Midsommar in Stockholm

Stockholm ist immer wieder eine reise wert. Unser letzter Besuch vor vier Jahren führte uns aus dem gleichen Grund in die Hauptstadt Skandinaviens* wie auch dieses Mal.

Wir wollten Midsommar feiern.

Midsommar ist typisch für Schweden. Und als wir vor knapp zwei Jahren noch in der Schweiz gewohnt haben, haben wir bereits als Dinkies (Double Income No Kids) die Schweden zu dieser Feier besucht. Es ist ein Familienfest, aber auch ein Fest an dem man beisammen mit Freunden und Verwandten ist. Es ist lange hell und man feiert viel draußen. Auch wenn das Wetter nicht immer mitspielt. Denn auch dieses Jahr war es wieder recht frisch.

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Stockholm an Midsommar

Stockholm ist von Frankfurt aus perfekt mit dem Flugzeug zu erreichen. In knapp zwei Stunden erreicht man die nordische Hauptstadt und kann mit dem Arlanda Express direkt in die Innenstadt fahren. Dieser Schnellzug fährt alle 10 Minuten. Die Fahrt dauert knapp 25 Minuten.

Auch dieses Mal musste ich feststellen, dass die Schweden einfach sehr modern und schick sind. Wieso das so ist, habe ich mir nun beim Schreiben dieses Textes überlegt. Stockholm ist eine Trendmetropole. Viele andere Städte, Länder und somit auch Menschen lieben den Stil der Nordischen Blondies. Und weil es uns so gut gefällt, streben wir nach dem, was die Schweden haben. Daher kommt es einem so modern vor. Weil es wahrscheinlich in ein paar Jahren bei uns sein wird.

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Trendsuche in Stockholm

Ich liebe ja Spekulationen und zu überlegen, was in ein oder zwei Jahren Trend sein wird. Nicht nur in der Mode ist der Fast-Fashion Laden H&M ein bekannter Name, auch in Sachen Einrichtung steht bei vielen Deutschen ein Möbelstück (oder auch mehr) von IKEA herum. Diese beiden Anbieter sind sicher auch sehr beliebt in Deutschland, weil sie günstig sind. Und wir Deutschen sind ja bekannt für alles was günstig und kostensparend ist. So wurde ja auch bei uns der ALDI und LIDL nicht umsonst zu so einem Renner. Aber darauf möchte ich heute nicht weiter eingehen.

Welche Trends habe ich denn nun in Stockholm gesehen?

Mir sind vor allem die einfachen und oft auch Basic Looks der Frauen und Männer aufgefallen. Viele kleiden sich – ähnlich wie bei uns – eher schlicht und vor allem zurückhaltend. Anders als bei den Kindern – diese stecken in bunten T-Shirts und farbenfrohen Hosen. Mehr dazu werde ich hier auf dem Blog übermorgen – also am Donnerstag zeigen. Denn Donnerstag ist mein TrendyThursday – also alles für Mode, Beauty und jede Menge Inspiration aus diesen Bereichen.

Ich glaube ja sowieso, dass wir heutzutage auch oft viel Basic kaufen, weil es ein Einheitsbrei ist, den wir im Laden sehen. Viele Menschen möchten auch gar nicht wirklich einen eigenen Look haben. Und sind wir mal ehrlich: oft sind besonders schöne Looks auch nur gut gestyled, aber nicht auffallend anders. Der Wunsch nach Individualisierung äußert sich bei vielen in den kleinen Dingen. Mit Namen versehen oder einfach in der Wunschfarbe – der Nuance des Vertrauens sozusagen.

Stockholm ist da nicht anders. Die Stadt und auch die Menschen – vielleicht sogar auch etwas typisch schwedisches: Konsens. Auch in der Schweiz ist mir in meinen fünf Jahren, die ich dort gelebt habe immer aufgefallen, dass die Menschen nach Konsens streben. Sich einvernehmlich einigen können – das ist das Ziel.

