Japanreisebericht: Akasaka, Shinjuku, Shibuya

Auch in Tokyo regnet es mal. Diesmal zeige ich, wo ich als kleines Kind mal gelebt habe, was wir in Shinjuku gemacht haben und wieso auch Regentage in Tokyo ganz anders sind als zu Hause.

Grad gestern waren wir also noch im Disneyland in Tokyo und ich kann es wirklich nur empfehlen unter der Woche einen Freizeitpark zu besuchen. Für uns war der Dienstag perfekt.

Von Mittwoch bis Sonntag waren wir also noch Tokyo und hatten mehr Zeit diese Stadt zu sehen, zu erleben und hinter die Kulissen zu schauen.

Akasaka TravelMemories BineLovesLife

Ab nach Hause – Akasaka ich komme!

Als Kind habe ich in Japan gelebt. In Tokyo. Tokyo ist Japan – irgendwie und irgendwie auch nicht. Diese Stadt – die Hauptstadt von Japan – ist so viel mehr und zeigt doch nicht alles von ihrem Land. Doch nun möchte ich nicht auf die Unterschiede von Tokyo und Japan oder Japan und Tokyo eingehen, sondern auf unseren Tag.

Mittwoch und wir hatten geplant nach Akasaka zu fahren. Dort, wo ich als Kind gelebt hatte. Dort, wo ich den Bus zur Schule genommen hatte. Mit fünf Jahren bin ich in Tokyo angekommen und bin dort auch zur Schule gegangen. Eine deutsche Schule, jedoch eine schöne Erinnerung.

Ich war also aufgeregt. Bin es sogar jetzt noch, wenn ich diesen Text schreibe. Eine besondere Begebenheit ist es doch immer, wenn man einen Ort besucht, den man aus der Kindheit kennt und diesen Ort wirklich lange nicht besucht hat. Ich habe natürlich noch Erinnerungen an meine Kindheit. Auch an die Zeit in Tokyo. Doch diese Erinnerungen sind Bruchstücke, kleine Szenen oder Ausschnitte, die nicht alles preisgeben. Oft auch aus dem Kontext gerissen, denn so sind kindliche Erinnerungen nun ein mal. Mein Wunsch war es immer, dass ich Tokyo als Erwachsene noch mal mit meinen Eltern besuche. So hatte ich mir das vorgestellt – damit ich auch alles besser verstehe und erkenne und vor allem sehen kann. Doch meine Eltern – auch wenn sie sehr oft reisen (hier gibt es mehr darüber zu lesen) – hatten diesmal keine Zeit und haben sich das sicherlich auch anders vorgestellt. Denn sind wir doch mal ehrlich: wir machen Urlaub als Familie sehr entspannt: schlafen aus, lassen uns treiben und gehen auch sehr auf die Kinder ein. Meine Eltern haben da sicherlich andere Vorstellungen. Dennoch bin ich mir sicher, dass es bald mal die Möglichkeit geben wird, dass ich Tokyo mit meinen Eltern erleben darf.

Doch zurück zu unserem Tag. Wir starteten also an unsere MRT Station Kita-Sando und auf ging es nach Akasaka. Junior bestaunte seit Tag ein die vielen Automaten in den U-Bahn Tunneln und so war heute der Tag für ein Eis. Denn Eis kann man nie genug haben, oder? Ich bin ja eher Fan von den Zitronengetränken und so waren wir schon mal wieder etwas mehr Kleingeld los.

Nach der Fahrt ging es zuerst zum Minato City Hitotsugi Park. Dort gab es einen Spielplatz. Und auch, wenn es auf den Fotos sehr düster oder grau aussieht: es war unendlich warm und sehr feucht. Das typische Wetter eben in Tokyo im Herbst. Regen war natürlich auch nicht mehr fern, aber davon wussten wir noch nichts.

Auch der Spielplatz im Minato City Hitotsugi Park war typisch – also ich sage typisch, weil ich es so auch als meine Kindheitserinnerung im Sinn habe – für Tokyo, denn der Sand war schwarz. Schön also, dass die kleine Kaiserin weiße Schuhe anhatte.

