Am Ende der Welt 

Urlaub an einem Ort, der mehr als nur Natur und Bauernhof ist. Urlaub an einem Ort, der für mich auch eine Kindheitserinnerung ist. Urlaub an einem Ort, der wirklich wieder zurück zum Anfang führt. So einen Urlaub hatten wir Ende Mai.


Meine Großtante wohnt in Polen. Meine Großtante wohnt wahrlich am Ende der Welt.

Quasi am Ende der Welt, denn die Straße wo das Haus von meiner Großtante steht, ist die letzte Straße vor dem Wald. Vor einem großen dunklen Wald – einem schönen Wald.
Das Haus von meiner Großtante ist herrlich – es ist wunderschön. Objektiv wahrscheinlich gar nicht so schön, aber so ist das mit Erinnerungen und Realität. Für mich ist es wirklich eine tolle Erinnerung und ein wunderschönes Haus.

Vor knapp zwei Wochen waren wir hier und haben die Zeit genossen bei meiner Tante. Ja, ich sage selber Tante, obwohl es gar nicht meine Tante, sondern die von meiner Mama ist.
Diese fünf Tage waren absolut herrlich. Wunderschön. Einfach nur eine tolle Zeit. Eine Familienzeit – das ist klar – irgendwie auch unser erster oder vielleicht sogar zweiter richtige Familienurlaub zu viert. Aber viel schöner als all das war natürlich auch, dass wir einfach Zeit hatten nichts zu tun…

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Einfach nichts machen

Einfach mal den Gedanken zu folgen… einfach mal nichts zu tun und nur den Tag Tag sein zu lassen. Die Gedanken Gedanken sein zu lassen. Und einfach so leben.

Denn ich hatte hier kein Internet und das ist vielleicht auch gar nicht mal schlecht, wenn man dann gezwungen ist das Handy nur noch als Uhr anzusehen und auch sonst einfach zu ignorieren denn man braucht es nicht. Einfach nur Ruhe. Die bekommt man sozusagen kostenlos, weil man einfach mal nichts macht. Einfach mal runterkommen. Nicht, dass ich irgendwie aufgeregt wäre oder so, aber es ist doch einfach mal gut, wenn man einfach nur mal ausschlafen kann, frühstücken kann und bisschen im Garten rumläuft. Mein Mann hatte extrem viel Freude daran gefunden den kompletten Rasen zu mähen von diesem riesigen ehemaligen Bauernhof. Später wollte er auch noch die Hecken schneiden. Er hat die Heckenschere quasi erobert, als Kunst umgesetzt. Ja, Schneide-Kunst das betone ich hier speziell. Denn er meinte dann schon, wenn wir das nächste mal wiederkommen dann wird statt der eckigen geraden Hecke oder dem runden Busch einfach mal ein Dino oder ein Drachen geschnitten. Na da bin ich ja mal gespannt… Hüstel

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Zeit ist relativ

Diese Zeit des Runterkommens hat mir wirklich gut getan. Es sind wirklich schon drei Monate unserer Elternzeit um. Und so schön das doch alles ist zu zweit zu sein. Und so sehr man sich doch auch freuen sollte, dass die Zeit noch mal drei Monate mit sich bringt, in der wir gemeinsam unsere Elternzeit haben, musste ich doch feststellen, dass die Zeit einfach nur eine sehr kostbare Zeit ist.

Unsere kleine Kaiserin kann mittlerweile schon stundenlang auf dem Bauch liegen. Hebt das Köpfchen froh und fängt an mit dem zweiten Ärmchen nach Dingen zu greifen. Das ist herrlich das ist wunderschön

 

Und irgendwie denkt man dann auch zurück, ich denke dann zurück an die Zeit in der wir noch zu dritt ware. Als Junior geboren wurde, habe ich das alles völlig anders mitbekommen. Ein Grund war auch der, dass ich alleine zu Hause war. Mein Mann musste arbeiten gehen. Denn in der Schweiz gab es das leider nicht, dass man Elternzeit zu zweit macht. Geschweige denn Elternzeit hat. Mein Mann hat damals großartige zwei Tage frei bekommen von der Firma für die Geburt unseres ersten Kindes.
Und jetzt konnten wir mal richtig entspannen. Ich fand es toll einfach, um zu sehen wo ich meine Kindheit verbracht habe. Hier habe ich Fahrradfahren gelernt. Da gibt es so einen Hügel am Ende der Straße kurz vor dem Wald. Mein Papa hat mich mit dem Fahrrad hingebracht, hat das Fahrrad angestupst und ich bin einfach runtergeradelt. Ohne Unfall oder sonstiges. Und nun ist es doch auch so, dass Junior hier Dreirad fahren gelernt hat.

Es war schön – es war auch toll, dass wir in der Nachbarschaft oder direkt nebenan einen kleinen Jungen hatten, der im gleichen Alter wie Junior war. Da dieser Junge jedoch nicht in die Kinderkrippe oder den Kindergarten geht, ist er den ganzen Tag zu Hause. Die Eltern und die Großeltern wohnen unter einem Dach. Sie haben für den Kleinen natürlich alles bereitgestellt: ein Trampolin, eine Schaukel, etliche Bobbi Cars, Traktoren und sonstige vor Gefährte. Natürlich auch einen Sandkasten und alle möglichen Bälle, die man gebrauchen kann.

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Alltag im Urlaub

Am zweiten Tag haben wir Junior bei den Nachbarn abgegeben und auf einmal hieß es nur noch „tschüss Mama ich komm bald wieder“ – bald wieder zum Mittagessen sozusagen. Ich fand es herrlich, es war schön und hat mich an meine Kindheitsurlaube hier erinnert. Auch bei mir war das so, dass ich mit den den Nachbarskindern gespielt habe. Polnisch konnte ich nicht und auch Junior kann kein polnisch. Aber irgendwie verständigt man sich als Kind völlig anders. Man rennt zusammen in den Wald, spielt irgendwas, schaut zu wie die Tiere gepflegt werden. Ja, das war das einzige, was vielleicht wirklich noch ein bisschen anders war als bei uns.
Damals gab es hier auch Tiere. Viele Tiere. In der Nachbarschaft gab es Kühe, Schweine, Gänse. Und auch bei der Tante gab es haben und auch Hühner. Den Hund und die Katze haben sie heute auch noch, aber die anderen Tiere sind weg.
So ist das dann die Zeit verändert sich und irgendwie war’s einfach nur schön irgendwie nichts zu tun.

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Auszeit einfordern

So eine herrliche Auszeit möchte ich jetzt öfters mal wieder einfordern. So eine schöne Auszeit werde ich jetzt sich auch öfters mal durchsetzen. Ich weiß zwar noch nicht wie, denn bis dorthin ist es echt ein Stück. Von Frankfurt aus sind das knapp neun Stunden im Autofahrt. Mit dem Flugzeug kann man den Ort sowieso nicht richtig erreichen. Und mit dem Zug erst recht nicht. Aber irgendwie werde ich schon mal einen ähnlichen Ort finden an dem wir uns entspannen und ausruhen können.

#TravelTuesday

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