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Selbstständigkeit bei Kindern – kann man das fördern?

Ein Selbstversuch am eigenen Kind

 

Das Thema Selbstständigkeit des Kindes und Loslassen vom Kind ist meiner Meinung ein Thema, dass eine Mutter schon mit dem Moment der Schwangerschaft bewusst wird.

Bei mir war es zumindest so. Schon als ich vor knapp drei Jahren schwanger war, habe ich mich mit dem Gedanken befasst, dass ab der Geburt der Abnabelungsprozess oder das Loslassen beginnen wird. Beginnen und gleichzeitig auch nie aufhören. Ich würde mal ganz dreist behaupten, dass jede Mutter – egal wie alt ihre Kinder bereits sind – immer noch einen kleinen Prozess der Abnabelung mitmachen. Ja, auch erwachsene Kinder machen Prozess und Erlebnisse durch in denen eine Mutter merkt, dass das Kind sich schon abgenabelt hat oder wieder ein weiterer Schritt bevorsteht. Der Auszug aus dem elterlichen Haus erscheint da als erstes und logisches, aber auch die Hochzeit des eigenen Kindes und die Familiengründung gehören noch dazu.

Dennoch möchte ich heute auf die ersten Jahre eingehen, denn dies sind für mich auch die Jahre, die ich bei unserem Sohn am besten beurteilen kann.

Das Selbstständig Werden und Abnabeln hängt auch ein wenig miteinander zusammen, aber nicht zwangsläufig.

Jede Mutter, jeder Vater und sicherlich jedes Kind will, dass die Selbstständigkeit genügend Raum zur Entfaltung hat. Doch wie macht man das? Jetzt könnte ich hier über unterschiedliche Erziehungsstile und Werte schreiben, dennoch ist mir das zu weit ausgeholt.

 

Was ist Selbstständigkeit?

Für mich ist Selbstständigkeit ein hohes und wichtiges Gut, dass ich meinem Sohn von Anfang an mitgeben möchte. Ich glaube daran, dass ein selbstständiges Kind viel sicherer und leichter durchs Leben kommt. Die ersten Erfahrungen mit der Selbstständigkeit beginnen sicher beim Übergang zur Nahrung – also weg von Mamas Brust.

Wir haben jedoch immer selbst gefüttert. Das konnten wir. Und ja, irgendwann durfte unser Sohn auch mal selbst testen, wie das essen funktioniert, aber da habe ich zum Beispiel gar nicht viele Gedanken dran verschwendet ihn gleich alles selbst machen zu lassen. Das war mir zu „act-ic“ – zu aufwendig. Ja, klar hatten wir Parkett, das sicherlich einfacher ist als bei Teppich, dennoch war es mir zu blöd. Dauernd diese Schweinerei.

Beim Anziehen der eigenen Kleidung und auch beim Entscheiden, was effektiv angezogen wird, lasse ich unseren Sohn oft selbst entscheiden. Ja, so kommt es dann auch, dass er mal im Winter mit langem Body und T-Shirt statt Pulli zur Krippe geht. Stört mich das? Nö! Ich achte natürlich drauf, dass es nicht zu kalt ist und die Sandalen mit der Badehose im Winter rauskommen, aber im Großen und Ganzen entscheidet er.

Selbstständigkeit heißt bei mir auch Mitdenken. Mitmachen und im Familiengeschehen dabei zu sein. Wenn wir alle mit dem Essen fertig sind und aufstehen, dann sollte jeder seinen Teller abräumen. Zu früh mit 2,5 Jahren? Nee, finde ich gar nicht. Er freut sich ja richtig, wenn er auch abräumen darf und genau das macht, was die Eltern machen. Oder besser noch, wenn er vorher weiß, was gemacht werden muss.

„Aufstehen und Abräumen, bitte!“ Verkündet er dann ganz stolz. Na, siehste. Das macht doch was her.