Capsule Hotel Akasaka BineLovesLife
Ein Capsule Hotel, das es bereits 1989 in Tokyo gab – muss ich zeigen, oder?
Akasaka BineLovesLife

Weiter ging es danach für einen kurzen Snack auf die Hand Richtung der Wohnung, wo ich mit meinen Eltern gewohnt hatte.

Am Ende der Straße wirst Du eine Feuerwehrstation sehen. Und die Strasse kommt Dir bestimmt viel kleiner vor.

Das waren die Sätze, die mir noch im Kopf nachhallten vom Gespräch mit meinen Eltern. Und dann kamen wir immer näher und ich wollte den Weg unbedingt vorgehen, denn ich fragte mich, ob ich mich erinnern würde.

Näher an der Straße entdeckte ich die Feuerwehrstation und die winzige Straße – ja, winzig, denn sie war wirklich viel kleiner als damals. Nein, das hat wirklich nichts damit zu tun, dass ich damals ein Kind war *grins*. Und nein, das hat auch wirklich nichts damit zu tun, dass ich schon lange nicht mehr in Tokyo war. Ehrlicherweise muss ich aber auch gestehen, dass die Straße wirklich tausendmal kleiner war und ich mich die ganze Zeit gefragt habe, wie es wohl für unsere Kinder in der Zukunft sein wird, wenn sie wieder zu den Orten aus ihrer Kindheit zurückkehren.

Läuft mal die steile Straße weiter hoch, muss man automatisch auch nach links laufen und danach wieder scharf rechts in eine weitere steile Straße einbiegen. Wir waren auf dem Weg zum Hikawa Shrine. Dort ist meine Mama mit meinem Bruder und mir oft hingegangen. Ein sehr ruhiger Park, der gleich nebenan liegt, bietet sogar einen kleine Spielplatz für die Kinder. Als mein Mann und ich hier waren, waren wir wirklich überrascht, wie ruhig es hier ist. Mitten in Tokyo und auf dem Weg raus aus dem kleinen Park zur Straße wurde es wieder laut. Unfassbar.

Wir wollten noch ein wenig weiter durch diesen Teil Tokyo’s schlendern und sind ein dann irgendwann im Hinokicho Park gelandet. Leider war der größte Teil des Park, der auch einen Spielplatz beherbergt grad im Bau, daher liefen wir nur durch und genossen die feuchte, schwüle Spätherbsthitze in Tokyo.

Akasaka Area Map BineLovesLife

Direkt hinter dem Park liegt das Tokyo Midtown – eine Art Mall. Sehr westlich, sehr gehoben und meiner Meinung nach irgendwie gar nicht Japan oder Tokyo. Ich bin eben doch so gestrickt, dass ich im Ausland auch Ausland haben will. Ja, mich stört es auch nicht, wenn ich die Einzige bin, die Englisch spricht oder anders gesagt mich keiner versteht. Dennoch war das Tokyo Midtown ein bisschen lahm – wie gesagt meiner Meinung nach.

Auf der anderen Seite aus der Mall raus, waren wir direkt bei Roppongi. Dort mussten wir hin, denn direkt auf den Roppongi Hills gibt es Maman zu sehen. Nicht irgendeine Maman, sondern das Kunstwerk von Louise Bourgeois. Die knapp neun Meter hohe Spinne trägt neun Marmorier in ihrem Beutel und ist ein Kunstwerk, das Louis Bourgeois als Hommage an ihre eigene Mutter errichtet hat.

Roppongi Hills Tokyo BineLovesLife

Für die Kinder war das Kunstwerk sehr witzig anzusehen und wir waren auch beeindruckt über die Größe. Unser Ziel war nun aber nicht die Spinne, sondern ein Spielplatz ganz in der Nähe, der eher versteckt ist: bunte Rutschen und viele Roboter warten auf dem Spielplatz auf die Kinder.

