Spontan sein im 21. Jahrhundert?

Werbung mit Anregung zum Spontansein

Geht das überhaupt?

Kürzlich habe ich auf Instagram eine interessante Diskussion gehabt und musste feststellen, dass vielen Menschen heutzutage das Spontane fehlt.

Ich selbst würde mich auf jeden Fall als spontan beschreiben – mein Mann ist es sowieso. Mit Kindern ist es auch kein Problem spontan zu sein, denn Spontanität liegt ihnen sowieso am besten. Die Eltern müssen nur so weit sein.

 

Termine, Termine, Termine

Wir wohnen grad mal drei Jahre in Offenbach und in unserem Viertel wimmelt es von Kindern. Wir sind speziell hierhin gezogen, denn ein Neubaugebiet zieht ja bekanntlich auch junge Familien an. Viele Familien mit jungen Kindern – in den gleichen Altersklassen wie unsere Kinder – wohnen hier. In unserem Haus auf jeder Etage mindestens eine Familie mit Kind.

Und doch fehlt es am spontanen Treffen. Vormittags spielen gehen, sich auf einen Kaffee treffen, mit den Kindern um den Block laufen – all das scheint irrsinnig schwierig. Ich mag es viele neue Gesichter zu sehen – aber auch altbekannte. Und auf unseren neuen Spielplatz findet es nun noch spontaner statt.

Ja, wir kommen nicht aus der Region und ich verstehe auch, dass es viele Menschen gibt, die bereits genügend Kontakte haben und so einfach auch durch die familiäre und freundschaftliche Situation genug terminiert sind. Dennoch frage ich mich wieso?

Ich würde es lieben, wenn meine Nachbarn einfach bei mir klingeln und spontan zum Besuch kommen. Ich mag sowas und ich finde das toll. Es gibt sicherlich eine Familie bei uns, die sowas auch macht und lebt – sie sind jedoch auch nicht von hier.

Doch nach meiner Diskussion auf Instagram habe ich gemerkt, dass es wirklich nichts mit der familiären oder bekanntschaftlichen Situation zu tun hat. Viele gehen schon wieder arbeiten und wollen am Nachmittag die Kinder aus dem Kindergarten abholen und ein wenig Abschalten – Ruhe haben. Keine Zeit, kein Interesse an sozialen Kontakten.

Ja, da ich nicht im klassischen Sinne arbeiten gehe – mein Blog ist sicherlich schon Teil seiner Selbstständigkeit, aber eben kein Bürojob mit anderen Kollegen – habe ich immer das Bedürfnis mich auszutauschen. Ich liebe es – und ehrlich? Ich habe das auch früher in meinem ehemaligen Job geliebt – obwohl ich immer auf Arbeit mit vielen Kollegen sprechen konnte (und auch musste, denn es war Teil meines Jobs) habe ich den sozialen Kontakt zu anderen Menschen geliebt. Ich bin einfach sehr sozial und unermüdlich im Miteinander.

Spontanität heutzutage SabinesSaturday BineLovesLife

Auf Kaffee und Kuchen

Ich weiß nicht, ob es was mit meiner Herkunft zu tun hat oder nicht. Aber ich erinnere mich noch an die Zeit als ich sechs Jahre alt war. Meine Eltern lebten wie wir in einem Haus mit anderen Familien. Man traf sich regelmäßig und einmal im Monat gab es sogar einen gemeinsamen Abend. In der ehemaligen DDR war das sicher normal. Viele, die ich kenne, die in der ehemaligen DDR aufgewachsen sind, erzählen sowas. Doch mein Mann ist aus dem ehemaligen Westen (ich muss das jetzt so schreiben) und erzählt das gleich aus seiner Kindheit.

Das ist doch der Beweis dafür, dass es mit unserer Generation zu tun hat. Nichts verbindliches, nicht zu viel – oder doch zu viel. Das klassische FOMO (englisch für Fear of Missing Out – also die Angst etwas zu verpassen) ist ein Begriff der aktuellen Stunde und es stimmt mich traurig. Vor allem, weil ich Mutter bin. Denn dieses Leben leben wir unseren Kindern vor. Aber wieso?

