Nur der Mann im Mond schaut zu..

…wenn die kleinen Babies schlafen

Ja, so schön, wie sich dieses Lied auch anhört, ist es leider nicht in der Realität. Jede junge Mutter, jeder junge Vater, ja, jede Familie die sich grad erst neu gründet und somit nicht mehr nur zu zweit ist, wird wissen, dass Einschlafen, Durchschlafen und Ausschlafen drei unterschiedliche Dinge sind. Das ist nicht einfach nur Schlafen – das ist ein Prozess. Bei jedem dieser drei Prozesseinheiten gibt es auch unterschiedliche Bewertungskategorien. Diese ganze Matrix zu durchschauen und zu verstehen und sich selbst zu Nutze zu machen, hat bei uns knapp 18 Monate gedauert. Dann war das alles nur noch ein „Schlafen“.

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Und ja, es gibt sie auch noch jetzt die Nächte der wilden Partys (wegen Geschrei, Unruhe oder so) und auch nicht immer ist das Einschlafen smoothly. Aber wir sind an einem Punkt, wo ich das Gefühl habe, dass unser Sohn nun wie ein Erwachsener ist. Zumindest in Bezug auf das Schlafen. Was ich damit meine? Na, ganz einfach. Wir schlafen auch nicht jeden Tag gleich gut ein und haben wilde Gedanken, wegen der Arbeit, die uns noch bevorsteht oder uns erwartet. Wir können nachts auch nicht durchschlafen, weil wir an wichtige Veränderungen in unserem Leben denken und dann einfach mal wach sind. Klar, wir weinen dann meistens nicht, aber wir lassen ja auch unseren Kopf glühen vor Überlegungen, Gedanken und vielen To Dos.

Dennoch fand ich die ersten 18 Monate wirklich eine interessante Reise. Ich habe ich noch viel gestillt. Mein Sohn wurde insgesamt knapp acht Monate voll gestillt und hat sich erst im neunten Lebensmonat an die Beikost herangetraut. Da das Stillen auch für mich noch eine besondere Bedeutung von Nähe und Zuwendung hat, habe ich auch nie wirklich Druck gehabt damit aufzuhören. Mittlerweile stille ich meist morgens noch – das ist dann so ein Aufwachen, Kuscheln und Beieinandersein. Manchmal aber auch nicht. Manchmal stehen wir einfach so auf und legen los – beginnen den Tag und starten durch.

Das Einschlafen war anfangs für uns sicherlich auch schwierig, da unser Sohn mitten in der Nacht oder spät geboren wurde. Und ich glaube irgendwie, dass die Geburtszeit auch die Startzeit für das Leben ist – also auch für die innere Uhr.

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Wir haben die ersten vier Monate auch noch gepuckt. Das Pucktuch war bei uns sehr wichtig, denn so konnte Junior Einschlafen ohne sich selbst wieder durch die schnellen Bein- und Armbewegungen zu wecken.

Schlafrituale

Schlafrituale und einen Rhythmus generell schaffen – das sagten mir am Anfang so viele. Die Routine solle im Vordergrund stehen und diese würde dem Baby helfen, anzukommen und einfacher Ruhemomente zu finden. Ganz ehrlich – keine Ahnung wer von uns drei am Anfang noch Routine drin hatte. Vielleicht mein Verlobter noch am Allermeisten, denn er musste ja schon nach 10 Tagen wieder arbeiten gehen. Und das war schon eine Routine. Für mich und den Junior war es am Anfang ein einziges Easy-Going. Und ich fand das auch sehr wichtig. Mich einfach treiben lassen und dem Flow mit dem Kleinen völlig ohne Druck gemeinsam zu folgen. Es war schön und auch spannend, denn so konnten wir viele gemeinsame Stunden kuschelnd und schlafend auf Couch, Sessel oder auf dem Boden verbringen. Tagsüber war alles kein Problem, abends jedoch sehr. Wir haben dann früh angefangen auch abends vorzulesen. Aber irgendwie war das nix.

