Internationaler Händewaschtag

Schon gewusst am 15. Oktober ist offiziell der internationale Händewaschtag. Ja, es gibt es mittlerweile für alles, was man denkt, sieht und eben auch macht einen Tag. Und diesen internationalen Händewaschtag hatte ich mir sogar speziell im Kalender notiert, denn ich fand es irgendwie passend. Dieses Jahr besonders.

Anfang des Jahres wussten sicherlich noch wenige, wie man sich genau die Hände wäscht. Wie man sie dann aber wirklich richtig wäscht, sollte seit Ende März jeder wissen. Und auch für viele gehörte Hände waschen eben schon immer dazu – für Familien sicherlich sowieso. Vor allem als Mutter mit zwei kleinen Kindern finde ich das Thema sowieso immer wichtig und omnipräsent.

Wieso ist Hände waschen so wichtig?

Hände waschen gehört bei uns einfach dazu und so haben wir es schon immer gehandhabt: sobald wir zu Hause ankommen, werden zuerst die Hände gewaschen. Natürlich achten wir nun eben mehr darauf, dass die Kinder eben auch noch entsprechend lange waschen.

Hygiene ist das eine Thema, doch als Familie mit zwei Kindern ist Sauberkeit auch wichtig, wenn man den ganzen Tag unterwegs ist. Bei uns ist Desinfektionsmittel nur in äußersten Notfällen im Einsatz – vor allem nach starken Magen-Darm-Erkrankungen kommt es dann zum Einsatz.

So putze ich dann die ganze Wohnung und achte vor allem auf die Dinge, die wir alle regelmäßig anfassen: Türklinken und auch Türrahmen (ja, das merkt man wohl erst mit Kindern, wie oft der Türrahmen auch Haltung gibt), den Kühlschrank, Schubladengriffe – fast alles, was man eben so schnell mal anfasst. Ich bin generell keine Mama, die alles steril hält und auch Dreck gehört dazu. Irgendwie kommt mir da der Satz „Dreck reinigt den Magen“ und den Sinn, aber nun drifte ich ab.

Für mich ist auch wichtig, dass nicht alle übersteril und sauber ist, denn das Immunsystem von Kindern muss sich erst noch aufbauen. Dazu gehört ganz klar, dass sich die Kinder auch stärken müssen. Also gehören Alltagssituationen dazu, die eben auch mit Keimen verbunden sind. Ja, wir mögen es eben auch nicht – wie viele Familie – dauernd krank zu sein und daher gehört für uns das Hände waschen zur Routine. Kommen Freunde zu Besuch, werden sie schon am Eingang von Junior instruiert, dass sie zuerst Hände waschen müssen.

Auch im Kindergarten und in der Schule sind die Kinder Keimen und Viren ausgesetzt.

Wir versuchen den Kindern daher beim Hände waschen ein Vorbild zu sein. Als Eltern sind wir das sowieso und leben ihnen so einfach vor wie es geht. Beim nach Hause kommen, ist ganz klar der Fokus auf das Schuhe, Jacke ausziehen und dann erstmal Hände waschen.

Wir mussten da nie viel drüber reden, nur regelmäßig darauf hinweisen und haben durch die Corona Pandemie Anfang des Jahres auch viel dazu gelernt. Denn Hände waschen ist nicht gleich Hände waschen. Was genau gehört dazu? Und wie funktioniert Hände waschen richtig, so dass sich Keime und Viren eben nicht nur weiter verteilen?

Richtiges Hände waschen

Mit dem entsprechenden Rhythmus vom Lied „Happy Birthday“ haben wir mittlerweile schon Erfahrung. Wir singen das Lied zwei Mal und dann ist das Händewaschen schon vorbei.

Meine Mama hatte noch einen tollen Tipp, den ich gerne hier mit euch teile, denn sie hat nochmal besonders darauf hingewiesen, dass auch der Daumen und die Nägel gut gereinigt werden. Am allerwichtigsten ist dann immer das Abspülen mit Wasser. Das sollte auch nicht zu kurz bemessen sein.

Nachdem die Kinder mal wieder bei Oma und Opa zu Besuch waren, hieß es nur noch „Oma hat es uns aber schon erklärt“. Und ich hatte nichts mehr zu sagen. „Sauber wie in Japan“ hieß es dann nur noch und ich durfte mich wieder freuen, dass die Kinder immer so gerne bei den Grosseltern in Berlin zu Besuch sind und dort so viel dazu lernen.

