Nachhaltig putzen ohne Chemie – Oma‘s beste Tipps

Oder: Wieso Oma’s Tipps aktueller denn je sind.

Die aktuelle Entwicklung hin zu immer mehr Nachhaltigkeit hat auch bei ins Einzug gehalten und nicht nur im Badezimmer. Viele Dinge, die ich aktuell jedoch sehe, empfinde ich als übertrieben oder teilweise sogar etwas übertrieben. Man muss das Rad nicht neu erfinden, ist meine Devise. Und obwohl ich eher nicht über Selbstverständlichkeiten geschrieben habe, glaube ich, dass dieses Thema auch selbstverständlich ist und einfach ein wenig mehr Aufmerksamkeit braucht: Putzen wie damals bei Oma.

Denn sind wir doch mal ehrlich: die besten Tipps, sind meist noch die, die wir aus unserer eigenen Kindheit kennen, oder?

Haushalt mit Kindern

Wie bekommst Du den Haushalt mit Kindern in den Griff? Das werde ich nicht nur oft gefragt, sondern das fragen sich auch andere Mamas sehr oft. Mit Baby und mit Kleinkindern scheint das Thema Haushalt bei Mamas und Papas gleichermaßen wirklich ein wichtiges zu sein.

Wo genau fängt man an, wenn man eigentlich keine Zeit hat die Wohnung zu putzen und ein bisschen für Ordnung zu sorgen?

Meiner Meinung nach ist das einfachste Mittel – oder die Zauberformel – folgende: sich selbst zu fragen, ob man ein sauberes zu Hause braucht oder doch lieber mehr Zeit mit den Kindern verbringt. Auch wenn es nicht immer schwarz und weiß ist, so glaube ich auch, dass man Kinder schon von Anfang an sehr gut in die Hausarbeit mit einbeziehen kann.

Kinder können nicht nur sehr viel helfen – viel öfter möchten sie das doch auch. Bei Junior war es am Anfang oft das Thema Wäsche – in unserer Wohnung in Bern hatten wir noch einen gemeinsamen Waschkeller und Junior hat es geliebt mit mir zusammen die Wäsche runterzubringen und zu waschen. Heute machen wir das immer noch gemeinsam – die kleine Kaiserin liebt dagegen das Aufhängen. Es ist oft auch die Wäscheklammersammlung, die beide Kinder fasziniert.

Geschirrspülmaschine ausräumen, abwaschen, manchmal auch abtrocknen, den Tisch decken und abräumen, den Müll rausbringen, staubsaugen und den Tisch abwischen, Staub wischen oder einfach mal die Betten beziehen. Überall haben wir die Kinder schon mit eingebunden und am liebsten mögen sie es auch, wenn sie selbst mithelfen können und merken, wie ihre eigenen Ideen und Weg genau passend zur Situation sind.

Nachhaltigkeit von früher BineLovesLife

Nachhaltig Putzen

Welche Ressourcen (Wasser, Strom) sind wirklich wichtig und wie kann ich das alles noch „in grün“ machen?

Da ich seit Anfang des Jahres verstärkt darauf achte wie wir leben und was wir verbrauchen, ist auch das Thema Haushalt und Hausarbeit nicht zu kurz gekommen.

Wie reinigt man Fenster, den Teppich und generell die Wohnung ohne umweltschädliche oder gesundheitsgefährdende Chemikalien? Was genau ist eine nachhaltige Putzsubstanz? All diese Fragen schwirrten mir durch den Kopf. Vor allem mit Kindern achte ich mehr darauf, was genau an Chemikalien bei uns zu Hause herumsteht, denn auch wenn die Kinder nun schon zwei und fünf Jahre sind, sind sie eben auch noch Kinder, die eben nicht alles wissen und verstehen können. Im Internet habe ich dann auch auf der Bund Webseite mehr zu diesem Thema gefunden.

Ich habe mal bei uns geschaut und eine wirklich riesige Sammlung an Tipps und Tricks aus der Küchenkiste meiner Oma gefunden. Ja, meine Oma hatte so eine Küchenkiste, in der sie die Zettel, Schnipsel und Ideen aus diversen Zeitungen, Magazinen und eigenen aufgeschriebenen Putz- und Haushalttipps gesammelt hat.

Gerne möchte ich hier nun meine Favoriten zeigen, die wir bei uns in den Alltag des Haushalts integriert haben:

Oma’s Haushalts Tipps

Neue Bürsten (vor Gebrauch)

  • in kräftiges Salzwasser tauchen und an der Luft trocknen lassen – so bleiben sie länger brauchbar

Holzgeräte (Bretter/Löffel/etc.)

