Yoga on the go

Yoga Asanas, die mir meine Reisen erleichtern und nach der Reise für Entspannung sorgen.

Schon oft wurde ich gefragt, wie ich die Reisen mit den Kindern so meistere. Meistens ist es natürlich so, dass es vor der Kamera – egal, ob im Bewegtbild oder doch für ein Foto – natürlich nur die „schönen“ Momente gibt.

Dennoch ist es auch bei mir nicht immer so entspannt – ich bin generell aufgeregt, wenn es um das Reisen geht. Ich reise zwar oft – und auch mit den Kindern – dennoch habe ich immer ein wenig Panik vorher. Keine Angst vorm Fliegen oder so, sondern einfach „Reisefieber“ also im wörtlichen Sinne – nur ohne die Temperatur. Also doch nicht so wörtlich. Ich werde wahrlich nervös und kann nicht wirklich den Überblick behalten.

 

Zur Entspannung finden

Eine der wichtigsten Dinge, die mir hilft, um dennoch etwas die Contenance zu wahren ist meine Atmung. Ich praktiziere Yoga schon sehr lange  seit 2001 um genau zu sein und bin daher auch wirklich sehr bewandert, wie ich meine Atmung zur Entspannung einsetzen kann.

Die tiefe Bauchatmung, die Kinder generell eher intuitiv nutzen, ist uns Erwachsenen oft verloren gegangen und hilft dennoch ungemein. Ein richtig tiefer Atemzug kann auch ganz leicht geübt und gelernt werden.

 

Die richtige Atemtechnik – so geht’s:

  1. Erstmal einen richtigen Stand finden, Füsse hüftbreit aufstellen oder wahlweise sicher und fest im Schneidersitz oder Fersensitz sitzen.
  2. Die Wirbelsäule aufrichten und vor allem darauf achten, dass der Kopf die Verlängerung der Wirbelsäule ist – dadurch ergibt sich eine Art Doppelkinn (aber nur ein leichtes).
  3. Die Schultern tief sinken lassen – so als wolle man die Schulterblätter in die Hosentaschen stecken.
  4. Beim einatmen am besten tief durch die Nase direkt in den unteren Bauch einatmen.
  5. Die Luft also von unten nach oben in den Körper bringen – also zuerst in den Unterbauch, dann den Oberbauch und ganz am Ende in die Lungen.
  6. Beim Ausatmen nicht alle Luft auf einmal und hektisch entweichen lassen, sondern weich und konzentriert die Luft wieder umgekehrt, wie sie reinkam rauslassen: also zuerst Luft aus der Lunge, dann dem Oberbauch und am Ende dem Unterbauch. Dabei zieht der Bauch sich ein.
  7. Ein bewusster Atem ist viel wichtiger – also zu wissen, wo die Luft hingeht – als die Luft überall hinkommen zu lassen.

Wenn Du es nicht gleich schaffst, dann üb gleich am Abend nochmal. Und immer langsam, nach dem eigenen Tempo und völlig ohne Druck. Das ist sowieso das Motto von Yoga: folge Deinem Körper und er folgt Dir.

 

Vorbild sein

En weiterer wichtiger Punkt für eine entspannte Reise ist auch die innere Haltung. Diese wird sicherlich auch durch den Atem gestützt, dennoch muss man das auch erstmal bewusst machen.

Jede Mama und jeder Papa weiss, dass Kinder seht gut spüren, wie die Eltern grad wirklich denken und fühlen, auch wenn sie es nicht zeigen. Also auch wenn die Eltern nicht zeigen, was wirklich los ist. Daher versuche ich innerlich entspannt zu sein und das auch nach aussen zu tragen. Ja, meine innere Angespanntheit ist nicht immer komplett zu überdecken, aber ich erzähle dann vor allem Geschichten und verhelfe meinen Kindern somit das Gesehene zu verarbeiten.

Geschichten erzählen war und bleibt für immer meine Stärke – und das beste daran: es beruhigt mich auch selbst.

 

Asanas für eine entspannte Ankunft

Nach der Reise ist vor der Reise – ist klar, oder? Das sagt zumindest meine Mama immer und damit hat sie vollkommen recht.

Nach dem Flug – und endlich im Urlaub oder dem Ankunftsziel – ist der Urlaub jedoch noch lange nicht vorbei oder beginnt auch erst grad. Daher ist die Ankunft auch wichtig, um sich wieder neu „einzustellen“ und weitermachen zu können.

Mein Lieblingsasana ist die Position des Kindes (Balasana). Diese Yoga Position stellt mich wieder auf und erdet mich zugleich. Ich bin generell ein eher aufgeregter Typ und brauche daher erstmal etwas Ruhe, um wieder voll durchstarten zu können.

Direkt nach der Kindsposition gehe ich noch in den herabschauenden Hund (Adho Mukha Svanasana) und versuche so wieder genug Kraft zu sammeln. Vor allem durch das Tragen der Kinder – wenn ich alleine mit den Kids reise, habe ich die kleine Kaiserin in der Trage angeschnallt und Junior läuft, aber genauso oft braucht er auch Hilfe oder will hochgenommen werden – brauche ich wieder Kraft im Rücken.

Die Position des herabschauenden Hundes lässt auch viel Raum und Möglichkeit sich richtig zu strecken und zu recken. Man kann dann richtig die Beine treten lassen so als ob man auf der Stelle tritt oder Treppen steigt. Die Arme und der Rücken bleiben dabei stark und lassen so zu, dass die Wirbelsäule mal den Druck des eigenen Körpers genommen bekommt und wieder genug Raum und Platz für die Wirbel hat.

 

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