Roppongi Hills Playground BineLovesLife

Mittwoch – hier waren wir:

MRT Akasaka: 5-chōme-4 Akasaka, Minato City, Tōkyō-to 107-0052, Japan

Hitotsugi Park (schöner Spielplatz): 5-chōme-5-番 26 号 Akasaka, Minato City, Tōkyō-to 107-0052, Japan

Hikawa Shrine: 6-chōme-10-12 Akasaka, Minato City, Tōkyō-to 107-0052, Japan

Hinkicho Park: 9丁目-7-7 Akasaka, Minato City, Tōkyō-to 107-0052, Japan

Tokyo Midtown: 9-chōme-7-1 Akasaka, Minato City, Tōkyō-to 107-0052, Japan

Roppongi Hills: 6-chōme-11-1 Roppongi, Minato City, Tōkyō-to 106-6108, Japan

Sakurazaka Park (Spielplatz mit bunten Rutschen): 6-chōme-16-46 Roppongi, Minato City, Tōkyō-to 106-0032, Japan

Shinjuku – Regen kann uns nix!

Der Donnerstag fing leider sehr wechselhaft an und wir wussten nicht genau, ob es regnen würde oder nicht. Natürlich hatten wir noch einen Joker in der Hand, den wir jedoch für Freitag aufheben wollten, denn da sollte es wirklich den ganzen Tag regnen.

Ja, auch wenn ich mir die Bilder grad anschaue, sehe ich wie oft wir doch in Tokyo Regen hatten, dennoch haben wir es damals gar nicht als so einschränkend empfunden. Wahrscheinlich auch, weil man in Tokyo auch viel bei Regenwetter machen kann. Da es auch sehr warm war – knapp 20 Grad – war es sowieso nicht so richtig ungemütlich. Nur nass, eben.

Zuerst suchten wir einen Spielzeugladen, denn wir wollten ein bisschen mehr in die japanische Spielzeugwelt eintauchen. Doch wir konnten den Laden nicht finden und dann fing es auch wieder an richtig zu schütten. Somit gingen wir gleich zu Alice. Alice in Magical Land ist ein Restaurant im Stil von Alice im Wunderland. Alles war in der Nähe der MRT Station Shinjuku und somit fussläufig. Dennoch nicht zu unterschätzen, denn die MRT Stationen sind so groß und riesig, dass sie manchmal wirklich wie eine unterirdische Stadt wirken.

Alice in Magical Land Tokyo Shibuya BineLovesLife

Das Mittagessen im Alice in Magical Land war wirklich lecker. Das Essen war zum Anbeissen angerichtet und wir hatten noch Spaß daran uns mit Hasenohren zu verkleiden. Das Interieur des Restaurants macht eben wirklich viel auf. Kleine Anmerkung: das Essen ist eher westlich und somit kein typisch japanisches Essen.

Da es nach dem Essen immer noch regnete und die kleine Kaiserin im Kinderwagen eingeschlafen warm, nutzten wir die Möglichkeit ein wenig Flanieren oder Window-Shopping zu gehen. Das machen wir – vor allem ich – sehr gerne. Wir schlenderten so durch das Isetan – ein sehr typisch japanisches Kaufhaus.

Irgendwann wachte auch die kleine Kaiserin wieder auf und Junior bekam eine Spielpartner in der Spielzeugabteilung – hier muss ich sagen, dass es im Isetan sogar eine separate Spielecke (nein, sogar vier Spielecken) mitten in der Kinderabteilung gab. Daher war das Spielen gerne gesehen.

Mittlerweile hatte sich die Sonne auch wieder stark gemacht und wir konnten wieder rausgehen. Es war Zeit für Kaffee und einen Snack und ich liebe ja die japanische Patisserie. Nicht irgendwie wegen dem Grüntee, sondern wegen der Perfektion. Aber die Bilder sprechen da sicher mehr Bände.

Gegenüber vom Isetan fand wir – eigentlich per Zufall – den Q-Court. Eine Dachterasse, die wie ein kleiner Park angelegt war und somit genug Raum für die Kinder zum Spielen und Rennen gab.

Nun waren wir uns auch sicher, dass wir doch noch heute die Aussicht über Tokyo nutzen wollten. Da scheiden sich die Geister, wie und wo man sich die Skyline anschauen soll. Unser Tipp kommt von meiner Mama, denn das Tokyo Metropolitan Government Office ist ein Hochaus, welches den kostenfreien Besuch erlaubt. Man sieht Tokyo auch von oben.

