Mein iPad will ich jetzt sofort!

Ein Satz, den wir hier schon öfter gehört haben – und das – obwohl wir nicht mal ein iPad haben. Das iPad gibt es nur bei meinen Eltern, die in Berlin wohnen und somit mehr als sechs Autostunden Fahrt entfernt sind.

 

Als Teil der Initiative von Schau Hin schreibe ich heute über ein spannendes und bei uns auch erst beginnendes Thema: Digitale Medien.

 

„Kinder und (digitale) Medien: Früher war alles besser?!“

War früher alles besser? Diese Frage möchte ich gar nicht zu sehr beantworten, denn erstens kann ich sie wirklich schon ein wenig beantworten: mit nun sogar 35 Jahren hier, komme ich mir doch schon eher älter vor.

Die digitalen Medien gab es ja noch nicht so lange – zumindest für mich. Ich habe meinen ersten Vortrag damals dank Internet mit einer eins abgeschlossen – und das war echt cool.

Heutzutage kann das Internet und generell digitale Medien aber mehr als nur bei den Noten helfen. Kinder und auch Jugendliche gehen wahrlich darin verloren. Eltern sitzen planlos auf dem Spielplatz und versinken in den viereckigen Kästen. Die ganze Gesellschaft leidet auch ein wenig an dem Überangebot von Information, Medien und generell Input.

Meiner Meinung nach ist das Thema Medien und Kinder vor allem daher spannend, weil die meisten Eltern nicht wissen, was richtig ist und was nicht. Ich glaube auch, dass es spannend ist und bleiben wird, denn wie sich die digitalen Medien entwicklen, weiß keiner so recht vorauszusagen.

 

Kinder und iPad

Wir haben also – wie eingangs erwähnt – zu Hause kein iPad, denn wir benutzen es selbst kaum. Ein Smartphone haben wir beide – und ich das habe ich oft in der Hand. Mittlerweile erledigt man doch so viel damit, dass es schon merkwürdig ist, wie oft man wirklich auf sein Smartphone schaut.

Ich habe also nach dem Japanurlaub vor knapp zwei Wochen aufgehört mein Handy (ja, ich sage Handy, obwohl es ein Smartphone ist) so oft zu benutzen. Mittlerweile nutze ich es nur noch am Nachmittag, wenn die kleine Kaiserin Mittagsschlaf macht. Manchmal noch abends.

Wieso? Weil ich eher das Vorbildprinzip vorlebe. Ich glaube daran, dass Kinder sich oft abschauen, wie die Eltern bestimmte Dinge machen, wie sie miteinander umgehen und wie sie miteinander reden und auch generell sind wir oft genug Vorbild.

Muss man ein Vorbild sein? Weiß ich gar nicht, aber ich glaube, dass vor allem bei uns auch oft aufgrund der Kinder mehr Aufmerksamkeit auf bestimmte Verhaltensmuster gelegt wird. Bestimmt hätte ich es nicht bemerkt, wie oft ich ein Smartphone in der Hand habe, wenn ich keine Kinder hätte. Und doch frage ich mich nun auch, was genau richtig ist: Smartphone wegsperren oder zeigen wie man damit umgeht.

Fernsehen dürfen unsere Kinder auch: jeden Abend 20 Minuten. Ist das viel? Weiß ich nicht – es hat sich einfach so entwickelt und fühlt sich für uns gut an.

 

Wie sieht das bei Dir zu Hause aus? Sind digitale Medien mit den Kindern ein Thema?

 

Weitere spannende Themen rund um das Thema Mama, gibt es immer montags am:

#MOMMYMONDAY

4 Kommentare Gib deinen ab

  1. elly-unterwegs.de sagt:

    Hallo,
    ich bin alleinerziehende Mutter von 3 Kindern (9,9,11)
    Meine älteste Tochter hat zum Schulwechsel ein eigenes Handy bekommen (Falls sie mal den Bus verpasst o.ä.)
    Meine Zwillinge werden dann auch ein eigenes Handy bekommen.
    Erschreckend fand ich, was der Tochter eines Bekannten passiert ist: Sie geht in die 3. Klasse, fast alle haben in der Klasse bereits ein Handy. Sie haben dann eine Whats App Gruppe gegründet („Mia ist doof“), Mia hinzugefügt und sie dann in der Gruppe fertig gemacht …..

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    1. Oh nein. Was für eine Geschichte. Wie haben die Eltern das mitbekommen?

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  2. Meine Kinder sind erst 5 und 4 Jahre alt und haben weder ein iPad noch Smartphones. Sie dürfen auch mein Smartphone nicht nutzen und wie du versuche ich es zu Hause eher nicht zu benutzen. Vorbildprinzip ole!

    Wir gucken am Wochenende fernsehen – dann auch mal einen ganzen Film. Unter der Woche habe ich keine Lust drauf, dass die Kiste flimmert, denn danach sind die Kinder eher schlechter als besser gelaunt. Da ich Vollzeit arbeite, kommen wir sowieso erst 16 oder 16:30 Uhr zu Hause an und dann vergeht die Zeit so schnell mit spielen, Haushalt, Freunde treffen, einkaufen… wir finden gar nicht die Zeit fürs Fernsehen. Am Wochenende oder an Feiertagen ist das einfach entspannter für uns alle.

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    1. Danke für Deine Meinung – sehr spannend zu lesen. Und ich finde es toll, dass Du die Kinder nach der Arbeit nicht einfach „vor dem Fernseher abstellst“.

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