Mit Kindern nach Taiwan

Unser Urlaub in Taiwan liegt schon etwas länger zurück und obwohl ich nicht vorhatte darüber zu schreiben, tue ich es jetzt doch.

Die Blogposts sind für mich auch Erinnerungen und ein klein wenig Tagebuch in einem. Ich mag es so das Erlebte festzuhalten und für uns auch Tipps für die nächste Reise mit Kindern einzubauen.

Taiwan mit Kindern

Die Idee zu Taiwan als Reiseziel kam eher zufällig, denn in den letzten Jahren hatten wir generell Ziele gesucht, die wir bereits mit kleinen Kindern bereisen können und die auch nicht zu sehr an die Hauptferienzeiten gebunden sind. Junior wird ab nächstem Jahr in der Schule sein und so werden wir noch ein gutes halbes Jahr Zeit haben zu reisen wie wir wollen. Jedoch wird auch diese Zeit zu Ende gehen und so werden wir uns dann auch auf Ziele konzentrieren, die in den Ferienzeiten der Schule liegen und uns Reisziele raussuchen, die dennoch unsere Hunger nach Exotischem sättigen können.

Taiwan ist also auf unserer Liste gelandet, denn es ist im April ein gutes Reiseziel, dass bereits sommerliche Temperaturen hat und das gleichzeitig auch gut an die westliche Medizin angeschlossen ist. Die Flugzeit von knapp 12 Stunden wurde auf dem Hinweg bereits etwas verlängert und dennoch war unsere Freude endlich im Inselstaat angekommen zu sein ungebrochen.

In Taipei wollten wir vier Nächte bleiben, denn so konnten wir dem Jetlag ein wenig langsam begegnen und dennoch nichts verpassen. Doch mit dem Jetlag wurde es nichts, denn dank dem Tagflug waren wir alle topfit und mussten so keine Attraktion auslassen.

Unser Hotel in Taipei mit Kindern

In Taipei hatten wir uns anfangs für ein Hotel entschieden, das sehr zentral gelegen ist und auch direkt vom Flughafen einen Shuttle anbietet.

Das Zimmer war sehr groß – wobei das Bett den meisten Platz im Raum eigenommen hat. Das Hotel Quote ist eine wirkliche Empfehlung, obwohl es sicherlich nicht auf den ersten Blick als Kinderhotel eingestuft wird. Uns ist neben einem großen Bett – denn die Kinder kommen noch regelmäßig zu uns ins Bett und vor allem auf Reisen schlafen sie anfangs eher mit Körpernähe ein – auch ein großes Bad mit Dusche und vor allem Badewanne wichtig. Sicherlich brauche ich nicht zu erwähnen, dass die Badewanne ideal ist, um die Kinder abends entspannt zu waschen. Das Hotel Quote hatte neben einem Babybett auch eine Babybadewanne und sogar spezielle Kinder Necessaire bereits gestellt. Im Necessaire waren neben einer Kinderbzahnbürste auch Kindershampoo, Duschgel für Kinder, Hotelbadelatschen und sogar ein eigener Kinderbademantel.

Die Zimmer hatten alle ein Fenster, jedoch war dieses eher klein und hatte keinen Ausblick, da es nur auf das benachbarte Haus (knapp einen Meter von uns entfernt) Ausblick gewährte. Das störte uns jedoch nicht, denn wir hatten die vier Nächte in Taipei sehr erholsame und ruhige Nächte.

Neben dem Frühstück, was ich im nächsten Blogpost über Taipei zeigen werde, gab es auch in der ersten Etage ein kleines Business Center. Meiner Meinung nach eher eine 24 Stunden Lounge. Hier hatten wir rund um die Uhr Wasser, Kaffee, Tee, diverse Getränke, Snacks wie Obst und Kekse und Kuchen, um uns nochmal zu stärken oder für unterwegs etwas einzupacken.

Tempel, Streetfood und die ersten Eindrücke aus Taipei

Essen gehen mit Kindern

Wir hatten uns zum Mittagessen ein kleines Restaurant ganz in der Nähe des Hotels rausgesucht, das auch eine extra Etage für Kinder zum Spielen hatte. Generell haben wir in Taipei auch Restaurants ausprobiert, die auch speziell für Kinder Spielbereiche und Kindermenüs hatten. Überraschenderweise gab es etliche dieser Restaurants und auch, wenn wir abends meist auf den Night Markets waren, so haben wir tagsüber doch einige von den Kinderrestaurants gesehen.

