New York mit Kindern

Okay, ich muss jetzt mal hier angeben: Mensch, war New York geil! Es war grandios, einzigartig und absolut besonders. New York City war geil – nein eigentlich nicht – eigentlich war es Manhattan. Denn das war auch dieses Mal wieder das einzige New York für mich und für uns.

Die Reise ist nun schon knapp drei Wochen her und da wir die erste Woche nach der Rückkehr noch arg mit dem Jetlag gekämpft haben, war mir wichtig wirklich in Ruhe Zeit zu finden und mir diese auch zu nehmen, um die Reise und die Erlebnisse aufzuschreiben.

An diesem Text schreibe ich also schon quasi ein paar Tage, aber es wird auch nicht der einzige bleiben. Unser USA Urlaub war der Abschluss unserer sechs Monate gemeinsamer Elternzeit. Wir waren insgesamt drei Wochen da.

Angekommen sind wir am Mittwoch abend – eher in der Nacht zum Donnerstag und ich werde nun den Bericht auch etwas staffeln. Tageweise erscheint mir doch etwas zu viel, aber sicher wochenweise oder anfangs nur bis zum Wochenende. Aber lass Dich einfach überraschen, denn New York City war nicht der einzige Ort, den wir besucht haben.

 

New York mit Baby und Kleinkind BineLovesLife

New York mit Kindern

Wie kam es zu USA als Reiseziel mit einem dreijährigen Kindergartenkind und einem fast sechs Monate alten Baby? Ganz einfach: mein Bruder wohnt seit einem gutem Jahr in den USA und nun schon seit knapp fünf Monaten in der Nähe von New York City.

Wir hatten uns anfangs noch gefragt welche Reisen wir tatsächlich mit den Kindern machen wollen. Es gibt ja viele Paare, die die gemeinsame Elternzeit dann für einen sehr langen urlaub oder quasi Aufenthalt in einem Land wählen. Das war jedoch nichts für uns. Anfangs wollten wir uns auch einfach etwas treiben lassen und schauen, ob und wie wir das Reisen als Familie verkraften. Ja, eher wie wir Eltern das verkraften. Denn sind wir doch mal ehrlich: immer diese Aussagen, dass Kindern angeblich anstrengend sind. Das kann ich gar nicht verstehen und sträube mich auch ein wenig gegen den Ausdruck „anstrengend“. Grad kürzlich habe ich eine interessante Redewendung – natürlich auf eine Sache bezogen – gehört und fand diese absolut klasse. Meiner Meinung nach ist es also falsch zu sagen „das ist ja anstrengend“, sondern eher möchte ich es nun so fomulieren „das ist eine Aufgabe“. Der erste Satz strahlt für mich nämlich auch aus, dass jemand resigniert, pessimistisch ist und irgendwie auch „bad vibes“ versendet. Der zweite Satz hingegen ist fast schon wertfrei. Denn eine Aufgabe kann man erledigen, abarbeiten, abschuften oder einfach annehmen. So oder so ist aber klar, dass etwas getan wird, aber nicht darüber geurteilt wie. Das gefällt mir.

Also wir hatten uns auch die Aufgabe auferlegt mit Kind und Baby einen langen Flug anzutreten. Da ich die kleine Kaiserin noch stille, ist fliegen ideal und Junior ist bereits 17 mal geflogen bevor wir in die USA sind, also machte ich mir da auch keine Sorgen. Ja, Sorgen sowieso nicht. Aber Bedenken hatte ich – vor allem hatte ich Bedenken, was passieren würde, wenn die Kids den ganze Flug wach sind und dann schlafen sobald wir ankommen und wir Eltern durchhängen. Denn die Realität bei einem Flug ist ja nicht, dass der Flug der längste Teil der Reise ist, sondern nur ein Bruchteil davon. Zu jeder Reise gehört auch einfach die Anreise zum Flughafen, die Einwanderung (vor allem in die USA kann das mal länger dauern) und dann noch das Kofferabholen (oft gehen auch Koffer verloren oder schaffen den Flug nicht) und dann noch meine geliebte Autovermietung, denn die kann es manchmal echt in sich haben.

