Working Mom – ein Lebensmotto?

Arbeiten gehen, das gehört für die moderne Frau mit Kind von heute einfach dazu.

Working Mom – ja, dieser Begriff ist bereits in aller Munde. Und irgendwie möchte sich jede Mutter so sehen.

 

 

Arbeiten gehen sobald das Kind da ist, ist nicht immer möglich. Dennoch gibt es viele Möglichkeiten, vor allem in Deutschland, den Wiedereinstieg zu wagen. Nicht nur die Elternzeit und das neue Elterngeld geben genügend Optionen für Vater und Mutter, aber auch für Alleinerziehende, um den richtigen Weg zu wählen, damit frau wieder arbeiten gehen kann.

 

Ich darf arbeiten gehen!

Mensch, wie toll! Seit dem ich in den Kindergarten gegangen bin, war doch die Freude war. Ja, die Freude irgendwann in die Schule und dann arbeiten gehen. Auch bei Junior sehe ich, wie er eifrig nachahmt, dass Papa auf Arbeit geht. „Ich gehe jetzt auf Arbeit!“ verkündet er dann fröhlich. Und so soll es auch sein. Dies soll kein Hass-Artikel zum Thema arbeiten sein, denn arbeiten ist wichtig. Arbeiten gehen, egal ob selbstständig oder in einer angestellten Position ist ein wichtiges Gut. Und das brauchen wir auch in unserer Gesellschaft.

Vor allem in Deutschland und vielen westlichen Ländern gehört die Arbeitslosigkeit zur Normalität in der Politik. Das sollte nicht so sein, denn arbeiten gehen ist etwas Wichtiges und Richtiges.

Ich selbst habe nicht wieder den Schritt in eine angestellte Position gewagt und schlage mich aktuell mit meiner Selbstständigkeit herum. Mein Blog ist mein Geschäft und ich bin hochmotiviert, dass ich diesen weiter vorantreiben kann.

Nun möchte ich heute aber nicht über meine Wenigkeit reden, sondern eine Beobachtung schildern.

 

Mutter sein und arbeiten gehen ist nicht einfach

Mittlerweile besteht mein Bekanntenkreis nur noch aus Müttern. Mütter, die Kinder im Alter von Junior haben – also zwischen zwei und vier Jahren.

Einige haben schon das zweite Kind oder sind noch happy mit dem ersten Kind. Die meisten von ihnen gehen schon wieder arbeiten. Ich muss überlegen – es gibt glaube ich wirklich nur eine Mutter, die noch nicht arbeiten geht. Und das bin nicht ich – denn ich arbeite ja selbstständig von Hause.

Und bei all diesen Müttern ist eines gleich: Arbeiten gehen war eine bewusste Entscheidung, hat jedoch sehr viel verändert.

Arbeiten gehen ist nicht nur Geld verdienen, oft auch eine Abwechslung. Aber noch öfter auch ein eine Pflicht, der man nachgeht und die man auch als moderne Frau von heute auf sich nimmt, um als gleichberechtigt zu gelten.

Die Realität ist dann erstmal oft gut: man geht zur Arbeit, freut sich wieder dabei zu sein und sieht das erste Geld am Ende des Monats auf dem Konto eintreffen. Nicht nur volle Windeln und Waschmaschinenladungen, die täglich auf einen warten, sondern auch der Spaß an der Arbeit und dem Beruf helfen vielen Frauen den Schritt in die Arbeitswelt erneut auf sich zu nehmen.

Der Spagat zwischen beiden Dingen – Arbeit und Haushalt – muss dann zwischen beiden Partnern neu aufgegleist werden und oft gibt es hier auch Anpassungsarbeiten. Doch darum geht es heute auch nicht.

 

Die Realität ist ernüchternder als die kürzlich beendete US Wahl

Frauen, die arbeiten gehen, sehen oft nach dem Wiedereinstieg nach der Geburt eine blöde Situation vor sich: ich arbeite wieder und doch ist es schwieriger. Angefangen bei Kinderkrankheiten, die nun mal in den ersten Lebensjahren eines Kleinkindes völlig normal sind bis hin zu zu hohen Erwartungen von Vorgesetzten und Kollegen. Fehlendes Verständnis für eine Teilzeitstelle möchte ich hier gar nicht unterstellen, sondern eher mangelnde Akzeptanz an der Mutterrolle. Ja, irgendwie auch an der Vaterrolle, die auch oft in merkwürdige Bahnen gerät. Aber heute erstmal mehr zu Mutter.

