Waschen mit dem Eco-Egg

Ja, wir waschen unsere Eier auch bevor wir sie braten… Nein, dies ist kein Text zum kochen lernen oder mit irgendeinem Rezept, sondern ein Beitrag zu meiner Reihe „Change is Now„. So gibt es etliche Möglichkeiten sich nicht verrückt zu machen und weiterhin in seinem Trott zu bleiben oder man ändert etwas. Wir haben seit Beginn des Jahres einiges umgestellt. Umstellung in Bezug auf Nachhaltigkeit, Regionalität, Saisonalität, Plastikfreiheit und mehr Klimaschutz im Großen und Ganzen. Ein Teil davon habe ich bereits hier verlinkt und es wird nun immer mehr folgen.

Natürliche Waschmittel: Was gibt es?

Ja, na klar geht das. Die Frage ist nur, ob die Wäsche dann auch wirklich sauber wird und ob auch der Schmutz rausgeht. Vorab muss ich sicherlich erwähnen, dass ich noch nie Waschnüsse oder ähnliche Produkte ausprobiert habe und daher nicht genau weiß, wie die Wirkung bei diesen Produkten aussieht. Ich ziehe hier nur meine Vergleiche in Bezug auf herkömmliches Waschmittel und teilweise auch auf die Ökowaschmittel, die ich bisher genutzt habe. Bisher hatten wir immer gute Erfahrung mit unserem Waschmittel gemacht. Ich gebe auch ganz klar zu, dass ich einen Favorit habe: Ariel Waschpulver oder meinetwegen auch die Pads. Ich liebe diesen Geruch einfach sehr, denn ich finde, er erinnert mich an zu Hause. Zu Hause bei meinen Eltern. Und diese Erinnerung ist sehr schön und ich mag sie aufrechterhalten.

Nächster Schritt: alternativen zu herkömmlichen Waschmitteln

Dann sind wir aber auch umgestiegen auf Ökowaschmittel – die Verpackung ist schon viel nachhaltiger, da sie aus recyceltem Plastik hergestellt wird. Und doch war ich noch nicht ganz zufrieden, denn Waschmittel kaufen wir auch sehr viel nach – mit zwei Kindern ist das sicherlich normal, dass man viel wäscht. Doch da geht noch mehr. Und so machte ich mich auf die Suche im Drogeriemarkt nach einem anderen Wege unsere Wäsche zu waschen. Waschnüsse? Nee, das war nix für uns…so bin ich dann auf das Eco-Egg gestossen. Das Wasch-Ei also, das die Wäsche genauso rein wäscht.

Natürliches Waschmittel: Eco-Egg

Auf meinem YouTube Kanal habe ich dieses Video hochgeladen – es ist eigentlich nur ein Zusammenschnitt aus den Stories, die ich damals auf Instagram geteilt habe. Im Video sieht man ganz deutlich, wie das Eco-Egg benutzt wird.