So oder so waren wir gewappnet. Schnell verwertbare Kohlenhydrate (unser Codewort für Süßigkeiten, das ich von meinen Eltern mit in die Erziehung gebracht habe) waren dabei und jegliches Spielzeug griffbereit. Ablenkungsmanöver sowieso parat, denn am Flughafen passiert sowieso immer viel.

 

New York mit Baby und Kleinkind TravelTuesday BineLovesLife

Ankommen und Durchatmen

Die Anreise war mit einem Direktflug von Frankfurt wirklich sehr einfach zu handeln, denn mit knapp sieben Stunden Flug ist die Anreise wirlich nicht so weit. Wir sind diesmal zum Flughafen JFK (John F. Kennedy) geflogen – in New York gibt es nämlich neben diesem auch noch den Flughafen La Guardia und den Flughafen Newark.  Dies war bereits mein sechster Flug nach New York und JFK einfach der beste Flughafen, obwohl doch etwas weit weg. Denn wir waren auf dem Weg zu meinem Bruder, der in New Jersey wohnt – ideal wäre also eher Newark gewesen. Ich sammel jedoch schon seit knapp sechs Jahren meine Meilen beim Vielfliegerprogramm „Miles and More“ von Lufthansa und habe eigentlich immer gesammelt, um mal einen Langstreckenflug kostenfrei machen zu können oder sogar ein Upgrade zu bekommen.

Ich hatte dann eigentlich bei Lufthansa angerufen, weil ich im Internet einen passenden Flug gefunden hatte, bei dem ich ein Upgrade zur Business Class machen wollte. Im Telefonat stellte sich dann aber heraus, dass ich den Flug ja immer noch zahlen müsste und es quasi günstiger für mich wäre, wenn ich den kompletten Flug mit den Punkten zahlen würde. Hierbei sei angemerkt, dass man ja die Steuern immer noch zahlt. Da Junior jedoch schon drei Jahre alt, kostet sein Ticket ja auch schon 75% vom Ticketpreis eines Erwachsenen. Die kleine Kaiserin zahlt lediglich die Steuern. Für uns drei konnte ich dann also den Flug „for free“ bekommen und das fand ich klasse. Denn wir wollten nicht nur Economy fliegen, sondern Premium Economy. Und da man ja mit Baby sowieso immer in der ersten Reihe der jeweiligen Kabine sitzt, hatten wir auch genügend Beinfreiheit.

Der Flug war klasse und die Kids machten das super. Junior schaute tatsächlich sechs Stunden ununterbrochen Paw Patrol und die kleine Kaiserin schlief so als ob nichts gewesen wäre. Der Flug war ein Abendflug mit Abflugzeit 19.05 Uhr. Sobald wir bei der Landung die Fernseher abschalten mussten, schlief Junior in zwei Sekunden ein und wir trugen ihn dann aus dem Flugzeug Richtung Mietwagen.

Aber halt in den USA wartet ja immer noch die große Überraschung an der Immigration

Ich hatte mir erhofft, dass wir vorgelassen werden würden. Mit Kind und Baby – meine Tante meinte auch, dass dies gut möglich sei, da sie sich an ihren letzten Urlaub in den Staaten erinnerte. Als wir jedoch aus dem Flugzeug ausstiegen, wurde mir bewusst, dass wir nicht die einzigen Eltern mit Kind geschweige denn Baby waren. Ich sah also auf der Rolltreppe nach unten eine Toilette – ganz rechts und auch direkt neben dem Eingang für Rollstuhlfahrer zur Schlange an der Immigration. Dort stehen auch die Fotoautomaten, die die Immigration elektronisch vorabscannen. Dadurch sparten wir uns tatsächlich zwei Stunden. Denn einer der Einweiserinnen meinte auch, dass wir hier schneller seien und alle hier um die Uhrzeit mit mindestens drei Stunden Warten rechnen mussten. Wir brauchten knapp 10 Minuten für die Scannerei und standen dann nochmal 30 Minuten an bevor wir durch die Immigration gehen konnten. Ich weiß ja nicht, wie es Dir immer damit geht, aber ich bin immer so unglaublich nervös, dass irgendwas komisches gefragt wird, oder dass ich irgendwas komisches sage, das dann merkwürdig rüberkommt.

