Watschelgang und walisch

Kugelrund, kugeldick, ja wahrlich walisch. So sehe ich aktuell aus. Irgendwie ist es schon ein Wunder, dass ein echter Mensch in mir steckt. Und so sehr ich die Schwangerschaft auch genieße, so sehr wunder ich mich aktuell über folgende körperlichen Veränderungen…

 

 

Watschelgang und andere Kuriositäten

Grad letzte Woche ist mir mal wieder aufgefallen, dass ich aktuell wirklich watschele. Richtig hin und her wanke und mich dabei einfach nur noch kugelrund fühle. Ja, echt. Ich muss wirklich zugeben, dass ich wirklich niemals so dick werden möchte, dass ich so einen Bauch haben muss.

Das ist wirklich ein schweres Leben. Für jede Schwangere ist es nur eine vorübergehende Zeit, aber jeder Übergewichtige wird sich immer so fühlen. Wenn man jedoch einen Bauch hat, dann sind es eher Männer. Das muss doch schlimm sein. Ich würde unbedingt etwas dagegen tun wollen, denn das ist es nicht wert.

Schnaufend und sich nicht mehr im eigenen Körper wohl fühlend. Ich komme mir richtig alt vor. Auch mit knapp 34 finde ich mich sonst eigentlich nicht alt. Bin noch fit und kann wirklich viel machen. Die letzten Wochen und Tage der Schwangerschaft sind bei allen Frauen beschwerlich. Einfach nur körperlich. Und irgendwie ist mir das alles nur aufgefallen, weil ich bereits ein Kind habe.

In meiner ersten Schwangerschaft war ich auch knapp vier Wochen vor dem errechneten Geburtstermin zu Hause. Konnte Ausschlafen. Konnte mich hinsetzen. Konnte mich ausruhen, wann ich wollte. Ich finde es jetzt oft nicht mehr so leicht. Nee, das ist es eigentlich nicht. Oft ist es eher so, dass mir mein Sohn ein bisschen Leid tut. Mami kann das nicht mehr. Mama muss sich mal kurz hinsetzen. Ich komme mir richtig gefangen vor in meiner Haut.

Das ist ein unschönes Gefühl und ich bin dankbar dafür, dass unser Sohn sehr verständnisvoll ist. Mit knapp drei Jahren ist er für einen Jungen sehr feinmotorisch und wir spielen oft Spiele, die man im Sitzen machen kann. Nix mit Rumrennen und Rumtollen. Puzzles sind bei uns grad der große Renner und ich freue mich, dass er das alles so gut mitmacht.

 

Sodbrennen, olé!

Schon oft hatte ich davon gehört, dass Schwangere unter Sodbrennen leiden. Viele meiner Freundinnen hatten das auch in der Schwangerschaft. Schon recht früh – schon meist ab der 20. Woche. Oh je, bin ich froh, dass es mich erst seit knapp zwei Wochen ereilt hat. Denn das ist wahrlich unangenehm. In meiner ersten Schwangerschaft war davon auch nix zu spüren. Und wie so oft finde ich diese Unterschiede spannend und freue mich auf ein anderes Kind. Ein Kind, dessen Geschlecht wir nicht wissen. Nicht wissen wollen, da wir die Überraschung lieben. Das gibt es heutzutage ja nicht mehr oft. Alles kann man irgendwie in Erfahrung bringen und wahrlich wenige Dinge sind noch eine richtige Überraschung. Für uns war daher schon ab dem Schwangerschaftstest klar: das Geschlecht wollen wir auch diesmal auf keinen Fall wissen.

 

Vergleichen, Normen und andere Maßstäbe

Vergleicht man sein Kind mit anderen? Vielleicht ein bisschen. Ich habe es nie wirklich gemacht. Vergleiche ich meine Kinder miteinander? Ich denke schon, denn ich merke schon jetzt, dass mir die Unterschiede in der Schwangerschaft auffallen. Und dann wird es sicher auch immer ein „Vergleichen“ sein, wenn das Kind draußen ist. Ein wertloses Vergleichen, das nicht darauf abzielt die Kinder gegeneinander aufzuspielen. Sondern einfach ein Vergleichen, das ich im Kopf mache. Mit meinem Mann bespreche und irgendwie auch einfach wahrnehmen werde. Das liegt ja sicher auch in der Natur der Dinge.

Dass ich von Normen und anderen Maßstäben nicht viel halte, habe ich bisher sicher noch nicht kundgetan, aber ich stehe diesen skeptisch gegenüber. Denn ich glaube jedes Kind ist einzigartig und ich finde es nicht immer gut und wichtig, dass man ein Raster hat. So kann man sicher auch einschätzen, ob ein Kind aus der Norm fällt. Aber was passiert denn dann, wenn es aus der Norm fällt? Wird es dann ausgesondert? Ich hoffe nicht. Denn meiner Meinung nach sollte ein Raster auch dazu dienen, dass Kindern geholfen werden kann. Jemand, der ein Problem beim Hören hat, dem sollte geholfen werden können. Eine Sehschwäche, wie ich sie auch habe, sollte auch bei Kindern erkannt werden.

Oft jedoch denke ich auch, dass ein Normtest für Erwachsene nicht schlecht wäre. Das Verhalten, das soziale Verhalten, das gemeinschaftliche und das öffentliche Verhalten. Zu diesem Thema schwirren mir so viele Gedanken im Kopf herum, dass ich demnächst etwas dazu schreiben werde. Es wird sicher auch politisch und ich freue mich, wenn Du wieder reinliest.

 

#MommyMonday

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