Eco Egg: Unsere Erfahrung

Also Stand heute haben wir in unseren acht Wochen Eco-Egg waschen tatsächlich schon 23 Wäschen gewaschen – das ist wahrlich nicht viel. Denn es bedeutet einfach, dass wir pro Woche knapp zwei Wäschen waschen. Nun muss ich dazu sagen, dass wir eine Doppel-Waschmaschine haben, die es uns erlaubt zwei Waschgänge gleichzeitig zu machen. In der großen Maschine wasche ich aktuell ausschliesslich mit dem Eco-Egg und in der Mini-Waschmaschine mit Color-Waschmittel von Ecover. Das Waschen mit dem Eco-Egg funktioniert wirklich einwandfrei. Man legt ihn einfach oben auf die Wäsche in der Waschtrommel und schon geht es los. Da das Wasch-Ei geruchlos ist, gibt es auch keinen Geruch an die Wäsche ab. Ich persönlich bin ja sonst großer Fan von Ariel gewesen – einfach deshalb, weil es mich an den Duft von zu Hause bei meinen Eltern erinnert. Gerüche sind für mich beim Wäschewaschen schon sehr wichtig und Waschparfüms habe ich zwar auch mal ausprobiert, aber bin nicht wirklich warm damit geworden. Zum Waschgang mit dem Eco-Egg kann man auch weiterhin Weichspüler geben, denn der Weichspüler verändert die Wirkung des Eco-Egg nicht. Weichspüler ist nun natürlich auch eine Massnahme zum Wäsche waschen, die nicht die nachhaltigste ist. Denn so durfte ich auch lernen, dass durch die Beigabe von Weichspüler noch mehr Mikroplastik aus der Wäsche herausgelöst wird und so wiederum in die Gewässer dieser Welt gelangt. Nun müsste ich mir also die Arbeit machen und mal ausrechen, wie umweltfreundlich und sparsam das Eco-Egg mit der Zugabe von Weichspüler – auch auf den Mikroplastik Aspekt – versus Wäschewaschen mit herkömmlichen oder gerne auch Öko-Waschmittel ist. Diese Arbeit habe ich mir aber nicht gemacht und frage mich daher auch, wer überhaupt sagt, dass etwas schwieriger oder nicht so leicht ist. Das Wasch-Ei erspart auf jeden Fall mehr Müll, denn ich hätte in diesen Wochen tatsächlich schon mindestens zwei Mal neues Waschmittel gekauft. Bisher haben wir es so gehandhabt, dass ich die Wäsche auch mal ohne Weichspüler gewaschen habe, dennoch muss ich ganz klar zugeben, dass mir diese „Geruchslosigkeit“ irgendwie nicht gefiel. Die Wäsche roch eben einfach nur nass. Den Weichspüler finde ich auch bei Handtüchern und Bettwäsche sehr schön, denn das Bügeln fällt mir dann viel leichter.

Fazit: Natürliche Waschmittel und Alternativen

Das Thema Waschen ist sehr komplex und die Aspekte Mikroplastik, CO2 und Ressourcenschonung sind hierbei nicht zu vergessen. Mehr zum Thema ökologische Waschmittel gibt es bei Utopia zu lesen. Wie bei so vielen Dingen, die ich mir nun durch die „Nachhaltigkeitsbrille“ anschaue, ist mir aufgefallen, dass viele Dinge sich natürlich leichter in Richtung Nachhaltigkeit, Klimafreundlichkeit und Plastikfreiheit, etc. ändern lassen, wenn man seine Komfortzone verlässt. Viele Dinge, die wir heutzutage habe, sind auch einfach bequemer und praktischer. Reisen zum Beispiel – mit dem Flugzeug ist es bequemer und schneller eine Strecke von Frankfurt nach Berlin wahrzunehmen. Beim Einkaufen ist es bequemer und einfacher die Lebensmittel zu kaufen, die der Supermarkt anbietet, anstatt alles nach den Labels „bio“, „öko“, „Demeter“, „regional“, etc zu durchsuchen. Ist die Reise zu mehr Nachhaltigkeit also einfach eine Reise weg aus der Bequemlichkeit? Der Mensch ist ja auch ein Gewöhnungstier und irgendwie kann man sich doch an alles gewöhnen, oder? Ich habe hier auf dem Blog aktuell viele Artikel in Vorbereitung, die das Thema Nachhaltigkeit und #ChanhgeIsNow genauer betrachten und immer wieder aufs Neue hinterfragen. Für mich und für uns – uns als kleine Familie. Wieso ich das alles mache? Weil ich neugierig bin und gerne verstehen möchte, ob eine Veränderung zu mehr Nachhaltigkeit machbar ist oder nur von Menschen ausgeübt werden kann, die viel Zeit haben. Ist Nachhaltigkeit ein Verzicht? Ist der Weg zu mehr Klimafreundlichkeit auch ein Rückschritt in unserer Entwicklung? Vielleicht ist es auch einfach ein Produkt unserer Wirtschaftsform. Diese Wirtschaftsform, die immer auf das Wachstum aus ist. Kann diese Wirtschaftsform überleben? Wie wir des in Zukunft aussehen? Denn zwei Aspekte sind wichtig für den Kapitalismus: Wachstum und Ressourcen. Eine der beiden Aspekte wurde früher als später aufgebraucht sein. Was dann? Wie können wir die Brücke zu dieser neuen Wirtschaftsform – von ich übrigens auch keine Ahnung habe, wie diese aussehen soll – schlagen?

Hast Du bereits Alternativen zum Wäsche waschen ausprobiert?

Immer wieder Samstags schreibe ich mehr zu Themen, die mich bewegen und die mal mehr über mich preisgeben – oder auch zum philosophieren einladen:

#SABINESSATURDAY

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