Da unser Kleiner schon von Anfang an ein großer Liebhaber des Tragens war – ja, das Didymos Tuch meiner Tante war einfach super – war auch abends viel Tragen angesagt. Und das wurde dann auch Teil der Abendlichen Einschlafroutine. Irgendwann haben wir dies dann runtergefahren und mehr und mehr versucht ihn nach einer bestimmten Zeit schon abzulegen. Oft ist er aber auch gerne auf unserem Körper eingeschlafen. Und wenn ich das jetzt hier alles so schreibe, dann kommen auch die Erinnerungen hoch und ich finde die Gedanken daran sehr schön. Damals war ich leider nicht immer so locker, denn dieses Tragen bindet auch sehr stark und ich hatte das Gefühl, dass es nicht aufhört. Dennoch wollte ich ihm viel Körperkontakt und Nähe bieten. Und am besten immer.

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Ich glaube so mit knapp acht oder neun Monaten haben wir dann auch mehr mit Büchern vorlesen weitergemacht. Unser Favorit war definitiv „Gute Nacht, Gorilla“. Dieses Bilderbuch ist ein niedliches Buch über das Schlafen gehen. Und ungefähr zum gleichen Zeitpunkt haben wir dann auch angefangen regelmäßig am Abend Schlaflieder zu singen. Manchmal sind auch wir schon vor dem Kleinen eingeschlafen.

 

Wer bringt das Baby ins Bett

Anfangs und auch durch das Stillen bedingt, habe ich unseren Sohn ins Bett gebracht. Mittlerweile ist es jedoch so, dass der Abend komplett dem Papa gehört – da wird gespielt, gelesen und dann auch Bettfertig gemacht. Das abendliche Buch – oder wie in unserem Fall die abendlichen Bücher – genau wie das Einschlaflied kommen dann exklusiv vom Papa vorgetragen. Mama ist maximal noch beim Zähneputzen dabei. Jaja, ich weiß, das ist schon früh, aber wir putzen nun alle schon um 19.30 oder 20 Uhr unsere Zähne.

Und dieses Abends ins Bett bringen ist für uns alle sehr entspannend. So kann der Papa noch viel Zeit mit dem Kleinen verbringen und ich einfach mal in Ruhe Haushalt machen. Ja, hört sich komisch an, aber ich putze echt gerne.

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Wie lernt man Schlafen

Richtig durchschlafen hat unser Junior dann bei meinen Eltern gelernt. Dort war er während unseres Umzugs für knapp 10 Tage und das Einschlafen sowie auch das Durchschlafen haben bei ihnen sehr gut geklappt. Meine Eltern sind auch der Meinung, dass die frische Luft ihm sehr gut tut – sie schlafen immer mit offenem Fenster – auch im Dezember. Die Temperatur im Schlafzimmer soll ja auch nicht so hoch sein und für uns passt das so sehr gut.

Ich bin immer noch der Meinung, dass es eine Kombination aus vielen Dingen war. Er war in einer neuen Umgebung, hatte viel erlebt – vor allem viel Neues – und hatte durch das kühle Zimmer auch eine sehr gute Vorlage zum Durchschlafen.

Bei uns zu Hause in Bern hat er noch neben uns geschlafen – in seinem eigenen Bettchen. Und jede Mama kennt das vielleicht: nur das kleinste Pieps oder Miez weckt mich sofort. Meine Eltern haben sicher auch viel gehört, aber nicht alles. Da ticken die Mamahormone doch anders. Seitdem wir nun in unserer neuen Wohnung sind, schläft Junior in seinem eigenen Zimmer. Und er schläft durch. Und er schläft dort auch gerne. Wir lassen die drei Schlupfsprossen draußen, denn meist watschelt er dann morgens gegen fünf oder sechs zu uns rüber ins Schlafzimmer und schläft zwischen uns weiter bis wir auch aufstehen.

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Der nächste Schritt

Für uns ist dann der nächste Schritt, dass er ein eigenes richtiges Kinderbett bekommt. Also ein Bett ohne Sprossen. Ich denke, dass wir das dann so im Mai oder Juni machen – also wenn er auch zwei Jahre alt ist.

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Und noch was zum Lachen…

Und weil es einfach lustig ist, hier noch der Link von einem schönen Einschlafbuch, vorgelesen von Jennifer Garner.

 

Welche Erfahrungen habt ihr mit dem Einschlafen und Durchschlafen eurer Kinder gemacht?

 

#FamilyFriday

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