Alles ist ein Spiel

Spielzeugfreies Spielen? Ein spielzeugfreier Kindergarten?

Was genau zeichnet den Begriff Spielzeug aus und was hat Spielen mit Förderung zu tun?

Spielwiese der Entwicklung

Heutzutage wissen wir, dass Spielen für Kinder sehr wichtig ist. So werden die wichtigsten Grundsteine in der Entwicklung des Kindes durch selbstbestimmtes Spielen gelegt. Bei beiden Kindern habe ich vor allem in den ersten Monaten besonders gemerkt, wie unwichtig Spielzeug ist, da die Alltagsgegenstände viel interessanter sind. Das neue Spielzeug, das wir einerseits geschenkt bekommen, gekauft oder eben vom älteren Bruder vorhanden war, war nicht so interessant. Der Schneebesen in der Küche und unser Wäschekorb – egal ob voller Wäsche oder eben leer – waren immer interessanter.

Jetzt sind die Kinder fast sechs Jahre und drei Jahre alt und Spielen ist bei uns hier Tagesordnung Nummer eins. Alles wird zum Spielzeug und auch bestehendes Spielzeug wird in einer neuen Form zu etwas genutzt. Gemeinsames Spielen ist dabei genauso wichtig geworden wie das Spielzeug selbst. Hierbei gehört Streit genauso dazu wie das gemeinsame Spielen.

Obwohl es etliche Prüfsiegel und Auszeichnungen für gutes, pädagogisch wertvolles Spielzeug gibt, gibt es eben doch keine allgemeingültig Empfehlung. Spielzeug braucht Raum zum Selbermachen und Entdecken. Die Fantasie wird dabei angeregt und leben weiter. Am beliebtesten sind bei uns zu Hause immer noch die nicht klar definierten Spielsachen wie die Holzbögen und -klötze, die frei in ihrem Sinn genutzt werden können.

Die Abwechslung macht Spielen spannend

Vor allem in letzter Zeit haben wir wieder etliche neue Spielzeuge bei uns zu Hause einziehen lassen. Einerseits war da Weihnachten, dann war ich auch auf der Spielwarenmesse in Nürnberg und kürzlich hatte die kleine Kaiserin Geburtstag.

Wir haben es schon seit Anfang an – also mit der Geburt von Junior – so gehandhabt, dass wir Spielzeug regelmäßig ausmisten. Ich habe diesen Tipp von meiner Mama bekommen: einfach mal Spielzeug wegräumen und für ein paar Monate in einem anderen Raum verschwinden lassen. Aus den Augen aus dem Sinn, trifft es sicher am besten, denn sogar heute noch ist es so, dass die Kinder einige Spielsachen vergessen haben und wenn ich die Kiste dann hervorhole, freuen sie sich über all das „neue“ Spielzeug.

Mama, wir müssen öfter mal neues Spielzeug bekommen

Das sagt Junior meist, wenn wir das Spielzeug wieder rotieren lassen. Die kleine Kaiserin weiß natürlich auch, dass wir regelmäßig Spielzeug austauschen und freut sich, wenn wir neue Dinge im Zimmer aufbauen und präsentieren.

Und doch gibt es auch das Spielzeug für das wir irgendwann keine Verwendung mehr haben. Das geben wir in erster Linie an die Krippe und den Kindergarten der beiden. Dort sehen sie es dann noch jeden Tag, aber es ist eben für sie nicht so interessant, wie für andere Kinder.

Der Alltag als Spiel

Auch zu Hause haben wir die Situationen, die irgendwann mit Langeweile betitelt werden. Dann komme ich manchmal schon an meine Grenzen und weiß nicht so recht, was wir spielen könnten.

Grad letztens war es wieder so weit und wir haben gemeinsam überlegt, was man denn damit machen kann. Also mit dem Wissen, um diese Langeweile.

Hier sind also unsere Spielideen und Tipps für den Alltag. Denn alles ist ein Spiel, oder?

Wäschewaschen FamilyFriday

Routinen und Alltag sind ein Spiel

Auch bei uns steht der Alltag nicht still und muss sogar immer weiter laufen. Auch die Kinder versuche ich schon seit Anfang an mit in diese Arbeiten einzubeziehen. Viele kleine Aufgaben können sie schon seit Anfang an mit übernehmen: zum Beispiel die Geschirrspülmaschine mit ausräumen. Ja klar, anfangs war es schon so, dass wir dann immer assistieren mussten, denn Junior und auch die kleine Kaiserin konnten das Geschirr zwar aus der Geschirrspülmaschine rausholen, aber eben nicht einordnen. Mittlerweile sieht das ganz anders aus: die Schüssel, Teller und das Kinderbesteck sind für beide leicht zu erreichen und so helfen sie regelmäßig mit, wenn wir die Geschirrspülmaschine ausräumen.

Das war nur ein Beispiel, denn auch beim Waschmaschine ausräumen, Wäsche aufhängen (hier werden regelmäßig die Klammern verteilt) und auch beim Staubsaugen ist jede Menge Unterstützung von den Kindern da. Sie lieben es wirklich helfen zu dürfen, denn so fühlen sie sich größer und eben auch selbstbewusster. Ich will ehrlich sein, denn nicht jeder Tag ist gleich und so gibt es auch Tage, da hat keiner Lust mitzuhelfen. Und das ist auch okay, denn auch uns Eltern geht es doch da nicht anders.

Töpfe, Handys und alles von uns Eltern

Nun gut: mit Töpfen spielen unsere Kinder nicht, jedoch habe ich etliche Küchenutensilien, die wir nicht mehr benötigen oder die wir doppelt haben. Diese haben die Kinder bekommen und können nun damit spielen. Genauso sieht das mit unseren alten Handys aus. Ich weiß noch genau, wie sehr Junior sich damals gefreut hatte, als er mein altes Klapphandy bekommen hatte und damit spielen konnte. Andere Eltern fragten damals oft: echt, Du lässt ihn mit Deinem Handy spielen? Naja, es hatte ja keine Batterie mehr und war eben nur zu Spielzwecken vorhanden.

Ähnlich sieht das auch mit anderen Gegenständen aus unserem Haushalt aus, die wir nicht mehr benötigen. Leere Gewürzpackungen zum Beispiel sind sehr beliebt, denn sie duften so gut und die Kinder statten damit ihre Kinderküche aus.

kindererziehung-BineLovesLife

Langweile aushalten

Auch Langeweile mal auszuhalten und dann doch alleine zu spielen, ist eine gute Idee und wird von unseren Kindern auch mal gerne in Anspruch genommen. Denn dabei kommen die coolsten Ideen raus und später sieht unsere Wohnung wie ein Trampolin aus, aber es ist sehr lustig für alle und vor allem spannend wieder etwas Neues zu erfinden.

Spielzeug muss also nicht immer in Massen vorhanden sein, sondern genutzt werden und darf daher auch mal weg. Raus aus dem Blick, um Platz für neue Spielideen zu schaffen und Raum für die Fantasie zu lassen.

Was spielen Deine Kinder am liebsten?

#MommyMonday

Alles ist ein Spiel BineLovesLife

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