Da wir noch warten wollten, bis es richtig dunkel war, spazierten wir erst noch durch den Shinjuku Chuo Park, der gleich noch einen grandiosen Spielplatz bereithielt. Mir haben dort nicht nur die schöne Spielgeräte für die Kinder gefallen, sondern auch die öffentlichen Toiletten, die einfach nur wunderschön fröhlich aussehen.

Tokyo Skyline by Night BineLovesLife

Donnerstag – hier waren wir:

Alice in Magical Land (Mittagessen): Japan, 〒160-0023 Tōkyō-to, Shinjuku City, Nishishinjuku, 1-chōme−5−1 新宿西口ハルク B3

Isetan (Shopping – oder eher Nase platt drücken): 3-chōme-14-1 Shinjuku, Shinjuku City, Tōkyō-to 160-0022, Japan

Q-Court (Rooftop Garden): 3 Chome-30-13 Shinjuku, Shinjuku City, Tokyo 160-0022, Japan

Tokyo Metropolitan Government Office: 2 Chome-8-1 Nishishinjuku, Shinjuku City, Tokyo 163-8001, Japan

Shinjuku Chuo Park (grandioser Spielplatz): Japan, 〒160-0023 Tokyo, Shinjuku City, Nishishinjuku, Unnamed Road, 2丁目-10

Shibuya Tokyo mit Kindern BineLovesLife

Shibuya im Regen & Tokyo Dome

Da wir bereits am Sonntag Tokyo verlassen wollten – denn unser Urlaub war nicht nur für die Hauptstadt Japan’s angesetzt – mussten wir auch nochmal zum JAF (Japanese Automobile Federation). Nur dort würden wir den japanischen Führerschein bekommen – den internationalen Führerschein kann man in Japan stecken lasse, denn den akzeptiert keiner. Über das Thema Führerschein in Japan hatte ich bereits vor zwei Jahren geschrieben, als wir auf Hochzeitsreise in Japan waren. Dies ist der Link zum Thema Führerschein in Japan.

Das JAF sitzt in Tokyo in der Nähe der MRT Hamamatsucho. Das Wetter war leider völlig öde und es regnete wie verrückt. Dafür konnten wir somit den Blick besser am Boden lassen und haben uns an den schönen Gullideckeln erfreut.

Der Führerschein musste jedoch am Nachmittag wieder abgeholt werden und wir wollten bei Regenwetter nicht draussen bleiben, also ging es ab nach Shibuya.

Shibuya ist vielen bekannt als die geschäftigste Kreuzung in Tokyo. Bilder haben sicher alle schon mal gesehen und wir konnten nun auch eins machen. Draussen auf der Kreuzung standen wir nun aber doch nicht, aber wie sagt man so schön? Man soll ja auch immer einen Grund haben, um zurückzukehren.

Auch wenn es in Tokyo regnet, finde ich – wie bereits erwähnt – dass die MRT Gänge und unterirdischen und überdachten Möglichkeiten wirklich einzigartig sind und man eigentlich gar nicht rausgehen braucht. Wir haben dann sogar entdeckt, dass es fast an jeder MRT Station einen Stempel mit Stempelkissen gibt. Das alles ist kostenfrei und somit stempelten wir draus los. Irgendwann wurde das dann aber auch langweilig und wir zogen unseren Joker: ein Indoorspielplatz.

Asobono Indoor Spielplatz BineLovesLife

Ich formulier es mal ganz sachlich: also im Vergleich zu diesem Indoorspieplatz stinken die Indoorspielplätze, die ich aus Deutschland kenn, echt ab.

Anmerkung der Redaktion: okay, sie kann nicht mehr neutral bleiben. Sie liebt Tokyo und Japan.