Handseifen haben wir einige ausprobiert. Bei Stückseife musste ich leider sehr schnell die Reissleine ziehen, denn die Kinder fingen an, die Seife mehr zum Spielen zu nutzen als sich damit die Hände zu waschen. Da Stückseife generell auch eben lange leben kann und vor allem am Ende auch gut gebraucht werden kann, wussten wir dennoch, dass es für uns eben nicht mehr passt. Die Kinder haben die kleinen Teile dann auch oft dazu genutzt einfach so wegzuspülen und das empfand ich dann eher als Verschwendung.

Die Flüssigseifen-Situation ist für mich auch noch nicht ideal gelöst, denn anfangs wurde noch viel zu viel Seife genommen und der Behälter sah dann auch immer entsprechend mitgenommen aus.

Wir suchen also noch nach der besten Lösung.

So oder so habe ich jedoch auch begonnen die Handtücher regelmäßig zu wechseln – meist einmal die Woche. Und außerdem achte ich darauf, dass die Handtücher immer trocken sind, bevor sie wiederverwendet werden.

Richtiges Händewaschen BineLovesLife

So bringt Händewaschen wirklich was

Hier also die kurze und knackige Erklärung fürs Händewaschen, das wirklich was bringt:

1. Hände komplett befeuchten

Vor allem bei den Kindern achte ich immer darauf, dass das Wasser die Hände auch richtig schön nass macht und eben nicht nur zum Spielen angemacht wird. Die Hände müssen richtig nass gemacht werden, damit Händewaschen wirklich etwas bringt

2. Seife richtig aufschäumen

Auch wenn ich für die Kinder lieber die Flüssigseife bevorzuge ist es eigentlich egal, ob man feste oder flüssige Seife nimmt. Es ist eigentlich nur wichtig, dass die Hände richtig eingeseift werden, so dass ein bisschen Schaum entsteht – so bringt Händewaschen wirklich was.

3. Fingerzwischenräume ganz besonders reinigen

Meistens wasche ich mir wirklich nur die Handflächen, doch nun kenne ich es ja, dass zu den Händen eben auch Finger gehören. Die Fingerzwischenräume ganz besonders reinigen, denn so bringt Händewaschen wirklich was.

4. Bis zu den Fingerspitzen und Nägeln

Auch die Fingerspitzen und die Nägel sollten schön gründlich eingeseift werden, sie kommen mit fast allem in Kontakt, wenn ich etwas anfasse und auch die Kinder wissen, was die Finger alles können. Also bis zu den Fingerspitzen und den Nägeln alles gut einseifen, damit das Händewaschen auch etwas bringt.

5. Der Daumen als Sonderstar

Jeweils den zu waschenden Daumen mit der Handfläche der anderen Hand umschließen und hin und her drehen. So wird auch der Daumen richtig sauber gewaschen.

6. Handrücken nicht vergessen

Wir waschen den Handrücken immer mit, wenn die Fingerzwischenräume dran sind, den die eine Hand wäscht die andere – eben vom Handrücken aus. Auch die Handinnenfläche kreisförmig mit Seife waschen. So gelingt das Händewaschen

7. Gut Abspülen

Nach insgesamt 20 Sekunden – das ist so lange wie zwei Mal Happy Birthday singen – können wir unsere Hände mit Wasser abwaschen. Das Abspülen geht bei uns nochmal die gleichen Bewegungen wie beim Einseifen nach – so ist garantiert jeder Seifenschaum abgewaschen.

8. Zu guter letzt: Abtrocknen

Damit das Händewaschen auch gelingt, achten wir vor allem beim Abtrocknen immer darauf, dass das Handtuch trocken ist. Also vor dem Abtrocknen der Hände. Ein trockenes Handtuch ist sehr wichtig, denn ein feuchtes Handtuch ist Magnet für Keime. Beim Abtrocknen der Hände sollen ja auch noch eventuell vorhandene Keime abgerieben werden – und das eben am besten in einem keimfreien und somit trockenen Handtuch.

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Handpflege

Das viele Händewaschen hat vor allem bei mir für eine sehr trockene Haut gesorgt und ich musste bereits im Sommer damit beginnen, Handcreme zu verwenden. Leider. Ja, denn ich finde wirklich, dass ich eine gute Haut habe, die generell viel mitmacht. An den Händen nun wohl aber nicht mehr.

Ich benutze daher nun diverse Handcremes und versuche so meine Haut wieder ein bisschen in den Griff zu bekommen.

Wie lebst Du das Thema Hände waschen in der Familie?

#Gesundheit

Richtig Händewaschen BineLovesLife.png

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