Regeln und Rituale für Kinder

Bereits letztes Jahr hatte ich auf Instagram mal eine kleine Challenge gestartet – die #ErziehungsChallenge.

Seither werde ich regelmäßig zum Thema Erziehung angeschrieben und bekomme Fragen zu unserem Alltag. Ganz oft lese ich auch, dass viele Mamas nicht wissen, wie sie bestimmte Dinge in der Erziehung entscheiden sollen.

Vorab möchte ich also klarstellen: ich bin kein Erziehungsratgeber. Dennoch möchte ich das gesammelte Wissen vom letzten Nutzen und hier auf dem Blog etwas mehr dazu schreiben – denn Teilen (auch bei Wissen) ist sehr wichtig und kann oft auch ein wenig Normalität in das eigene Erziehungsbild bringen.

 

Regeln und Rituale für Kinder

Brauchen Kinder Regeln, Rituale und immer wieder gleiche Abläufe? Irgendwie haben wir da auch letztes Jahr während der Challenge keine richtige Antwort gefunden. Ich glaube – wie bei vielen Dingen in Sachen Familienleben und Erziehung – muss die Familie immer ihren eigenen Weg finden. Ich persönlich finde es für uns sehr gut, dass wir bestimmte Rituale und Abläufe haben an denen die Kinder sich orientieren können und so zeitlich den Tag lernen zu strukturieren.

Kleine Story dazu: als kleines knapp vierjähriges Mädchen soll ich zum Weihnachtsmann (ein Nachbar hatte sich verkleidet) an der Tür gesagt haben: „aber Schuhe ausziehen“

Junior wird so groß und das Thema Regeln ist ihm auch sehr wichtig. Er spielt zu Hause daher – genau wie im Kindergarten – oft „Polizist“ und merkt sofort, wenn etwas nicht genauso gemacht wird, wie abgemacht. Mal schauen, wie unsere kleine Kaiserin sich dann später machen wird.

 

Kinder brauchen Regeln

Ja, glaube ich schon. Auch wenn Regeln bei einigen Menschen eben immer mit dem Wort „Strafe“ verwechselt wird. Eine Regel ist einfach eine Einhaltung von Abläufen. Ich schaue immer über die Straße bevor ich sie überquere. Meine Jacke und Mütze setze ich im Winter auf.

Ist es eine harte, diktatorische Regel? Auf keinen Fall. Es gibt ein Abwägen: bestimmte Dinge, wie zum Beispiel die Verkehrsregeln, wünsche ich mir, dass die Kinder sie verinnerlichen. So kann ich auch mithelfen und ihnen das Leben in Gemeinschaft erklären.

 

Welche Ausnahmen haben Regeln?

Ich glaube Ausnahmen sind nur angemessen, wenn es auch einen triftigen Grund gibt. Da unsere regeln aktuell lediglich das Leben in Gemeinschaft und so zum Beispiel auch einfach im Straßenverkehr betreffen, sind Ausnahmen eigentlich nicht existent.

Daher würde ich eher sagen, dass wir uns gegenseitig eigentlich immer helfen und durch Hilfe bestimmte Abläufe, die Regeln zugrunde liegen haben auch nicht mehr so starr und unüberschaubar für die Kinder sind.

 

Kinder brauchen Rituale

Rituale sind sehr wichtig und gehören bei uns auf jeden Fall dazu – wir haben viele Rituale: morgens, mittags und eigentlich über den ganzen Tag verteilt. Das macht das Zusammenleben besonders schön, denn die meisten Rituale sind durch die Zeit im Zusammensein gewachsen und einfach so entstanden. Zum Beispiel gehört die Zeit beim Abholen aus dem Kindergarten irgendwie immer in eine andere Welt: wir lassen uns nicht stören und manchmal dauert es locker 30 Minuten bis wir gehen können. Wir spielen und erzählen, kuscheln und lassen uns in der Gemeinsamkeit treiben.

Ein Ritual ist wichtig um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und wenn man mal genau darüber nachdenkt, so leben wir alle in bestimmten Ritualen: auf Arbeit, beim Essen und auch in Haushaltsfragen.

Sollten Rituale starr sein, dann sind es kein Rituale, sondern Regeln. Rituale sind Abläufe, die wir im Miteinander entwicklen und die es in jeder Gemeinschaft, ob in Familie, auf der Arbeit, beim Einkauf gibt. Rituale zu durchbrechen versuchen Kinder sehr gerne, denn sie möchten weiter wachsen und Dinge selber anders machen. Das zeigt, dass ein Ritual noch nicht ausgereift und angepasst ist.

 

Welche Rituale brauchen Kinder?

Irgendwie ist es ein wenig doppelt gemoppelt, dennoch sind Rituale bei uns schon seit Anfang an präsent und wirklich wichtig. Ja, manche Dinge werden sich nicht so schnell ändern, denn Kindern trödeln auch mal – oder anders formuliert haben ein anderes Zeitgefühl.

Rituale sind vor allem jetzt in der Vorweihnachtszeit sehr omnipräsent. Wir Erwachsenen projizieren und leben unsere Rituale, die wir auch aus der eigenen Kindheit kennen direkt in unser jetzigen Familienleben. Oft entstehen dann neue Rituale, denn auch das Leben als Familie muss nicht das gleiche sein, wie es aus der eigenen Kinderstube kannte.

Weihnachten feiern wir dieses Jahr in Berlin und ich freue mich auf unsere Weihnachtsrituale: am Heiligabend genau wie an den darauffolgenden Feiertagen. Die gemeinsame Zeit ist dadurch auch oft eine Zeitreise zurück in das frühere Leben in der Familie. Wir feiern mit einem Weihnachtsbaum und die Bescherung findet immer erst statt, wenn der erste Stern aufgegangen ist. Ein Ritual, das wir bereits zu Hause gelebt haben als ich Kind war, versuche ich auch bei unseren Weihnachtsfesten in unserem Haus mitzunehmen: beim Essen wird nicht aufgestanden. Am Heiligabend essen wir sowohl Stollen mit Kaffee als auch meinen heißgeliebten Kartoffelsalat mit Wiener Würstchen. Dann wird gegessen und während des Essens nicht aufgestanden, um zum Beispiel, etwas zu holen. Da wir dies auch im Alltag ein wenig mehr integrieren, ist es immer noch so, dass es an Heiligabend besonders schön ist. Das gemeinsame Essen ist etwas sehr festliches und besonderes. Ich freue mich schon sehr darauf.

 

Wie feierst Du Weihnachten?

 

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#MOMMYMONDAY

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