Fun Fact:

Vor dem Besuch im Spielebereich werden allen Teilnehmern (also auch den Eltern) die Temperatur gemessen und die Hände desinfiziert. Auch wenn ich es anfangs ein wenig amüsant fand, so finde ich die Idee klasse und schlage das mal für deutsche Indoorspielplätze vor. Meiner Meinung nach gehen im Winter nämlich viel zu viele Eltern mit ihren kranken Kindern auf einen Indoorspielplatz, weil sie das Kind nicht in die Kita schicken können.

Songshan Ciyou Tempel

Ich bin nicht religiös und dennoch sehr daran interessiert, welche Religionen in anderen Ländern praktizierte und gelebt werden.

Der Tempel ist wirklich sehr groß – auf insgesamt vier Stockwerken verteilt sich die gesamte Anlage. Insgesamt hat der Tempel knapp 600 Quadratmeter, die der Göttin Mazu gewidmet sind.

Der Tempel sieht wirklich beeindruckend aus und da wir erst abends durch die Stadt gelaufen sind – auf der Suche nach Essen – war der Tempel noch beeindruckender, denn die Beleuchtung und die schönen Lampions stimmten uns richtig auf den Urlaub in Taiwan an. Erst jetzt auf den Fotos habe ich gesehen, dass der Tempel direkt neben eher nicht so schicken Hochhäusern – wahrscheinlich Wohnhäusern liegt. Ich war einfach zu geblendet von dem schönen Schein des Tempels.

Anders als erwartet, war es auch gar nicht sehr ruhig im Tempel, sondern eher ruhiger als auf der Straße. Ich kenne das von vielen Tempeln, dass sich eher ruhig oder gar nicht unterhalten werden darf. Hier hatte ich das Gefühl, dass wir auf einem Markt sind. Einfach einem ruhigen Markt und das geschäftige Treiben der Tempelbesucher war sehr schön von der oberen Etagen anzuschauen.

Raohe Street Night Market

Eines der Dinge, auf die wir uns am meisten freuten, war mal wieder das Essen. Ich liebe neue und exotische Arten von Essen aus Asien. Taiwan ist vor allem für seine Night Markets bekannt. Auf diesen Märkten gibt es Essen – passend zur Abendessenszeit.

Ein wenig hat es mich an die Hawker Center in Singapore erinnert und Oli fühlte sich auch ein wenig an Bangkok (Thailand) erinnert, dennoch war es irgendwie anders in Taiwan. Das Essen, was man auf den Night Markets kaufen konnte, war meist wirklich eher in Probiergröße. Bei den meisten Essensmärkten in Asien sind die Portionen schon deutlich größer und so muss man sich quasi auf eine Speise festlegen. Die kleinen, feinen Portionen bieten sich auch einfach perfekt für Touristen wie uns an, denn man kann einfach alles kaufen und es probieren. Egal, was es denn ist, denn da die Portionen klein gehalten sind, isst man eben schnell auf oder lässt es dann, wenn es gar nicht schmeckt und kauft sich etwas Neues zu essen.

Vorwegnehmen kann ich also schon mal, dass wir sehr viele unterschiedliche Speisen probiert haben. Fleisch und Fisch waren sehr dominant und auch Kartoffeln gab es übermässig viel. Mich hat das mit den Kartoffeln etwas überrascht, da ich Kartoffeln generell eher nicht mit Fernasien verbinde, aber man lernt eben nie aus.

Auch für Süßmäuler wie mich war gesorgt, denn die schier endlosen Angebote von kleinen Küchlein und anderen feinen süßen Dingen nahmen kein Ende.

Unser erster Night Market war der Raohe Street Night Market ganz in der Nähe des Songshan Ciyou Tempel, den wir zuerst besuchten.

Hier waren wir am ersten Tag in Taipei

Kinderfreundliches Restaurant: No. 24-1, Lane 155, Section 3, Bade Road, Songshan District, Taipei City, Taiwan 105

Songshan Ciyou Tempel: No. 761號, Section 4, Bade Road, Songshan District, Taipei City, Taiwan 105

Raohe Street Night Market: Raohe Street, Songshan District, Taipei City, Taiwan 105

Hotel Quote Taipei: No. 333號, Section 3, Nanjing East Road, Songshan District, Taipei City, Taiwan 105

Warst Du schon mal in Taiwan?

#TravelTuesday

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