Working Moms all over the world – mensch, das sind doch tolle Möglichkeiten. Ich kann wieder in den Job zurück, bekomme einen ähnlichen oder sogar den gleichen Job wie vorher und darf sogar weniger arbeiten. Den Anschluss an die Arbeitswelt verliere ich so nicht und auch der Partner ist oft stolz darauf, wenn die Frauen wieder arbeiten gehen.

Viel zu arbeiten gehört heutzutage ja auch zur Norm. Die wenigstens Jobs sind wirklich nach dem vertraglich festgehaltenen Pensum beendet. Es gibt immer etwas zu tun und irgendwie wird auch erwartet, dass man seinen Beruf so pflichtbewusst ausübt, dass sich auch mal außerhalb der Geschäftswelt über bestimmte Dinge Gedanken gemacht wird und Ideen entstehen können.

In den fünfziger Jahren war meine Oma daran interessiert wieder arbeiten zu gehen. Da sie jedoch feststellen musste, dass ihr Job vor dem Kind nicht mehr passend erscheint, hat sie beschlossen einen Job im Team anzunehmen, der eher unter ihren Fähigkeiten lag. Daran ist nichts auszusetzen und sie konnte so Teilzeit arbeiten und auch für die Familie da sein.

Heutzutage wagen viele Frauen sogar den Schritt zurück in den gleichen Beruf. Nur wenige wollen sich verschlechtern und speziell Akademikerinnen sind daran interessiert ihr Wissen weiter aktuell zu halten und ihr Können in die Arbeitswelt einfließen zu lassen. Was sich seit den Fünfzigern geändert hat? Es gibt bessere Betreuung. Man darf sein Kind in einer Kinderkrippe abgeben. Wobei es das auch schon damals gab.

Working Mom Baustelle Arebitswelt der Frau BineLovesLife

Was hat sich denn nun geändert?

Meiner Meinung nach hat sich nichts geändert. Alle verlangen mehr Betreuung für ein Kind, wenn die Mama mal wieder mehr oder länger arbeiten muss. Aber das ist, meiner Meinung nach, nicht die richtige Lösung. Denn allzu oft – und das ist dann auch die Realität bei all meinen befreundeten Müttern, die wieder arbeiten gehen – wird die Mehrarbeit und eigentlich das gleiche Verhalten wie vor dem Kind erwartet.

Einige Frauen kämpfen darum weiterzukommen. Befördert zu werden und sich und ihre Leistung in einer angemessenen monetären und hierarchischen Ebene wiederzusehen. In Teilzeit befördert werden, dauert jedoch meist länger als in Vollzeit oder ist oft gar nicht möglich.

Wieso wird es einigen Frauen so schwer gemacht, vor allem, wenn sie Mutter sind? Wieso wird nicht akzeptiert, dass Mütter auch mal länger zu Hause sein müssen, weil das Kind länger krank ist. Ausnutzen will das keiner und dennoch ist es so, dass ein krankes Kind oft die Mutter braucht. Zehn Tage sind nett, aber oft nicht ausreichend. Oft wird dann mit dem Partner debattiert, wer zu Hause bleibt und die Situation scheint noch nicht gebessert.

Wieso wird einem der Wiedereinstieg oft erschwert oder mit diesem bitteren Beigeschmack belegt? Was darf man von einer Mutter erwarten, die wieder arbeiten gehen möchte?

Das gleiche Arbeitsverhalten ist oft schon da, doch wenn die Krippe oder der Kindergarten um 16 oder 17 Uhr schließt, dann muss frau das Kind ja auch abholen. Oder der Mann macht es. Dennoch ist die Antwort nicht richtig, dass es mehr Betreuung braucht. Denn wozu habe ich dann ein Kind, wenn es am besten noch von 7 Uhr morgens bis 19 Uhr abends in einer Kinderbetreuungseinrichtung hängt? Denn nach dem Abholen heißt es nur noch Abendbrot essen und ab ins Bett.

Ist es zu viel verlangt, dass die Gesellschaft akzeptiert, dass Frauen arbeiten gehen wollen und auch Karriere machen wollen und dennoch die Familie „miterleben“ wollen? Ganz normal miterleben und anfangs halt einfach nur 20 Stunden arbeiten gehen.

 

Akzeptanz der Mutter in der Arbeitswelt

Mir brennt dieses Thema schon seit einigen Wochen unter den Nägeln und ich möchte gerne mehr darüber schreiben. Ich möchte verstehen, wie es bei Dir aussieht: bist Du Mutter? Bist Du glücklich mit Deiner Arbeitssituation? Fühlst Du Dich angenommen in der Arbeitswelt?

Ich bin gespannt auf Kommentare!

 

#MommyMonday

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