen samt Stiel halbieren. Dann mit einem scharfem Messer drei oder vier parallele Einschnitte auf der Schnittseite vornehmen – aber nicht durch die Haut durchschneiden. Dann alles noch mal im rechten Winkel wiederholen – es sollte ein Rautenmuster entstehen.

Nun die Auberginen mit Olivenöl bestreichen und so lange wiederholen bis die Auberginen das ganze Öl aufgesaugt haben – das geht recht schnell 😉 Mit Salz, Zitronenthymianblättchen und Pfeffer bestreuen und ab damit in den Ofen. Nach knapp 35 Minuten sollte das Fleisch schön gebräunt und vor allem weicher sein. Aus dem Ofen rausnehmen und etwas abkühlen lassen.

Während der 35 Minuten könnt ihr schon die Sauce vorbereiten. Dazu einfach alle Zutaten miteinander verrühren, abschmecken und kalt stellen.

Den Granatapfel halbieren und die Kerne rauslösen. Nicht rauspopeln, sondern einfach die Schnittfläche auf die Hand legen und auf die Rückseite mit einem Nudelholz schlagen. Dann dauert ein wenig, aber alles Kerne lösen sich und ihr habt gleich noch ein wenig Armtraining gemacht *dawillwohljemandwitzigsein* Alle Kerne in der Schüssel nochmal durchschauen und die weißen Häutchen rausnehmen. Ihr wollt ja nur die Kerne und nicht den Rest.

Sobald die Auberginen etwas abgekühlt sind – ich warte meist nur 5 Minuten – kann die Buttermilchsauce darüber gegeben werden und die Granatäpfelkerne obendrüber streuen. Mit ein wenig Zitronenthymianblättchen dekorieren und wer will noch mit Öl beträufeln.

Das Rezept habe ich aus dem Buch „Genussvoll vegetarisch“ von Yotam Ottolenghi. Dieses könnt ihr hier kaufen*. Ich habe es ein wenig abgewandelt – so wie es mir eben am besten schmeckt.

*Ich nutze Affiliate Links. Das bedeutet für euch, dass ihr mir durch den Kauf über diesen Link eine kleine Provision ermöglicht. Es entstehen für euch jedoch KEINE Extrakosten oder Zusatzgebühren.

 

 

Wie hat euch diese Kolumne gefallen und welches Rezept möchtet ihr vielleicht auch ausprobieren?

 

#FamilyFriday

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