Wieso sollte man nicht zu jedem Kontakt haben, sich treffen und spontan spielen gehen und Zeit miteinander verbringen? Verpflichtungen rufen schon früh genug im kindlichen Leben und vielleicht leben wir auch einfach sehr offen. Ja, viele Mamas, die ich kenne, genießen auch die Zeit mit ihren Kindern zu Hause und mögen das so. Mir war es ja schon seit der Geburt von Junior wichtig viel rauszugehen, was zu sehen und mit anderen in Kontakt zu kommen. Ich glaube, dass ich so auch das „soziale Wesen“ meiner Kinder fördern kann. Sicherlich ist es auch Veranlagung, denn auch ich bin sehr kontaktfreudig, dennoch schadet es nicht bestimmte Dinge zu fördern.

Auch, wenn ich mit der kleinen Kaiserin noch zu Hause bin, so glaube ich auch, dass Kinder Kinder brauchen – den Kontakt herzustellen ist mir daher sehr wichtig.

Vielleicht sollte man heutzutage nicht mehr zu viel planen, einfach leben und so sein.

 

Einfach drauflos – ohne nachzudenken

Kinder können herrlich spontan sein. Einfach etwas entwerfen, ohne sich wirklich zu viel darüber Gedanken zu machen. Wobei ich sicherlich falsch liege und die Kinder ganz genau im Sinn haben, was sie machen wollen.

Das Kinder Künstler Fratzenbuch** aus dem Beltz Verlag wurde uns kostenfrei zugestellt.

Das Kinder Künstler Fratzenbuch ist auch mein Favorit geworden – es lässt viel Spielraum für die Fantasie. Kinder- aber auch Erwachsenenfanatasie. Sich nicht so viele Gedanken machen und einfach drauflos malen – ein tolles Buch, dass uns sicherlich lange begleiten wird. Das Buch enthält 115 Klecks- und Rätselbildern, Weiter- und Dazumalseiten – also definitiv genügend für die kommenden Monate und den kommenden Herbst. Malen ist bei uns dennoch auch schon jetzt eine schöne Beschäftigung – oft wird das Buch auch noch morgens vor dem Weg zum Kindergarten rausgeholt und drauflos gemalt, oder besser drauflos gekritzelt. Kritzel Kratzer – wie Junior früher immer sagte, ist sicherlich etwas, dass die kleine Kaiserin noch macht.

Das Buch wird empfohlen für Kinder von fünf bis sieben Jahren – wie so oft sind diese Altersangaben ja auch Empfehlungen und unser Sohn kann schon etwas damit anfangen.

 

Malen und Basteln ist seit jeher eine schöne Beschäftigung für Junior und auch irgendwie eine Art für ihn, um sich zu entspannen. Natürlich ist er dann hochkonzentriert und sicherlich nicht komplett entspannt, aber sich auf nur eine Sache zu konsentieren und diese dann zur eigenen Zufriedenheit abzuschliessen, gibt ein tolles Selbstwertgefühl und ein Vertrauen in seine Künste.

 

Malen Deine Kinder?

 

Immer wieder Samstags schreibe ich mehr zu Themen, die mich bewegen und die mal mehr über mich preisgeben – oder auch zum philosophieren einladen:

#SABINESSATURDAY

 

 

**ich nutze Affiliate Links. Dies bedeutet, dass ich Dir das Produkt in einem Online-Shop herausgesucht habe. Wenn Du das Produkt dann gerne kaufen möchtest, erhalte ich eine kleine Provision. Für Dich ändert sich an dem regulären Preis rein gar nichts.

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Wir haben eine Haus-Whats App Gruppe. „Hat jemand jetzt Lust auf einen Kaffee?“ Oder ich gehe einfach so raus in den Garten und gucke, wer sich dazu gesellt. Der Vorteil ist halt: man zwängt sich niemandem auf, sondern jeder kann frei entscheiden, ob er auch gerade Lust auf soziale Interaktion hat oder eben nicht.
    Die Kinder klingeln alle Türen durch, bis jemand zum Spielen gefunden ist. Für die ist Spontanität noch das Normale. Termine gibt´s so gut wie nicht.

    Gefällt 1 Person

    1. Das klingt ganz toll

      Gefällt mir

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