Singapore im Anzug

Die Nachfrage über meine Kindheit und eigentlich meine Vergangenheit ist weiter ungebrochen und so möchte ich gerne teilen.

 

Gelebt habe ich als Kind in mal in Tokyo – in Japan. Nachdem ich im Austauschjahr in den USA wirklich gemerkt habe, dass ich generell unter Fernweh leide, war es schon klar, dass auch mein Studium sicher nicht an einer Uni in Deutschland stattfinden wird. Mein Studium habe ich in Den Haag absolviert und bin als Teil meines Studiums auch in Dubai gewesen. Dort habe ich sechs Monate gelebt und gearbeitet. Wobei gearbeitet und gelebt es wohl besser trifft.

Mein letztes Praktikum im Studium führte mich nach Singapore. Die Löwenstadt in Südostasien, die seither meine Lieblingsstadt ist.

 

Singha – der Löwe

Sanskrit ist die Herkunftssprache. Singha steht für Löwe und Pura für Stadt. Die Löwenstadt – herrlich schön, oder?

Die Stadt, die sich den Löwen als Symbol ausgesucht hat. Singapore ist für mich persönlich auch eine besondere Stadt. Sie ist das Tor nach Asien – Asia Light irgendwie, denn hier ist vieles wirklich westlich und somit noch „gut verträglich“ für jemanden, der noch nie in Asien war. Die unterschiedlichen Stadtteile lassen einen jedoch einen guten Einblick in die asiatische Kultur (die es ja per se gar nicht gibt, da es so viele Länder umfasst) gibt: China Town, Little India, Arab Street, Bugis, Orchard Road, Central Business District (CBD), Sentosa, Marina City, Geylang, Changi (dort ist auch der beste Flughafen der Welt), The Quays, Katong, East Coast und der Colonial District.

 

Singapore ist vielfältig, bunt, lebendig und sehr offen. Es gibt so viel zu entdecken und wer neugierig ist, wird diese Stadt lieben – nicht nur aufgrund ihrer modernen Gebäude, sondern auch wegen den Menschen. Jede Stadt ist von den Menschen, die in ihr leben geprägt und in Singapore merkt man, dass Kultur- und Religionsvielfalt sehr wohl gut miteinander auskommen und perfekt harmonieren. Eine Stadt, die für viele Städte Vorbild sein sollte.

 

Wie lebt man in Singapore?

Als Stadt ist Singapore sehr modern und so sind auch die Wohnungen sehr modern oder doch traditionell. Was genau ist traditionell in Singapore? Für mich sind es die HDB Häuser – das sind die Häuser, die von der Stadt gebaut wurden. Die meisten bestehen aus etlichen Wohnungen, die dann wiederum von Einwohnern gekauft oder direkt von der Stadt gemietet werden. Es gibt quasi einen Zuschuss für den Kauf.

Ich wohnte damals bei einer Singaporeanerin, die chinesische Wurzeln hatte – dies ist noch recht häufig, denn die meisten Singaporeaner haben chinesische Wurzeln. Auch das Leben ist sehr gemischt – und wie bereits weiter am Anfang im Text erwähnt, gibt es in Singapore viele Nationen, die auch genauso viele Traditionen mit in die Stadt einbringen.

Das Leben in Singapore war für mich sehr ereignisreich – ich habe über eine Facebookgruppe eine Gruppe von gleichaltrigen Praktikanten, Studenten, Austauscharbeitern kennengelernt. Es waren Deutsche in Singapore und so war dieser Einstieg ein guter. Da ich noch bei meiner Vermieterin wohnte, hatte ich aber den Blick auf die lokalen Ereignisse und war nicht nur als „Expat“ dort. Dies fand ich eine schöne Kombination, denn so zeigte sie mir zum Beispiel typisches Essen und wir besuchten typische Märkte, die wir als „Deutsche in Singapore“ sonst sicher nicht gesehen hätten.

Das Leben in Singapore ist ein Gutes und ich muss es auch mit Dubai vergleichen – auch wenn es sicher schon regional und klimatisch völlig anders ist. Die Stadt lebt von Menschen, die etwas geschaffen haben, viel und motiviertet auf ihre Ziele hinarbeiten und sehr gut miteinander umgehen.

Ähnlich wie auch in der Schweiz leben Menschen, die in Stadtstaaten und auch kleineren Ländern leben – meiner Meinung nach – viel harmonischer miteinander zusammen. Das macht alles viel lebenswerter.

Wie oft lese ich in Deutschland – oder höre es im Radio oder Fernsehen – dass Menschen in Deutschland wieder ehrlicher und offener miteinander umgehen sollten. Mehr miteinander statt gegeneinander. Ein „Wie geht es Dir“ auch mal wieder ernst meinen. Ganz ehrlich: da frage ich mich, wo wir denn hingekommen sind. Meiner Meinung nach sind die meisten Deutschen dafür einfach viel zu versteift – sorry, wenn ich das so sage (ich bin ja auch Deutsche) – und so kommt es oft, dass wir nicht offen aufeinander zugehen. Deutschland ist auch ein Land der Neider und der Missgunst: man vergleicht sich gerne und hinterfragt das Gegenüber oft auch nur, um für sich selbst zu wissen, dass man besser dasteht. Das macht mit traurig und ich finde, dass wir das abstellen sollten. Es ist einfach blöd.

 

Singapore als moderne Stadt

Singapore ist definitiv „Asia Light“ – zumindest für mich. Alles ist schön und einfach zu erreichen. Mit Geld kann man in Singapore viel erleben und die tropische Hitze machen diese Stadt zu einer besonderen und sehr beeindruckenden Stadt.

Es gibt in Singapore jedoch auch Zeiten, die nicht so schön sind: die Regenzeit zum Beispiel. Ich erinnere mich noch einen Tag: ich war grad auf dem Weg zur Arbeit und es regnete so stark, dass sogar mein Schirm nicht mehr richtig standhalten konnte. Dann kam ein Bus – eigentlich gar nicht so nah am Bürgersteig entlang gefahren und ich war einfach nur nach – naja, meine ganze Hose. Ich war tatsächlich aufgeschmissen. So musste ich dann noch früh am Morgen in die Shopping Mall, die gleich gegenüber von unserem Büro war und mir ein neues „unten“ Outfit besorgen.

 

Kennst Du Singapore?

 

Immer wieder Samstags schreibe ich mehr zu Themen, die mich bewegen und die mal mehr über mich preisgeben – oder auch zum philosophieren einladen:

#SABINESSATURDAY

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