 

Sauberkeit und Selbstständigkeit

Das Thema Sauberkeit ist jedoch ein anderes. Das erziehen wir unseren Kindern alle. Jeder anders und auf seine Weise, aber Kinder würden nicht so oft die Hände waschen wie wir und würden auch nicht alles gleich wegwischen oder gar putzen. Das ist Erziehungssache.

Vor diesem Hintergrund musst Du wissen, dass ich ein Putzmaniac bin. Na, besonders blitzen tut es bei uns zu Hause nicht. Und ich gehöre auch nicht zu den Frauen, die jede freie Minute mit Reinigungsmitteln umherrennen, aber ich habe so meine Putzphasen. Als mich mein Mann kennenlernte, wusste er, dass es Abende gab an denen er am besten schnell ins Wohnzimmer geht, die Füße hochzieht und bloß keine blöden Anmerkungen machen brauchte. Da waren sie – meine „Wuselphasen“. Phasen in denen ich in knapp 30 Minuten die 60 Quadratmeter große Wohnung grundreinigte. Das überkommt mich manchmal und dann wissen alle, dass es Zeit ist anzupacken oder lieber ruhig in einer Ecke zu bleiben.

Junior packt dann gerne mit an. Wahrscheinlich weil hauptsächlich mit mir zu Hause ist und somit eher erstmal die Mutter als den Vater kopiert.

Beim Thema Wäschewaschen hatte er auch von Anfang an seine Freude. Wäsche sortieren und in die Waschmaschine stopfen und den Knopf für den Waschgang drücken.

 

Wäsche sortieren

Nun hat er seit knapp drei Wochen seinen eigenen Wäschekorb. Das ist der Wäschekorb, den wir von Lässig gestellt bekommen haben. Ein Schöner mit Krokodil drauf. Der ist sogar genauso groß, wie der den wir sonst zu dritt hatten. Naja, so ist das mit der Jugend von heute oder von morgen. Die werden verwöhnt, wo es nur geht.

Anfangs habe ich ihm erklärt, wozu das Krokodil auf einmal bei uns im Bad steht. Denn das passt auf die dreckige Wäsche auf bevor diese in die Wachmaschine kommt. So wird nun also die Wäsche immer schon in den Wäschesack geschmissen und vor dem Waschen noch nach Farben sortiert.

Das macht richtig Laune. Am besten finde ich sogar, dass er nun auch weiß, wenn bestimmte Sachen nicht im Schrank sind. „Die sind doch im Krokodil“ sagt er dann. Ja, genau, die müssen nämlich noch gewaschen werden.

Vor dem Wäschesack haben wir oft ein kleines Wäschechaos gehabt, aber nun ist die Wäsche immer schön sortiert und ich erhoffe mir insgeheim auch, dass er dann die Wäsche vom Baby auch schön ins Krokodil wirft und so selbstständig zeigt, dass er der große Bruder ist.

 

Lässiges Kinderzimmer

Auf dem ElternbloggerCafé in Berlin durfte ich endlich mal die Firma Lässig kennenlernen. Was eigentlich witzig ist, dass ich nach Berlin fliegen musste, um eine Firma kennenzulernen, die bei mir in Offenbach um die Ecke ist. Lässig sitzt in der Nähe von Darmstadt.

Lässig ist eine recht junge Firma, die vor allem durch die Wickeltaschen bekannt und groß geworden ist. Neben den Produkten setzt Lässig auch darauf die Umwelt und Natur zu schützen. Nachhaltigkeit ist bei Lässig kein abgewetztes Marketingwort, sondern auch eine Einstellung. Die Produkte von Lässig werden verstärkt mit recycelten, unbehandelten und damit umweltschonenden Materialien produziert. Die Unbedenklichkeit der Produkte wird regelmäßig durch anerkannte Prüfinstitute getestet und sichergestellt.

Also eine tolle Einstellung, die ja aktuell von vielen Menschen geliebt wird.

 

In Kollaboration mit Lässig

 

#FamilyFriday

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