Klare Linien und einfach Strukturen – so gestalten heutzutage auch viele ihr zu Hause und die Möbel und auch die Wohnaccessoires werden schlicht und einfach gehalten. Nichts soll auffallend verrückt oder anders aussehen. Mal sehen ob sich das in den nächsten Jahren ändert.

Ich kann mich noch gut dran erinnern: meine Eltern hatten mal eine braune Couch (also ein Sofa, für diejnigen, die das Wort nicht kennen) mit Blümchenmuster – auch alles in Braun. Das war damals als ich wirklich noch klein war. Als kind mit knapp zwei Jahren. Das war damals so. Einfach ein bisschen 80ies Vibes. Ich hoffe, dass es mal wieder so mehr ausgefallene Sachen in der Mode, aber auch im Interiorbereich geben wird. Mir gefällt das.

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Tanzen mit Blumenkränzen auf dem Kopf

An Midsommar tragen viele Frauen und vor allem Mädchen Kleider. Am besten also Kleider mit Blumenprints. Alternativ oder oft auch einfach zusätzlich haben sie Blumenkränze auf dem Kopf.

Der Midsommar Stong (einfach der Midsommar Mast) ist einfach geschmückt mit Wiesenblumen und viel grün. Die Kinder und auch gerne Erwachsene tanzen um diesen Mast herum.

Dieses Jahr haben wir leider nur einen kleinen Mast gefunden, aber getanzt haben wir dennoch. Denn das gehört einfach dazu.

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Auf dem Tisch

Typisch für Midsommar ist eine Erdbeertorte. Wahlweise mit Meringue zubereitet – und natürlich ohne Ende Sahne oder aber auch mit Daim. Ja, dem Schokoriegel. Das Rezept dazu werde ich hier gerne mal ausfindig machen – die Frau vom Cousin meines Mannes tippt es grad ab und demnächst werde ich es Dir hier veröffentlichen können.

Frische Erdbeeren sind auch bei uns im Sommer oder vor allem im Frühsommer ein Renner. In Schweden gehören sie genauso zu Midsommar wie Schnaps. Denn auch Alkohol ist ein Thema – natürlich nicht für Kinder, aber bei jedem großen Fest gehört es weltweit ja einfach dazu, dass man etwas Alkoholisches trinkt. Für mich war diesmal nichts dabei, denn ich stille und da ist das ja absolut verständlich und ein totales No-Go.

 

Und sonst?

Auch auf die Schären sind wir noch gefahren und haben den Sommer genossen. Und das muss ich hier mal besonders ausführen, denn das ist mir extrem aufgefallen in Schweden – in Stockholm. Der Sommer, die Sonne und jedes Grad mehr über der Schneefallgrenze wird hier richtig gefeiert. Wieso das so ist? Ganz einfach, weil die Schweden es sehr lieben draußen zu sein. Und das auch bei schlechtem Wetter. Wenn dann im Sommer aber die Sonne noch länger am Himmel ist und es wahrlich bis fast halb drei nachts hell ist, dann wird es richtig ausgekostet draußen zu sitzen und wirklich alles zu genießen.

Ja, wir hatten auch Regen während unserer fünf Tage in Stockholm. Es war kalt und damit meine ich 17 Grad und weniger. Es hat gewindet und war auch oft unangenehm, aber wirklich herrlich war, dass sich darüber keiner beschwert. Ich ärger mich auch viel zu oft über das Wetter und fand es toll zu sehen und auch zu erleben, dass es anders geht. Diese Einstellung – den Sommer und auch den Frühling und laue Temperaturen zu genießen – das möchte ich mitnehmen. Das will ich auch so machen. Und so saßen wir dann noch abends – als die Kinder schon geschlafen haben draußen mit dicken Decken und haben es einfach nur genoßen die Helligkeit aufzusaugen und den Sommer auszukosten. Das ist auch typisch für den schwedischen Sommer: Regen kann dazu gehören.

Und auch, wenn ich viel zu wneig gepackt hatte – also wahrlich zu kalt gepackt hatte, dann war es herrlich. Ich hatte zwar die ganzen Tage immer das gleiche an, aber es war herrlich.

 

*dies ist der Werbespruch von visit Stockholm

#TravelTuesday

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