New York mit Baby und Kleinkind Rental Car BineLovesLife

Wir kamen natürlich ohne Probleme durch und dann ging es ab zur Mietwagenstation. Diesmal mieteten wir bei Hertz. Ich hatte vorab über den ADAC eine gute Rate gebucht und mich online noch für den Hertz Gold Club registriert – die Registrierung ist kostenlos und ermöglicht vor allem, dass man beim Abholen vom Auto nicht anstehen muss, sondern einfach direkt zu seinem Auto gehen kann, da dies auf der Anzeigetafel angezeigt wird.

Leider raubte uns etwas anderes die Zeit: der Kindersitz und die Babyschale. Klar, wir fanden unser Auto schnell, aber da es mittlerweile 21 Uhr Ortszeit war und somit nicht mehr sonderlich viel Personal vor Ort war, mussten wir nochmal nachfragen, wo denn die Babyschale und der Kindersitz seien. Dies dauerte dann entsprechend. Wie man den Kindersitz oder die Babyschale einbaut wussten wir dann auch nicht und das Personal auch nicht. Dann wurden noch die Anleitung gesucht und alles studiert. Beim Rausfahren aus dem Parkplatzbereich bekamen wir eine vorläufige Rechnung, die meinte, dass wir noch 1,800 USD nachzahlen müssten. Da mir meine Eltern bei ihrem Besuch knapp drei Monate vor uns die gleiche oder ähnliche Geschichte erzählt hatten, war ich bereits auf so etwas gefasst. Was dann aber kam, war nicht zu ahnen.

Ich fasse es mal in Stichworten zusammen:

Auto wenden, Manager holen, Rechnung prüfen, durchdrehen, heulen, Mann vorschicken, endlich Problem gelöst, ab zu meinem Bruder

Und ja, jeder weiß jetzt, dass sicher nicht der Manager geheult hat. Mittlerweile war es dann 23:30 Uhr und noch knapp eineinhalb Stunden Fahrt bis zu meinem Bruder. Wenn nun mal jemand wieder sagt, es sei doch so viel los in großen Städten Deutschlands – also nachts. Und Du weißt ja, ich bin aus Berlin, dann lache ich nur. Denn sogar in Berlin sind nachts die Straßen leer. In New York nicht und New Jersey auch eher mäßig.

Welcome New York und schön wieder da zu sein. Auf der Strecke mussten wir noch halten, da die kleine Kaiserin noch gestillt werden musste.

Wir schlugen dann um 2 Uhr bei meinem Bruder auf und die Kids schliefen ja schon und mein Mann und ich schliefen schneller ein als jemals zuvor.

 

Nächste Woche geht es dann weiter…

#TravelTuesday

 

 

 

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Tatjana sagt:

    Toller Beitrag, den ich mit Spannung gelesen habe 🙂 Ich interessiere mich ja sehr für das Thema Reisen mit Kindern, weil wir es selber tun. Nur in Länder mit Zeitverschiebung von mehr als zwei Stunden habe ich mich noch nicht getraut. Bin schon gespannt, was du im nächsten Beitrag berichtest!
    Liebe Grüsse
    Tatjana

    Gefällt 1 Person

    1. Schön, dass es Dir gefallen hat Tatjana. Ich schreibe schon fleißig am Text für nächste Woche.
      Liebe Grüße
      Sabine

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