Geschlechterkampf

Es wird auf jeden Fall ein Junge!

 

 

Aber nein, es wird ein Mädchen!

Die Spekulationen und Meinungen von Familie und Freunden sind immer meine liebste Beschäftigung. Ich freue mich immer, wenn jeder glaubt es zu wissen, was es denn nun wird.

 

Der Volksmund

Der Volksmund meint, wenn der Bauch weit unten getragen wird, dann wird es ganz sicher ein Junge. Liegt der Bauch weiter oben, dann wartet im Bauch ein Mädchen.

Oder wenn der Bauch spitz ist und man von hinten gar nicht sieht, dass die Frau schwanger ist, dann wird es ein Junge. Ist die Frau eher in die Breite gegangen und der Bauch sehr breit, dann wartet ein Mädchen auf die Geburt.

So oder so werden wir es nun wohl herausfinden. Ich fand meinen letzten Bauch eher spitz – und es wurde ein Junge. Diesmal ist der Bauch noch spitzer – also wird es ein Superjunge, oder?

Das Gesicht sagt ja auch viel: denn wenn das Gesicht rundlicher ist, dann wird es ein Mädchen. Ist die rechte Brust größer als die linke, dann bekommt man einen Jungen.

 

Tatsachen

Tatsächlich ist es jedoch so, dass die Form des Bauches einfach an der Statur der Frau auszumachen ist. Eine Frau mit mittlerem Körperbau hat eher einen Bauch, der weiter unten liegt. Frauen mit breiten Körperbau haben eher einen breiten Bauch und tragen das Baby weiter oben. Und für die Frauen mit zierlichem Körperbau liegt der Bauch weiter vorne.

Bei meiner ersten Schwangerschaft bin ich förmlich aufgeblüht – also ein Junge. Und ja, das hatte sich ja auch bestätigt. Diesmal bin ich eher nicht so „aufgeblüht“ – also wird es wohl doch ein Mädchen?

 

Wen interessiert denn, was das Baby für ein Geschlecht hat?

Mich auf jeden Fall nicht. Nein, sogar anders gesagt. Ich finde es sogar spannend, dass wir am Tag der Geburt eine Überraschung bekommen. Denn auch bei unserem Sohn haben wir nicht gewusst, ob es ein Mädchen oder ein Junge wird. Ein wirkliches „Bauchgefühl“ hatte ich nicht. Gegen Ende der Schwangerschaft habe ich dann irgendwann gedacht, dass es vielleicht ein Mädchen wird.

Dieses Mal habe ich anfangs gedacht, dass es auf jeden Fall ein Junge wird. Mittlerweile habe ich gar kein Gefühl mehr dazu.

Ich liebe diese Überraschung. Ich finde heutzutage gibt es so viele Dinge, die man wissen kann oder wissen soll. Wie groß, wie breit, wie alt – alles lässt sich über den Ultraschall ablesen. Einige Eltern freuen sich auf den 3-D Ultraschall, denn so können sie ihr Baby schon vor der Geburt näher bewundern. Ich verurteile das nicht. Ich finde es nur spannend. Und frage mich: was bringt euch diese Information?

Eine Nachbarin bei uns ist auch grad „ähnlich schwanger“ wie ich. Ich habe sie auch gefragt: was bringt es Dir zu wissen, dass es ein Mädchen wird. Sie bekommt auch ihr zweites Kind, das erste ist ein Junge. Und sie meinte nur, dann kann sie sich besser darauf einstellen. Mh, vielleicht verpasse ich irgendwas, aber ich weiß nicht genau, auf was ich mich da einstellen soll. Der Anfang ist doch immer gleich: Stillen, Windel voll machen, Schlafen. Ich behaupte mal ganz dreist: das machen Jungs und Mädchen gleich. Kann mir auch nicht vorstellen, dass es da Unterschiede gibt. Klar, Jungs haben einen Puller und Mädels nicht. Also muss man beim Windelwechseln bei Mädchen mehr darauf achten, dass kein Stuhlgang in die Scheide gelangt. Mh, ansonsten… keine Ahnung.

 

10 Dinge, die Eltern wissen wollen

Ja, Dinge die „man“ oder auch „frau“ wissen wollen. Wir irgendwie nicht – wir sind wohl anders.

Wenn ich das Geschlecht des Babies weiß, dann:

  1. Kann ich das Zimmer schon einrichten
  2. Kann ich die passende Kleidung kaufen
  3. Weiß ich welche anderen Utensilien (Kinderwagen, Bettzeug) ich kaufen kann
  4. Kann ich den richtigen Namen raussuchen
  5. Habe ich eine bessere Bindung zu meinem Baby
  6. Weiß ich, was auf mich zu kommt
  7. Kann ich Familie und Freunden leichter davon erzählen, was „es“ wird
  8. Kann ich bessere Geburtsgeschenke raussuchen
  9. Fühle ich mich besser
  10. Wird die Geburt einfacher

 

Nee, das alles brauche ich nicht. Das alles brauchen wir nicht.

Bei meiner letzten Schwangerschaft musste ich wirklich regelmäßig beim Frauenarzt Bescheid geben, dass sich bitte keiner verplappert.

 

Auch dieses Mal ist es anscheinend schon rot in meiner Akte beim Gynäkologen hinterlegt: Bitte nicht das Geschlecht preisgeben. Finde ich gut. Und finde es auch normal. Denn alles heutzutage kann man ja schon vorher wissen.

Doch auch beim Arzt und auch unter Freunden und Bekannten kommt oft eine Verwunderung zu Wort: „Oh wow, das könnte ich nicht“. Das ist doch so spannend, dass man es wissen will. Ja, vielleicht, aber ich nicht. Ich liebe diese tolle Überraschung.

 

Denn was ich mir wünsche ist ein gesundes Kind. Ein gesundes Baby und nichts weiter. Ob Junge oder Mädchen – das ist erstmal irrelevant.

 

#MommyMonday

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4 Kommentare Gib deinen ab

  1. Jessica sagt:

    Genau 🙂 also geniesse die restliche Zeit mit Watschelgang und rundem Bauch und dann alles Gute für die Geburt! Bin gespannt was es wird 😉 aber Hauptsache gesund und munter! Lg

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    1. Vielen lieben Dank. Ich werde auf jeden Fall berichten 🤗

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  2. Jessica sagt:

    Jeder kann ja machen wie er will. für uns galt: Warum sich nur einmal überraschen lassen, wenn es auch zweimal geht? Wir haben uns riesig gefreut nach 20-25wochen zu erfahren was wir erwarten. Aus meiner Sicht, wenn das Baby da ist, ist es sowieso eine Überraschung. Das Geschlecht ist dann natürlich egal aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man sich im Moment der Geburt mehr freuen kann, weil man nicht wusste was „es“ wird und vice versa 🙂
    Lass es dir gut gehen! Lg

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    1. Danke Dir – ja, es ist schon Ansichtssache. Die Freude ist immer da!!

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