  • vor dem Gebrauch mit kaltem Wasser abspülen, nach dem Benutzen sofort in kaltes Wasser legen
  • bevor Kräuter/Zwiebeln/Knoblauch gehackt/geschnitten werden, das kalt abgespülte Brett mit einigen Körnchen Salz abreiben

Küchengerüche

(das ist ja mein Lieblingsthema, denn ich mag es nicht, wenn es in der Wohnung nach Essen riecht)

  • funktioniert nur mässig bei Induktionherden, aber bei allen anderen Herden: wenn die Kochplatte noch warm ist, einige Krümel gemahlenen Bohnenkaffee auf die Platte streuen
  • Alternativ: einen feuchten Schwamm so aufhängen, dass er frei im Raum schwebt – der Schwamm zieht die Gerüche an

Mückenstiche

  • eine Scheibe Zwiebel auf die Stelle einreiben, so dass sich der Saft auf den Stich legt

Haushalt Nachhaltig Leben BineLovesLife

Oma’s Fleckenfibel

Blutflecke

(kommt bei uns im Sommer auch ab und an mal vor, wenn die Kids draußen hinfallen)

  • Frische Flecken: lösen sich sofort mit kaltem Wasser – nicht heiß behandeln, denn sonst gerinnt das Eiweiß und der Fleck lässt sich nur noch sehr schwer entfernen
  • Alte Flecke: mit einer Salzlösung und Wasser auswaschen

Eisflecke

(also Speiseeis ist bei im Sommer ja auf jedem Kleidungsstück drauf)

Den Fleck kann man ganz einfach mit lauwarmem Wasser ausspülen, Kartoffelmehl darüberstreichen, trocknen lassen und ausbürsten. Verbleibende Ränder mit einem feuchten Tuch verreiben.

Kalkflecke

Bei Kalkflecken auf Textilien kann man auch mit Essig arbeiten – hierzu ein wenig einwirken lassen und mit Seifenlauge ausspülen

Kugelschreiberflecke

Also ich habe hier zwei Möglichkeiten gefunden:

  • auf bunten Stoffen – den Stoff mit Essig betupfen und mit klarem, lauwarmen Wasser nachbehandeln
  • auf empfindlichen Stoffen – den Fleck mit handwarmem Zitronensaft ausreiben und danach lauwarm ausspülen

Obstflecke

  • Frische Flecken kann man ganz einfach durch Ausreiben mit Zitronensaft und Nachbehandeln mit warmen Wasser entfernt
  • Bei frischen Flecken von Fruchtsaft kann man sofort mit lauwarmen Wasser alles rauswaschen
  • Bei älteren Flecken hilft Salz. Dieses streut man auf den Fleck und lässt das einige Zeit einwirken – danach mit lauwarmen Wasser ausspülen

Rotweinflecke

  • Frische Flecke: mit Salz bestreuen und danach warm auswaschen
  • Auf Tischdecken: mit Zitronensaft beträufeln, mit heißem Wasser auswaschen und lauwarm nachspülen (oder) Stelle mit Fleck über eine Schüssel spannen und langsam kochendes Wasser drüber gießen (oder) erst mit Salz bestreuen, einwirken lassen, lauwarm Nachwaschen und anschliessen in ein bisschen Buttermilch legen – danach gründlich ausspülen
  • Auf Teppichen oder Polstermöbeln: Sofort Salz auf den Fleck geben, dann mit lauwarmem Wasser behandeln – wir nehmen immer Mikrofaserlappen
  • Auf weißen Textilien: mit verdünnte Essigsäure ausreiben und mit warmem Wasser nachspülen
  • Übrigens: Weißweinflecke behandelt man wie Rotweinflecke

Spinatflecke

Mit einer rohen Kartoffel aus den Textilien gerieben, danach einfach lauwarm waschen

Wachsflecke

  • Auf Möbeln: wenn der Wachs hart geworden ist, kann man die Wachsschicht vorsichtig mit einem Messe abnehmen – die Reste dann mit Speiseöl abreiben
  • Auf Textilien: Dickere Stücke Wachs kann man abrechen. Die betroffene Stelle legt man danach zwischen zwei Löschblätter und bügelt das Wachs aus

Kennst Du noch Tipps und Tricks von Deiner Oma?

Mehr zum Thema Nachhaltigkeit als Familie gibt es regelmäßig unter dem Hashtag #ChangeIsNow

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