Mein Mann hatte diesen bereits vorab mal rausgesucht und ich sage nur so viel: drei Stunden waren deutlich zu wenig, denn die Kids waren nicht rauszubekommen. Wir blieben daher dann doch bis zum Ende und direkt nebenan gab es noch einen Foodcourt in dem ich auch mein Lieblingsessen entdeckte. Ich kannte die Rice Bowls schon vom sehen, hatte aber noch keine probiert, daher ist es also ein neues Lieblingsessen von mir.

Der Indoorspielplatz liegt gleich neben dem Tokyo Dome – wir liefen nur daran vorbei. Sicherlich ist das mal etwas für uns, wenn die Kinder größer sind.

Freitag – hier waren wir:

Hamamatsucho (Japanischer Führerschein): 2-chōme-2-17 Shiba, Minato City, Tōkyō-to 105-0014, Japan

Shibuya Station: Shibuya City, Tokyo, Japan

Asobono (Indoor Spielplatz): 1 Chome-3-61 Koraku, Bunkyo City, Tokyo 112-0004, Japan

Shinjuku Gyoen TravelTuesday BineLovesLife

Grüne Lunge mitten in Tokyo & viele Farben – Shinjuku & Harajuku

Und dann war Wochenende – endlich Wochenende. Wobei im Urlaub ist Wochenende irgendwie jeden Tag und manchmal ist Wochenende auch nicht so gut im Urlaub. Denn dann haben manche Attraktionen geschlossen oder es ist sowieso zu überfüllt, weil auf einmal auch alle anderen frei haben.

Aber darüber wollte ich gar nicht schreiben. Denn diesmal war es also Wochenende. Unser erster richtiger Samstag in Tokyo (ähem, wir ignorieren mal, was hier letztes Wochenende passiert war). Und obwohl die letzten zwei Tage verregnet waren, so war es nun noch besonders schön, dass wir nochmal Sonne hatten.

Sie strahlte und die feuchte Luft der vergangenen Regentage machte die Luft heiss, schwül und auch drückend. Also nichts wie ab in den Park: nach Shinjuku. In den Shinjuku Gyoen Park. Ein Park, der auch Eintritt kostet und besonders schön ist, weil er so abwechslungsreich ist.

Nach dem Park lechzten wir nach Suppe. Echter, leckerer, japanischer Suppe. Ja, auch wenn es heiß draußen ist, ist Suppe lecker. Wobei ich mich auch gefragt habe, ob das mit Ramen in Japan im Sommer so wie mit Fondue in der Schweiz ist? Dort ist es nämlich so, dass man eigentlich kein Fondue im Sommer isst, außer eben man ist Tourist.

Na sagen wir mal so: wir waren nicht die einzigen Gäste im Su Mi Tei. Dort war es herrlich lecker, sehr authentisch und die Kinder haben es auch geliebt.

Nach dem Essen ging es wieder ein bisschen spazieren – die kleine Kaiserin schläft dann meistens ein und wir können ein wenig mehr von der Stadt sehen. Es ging weiter zum Nikoniko Park, denn dort wollten wir ein wenig im Schatten mit den Kindern spielen.

Der Spielplatz ist sehr groß, kostenpflichtig und schön unter Bäumen. Wir konnten also etwas abschalten und dann konnten die Kinder schön spielen. Das war richtig entspannend. Als es dann gegen 17 Uhr war, sind wir weiter wieder Richtung Harajuku gefahren, denn abends fanden wir das am Schönsten. Der Plan wat zumindest, dass wir Richtung Harajuku fahren. Effektiv war es dann aber so, dass wir gelaufen sind. Durch die Straßen geschlendert und die Stadt noch mehr kennengelernt. Das passiert vor allem auch, weil es einfach ein schönes Gefühl ist, sich treiben zu lassen.

Irgendwann wurde es dunkel – meist gegen 18 Uhr – und wir kamen näher. Wir wollten bereits am ersten Abend (Anmerkung der Redaktion: dritten Abend, denn wir hatten ja die ersten 18 Stunden verpennt) ins Kawaii Monster Cafe, waren jedoch zu früh und der Jetlag schlug zu. Nun war es aber so weit und wir waren bereit für die volle Dröhnung.

Kawaii Monster Cafe BineLovesLife

Das Cafe an sich ist eigentlich ein Restaurant und da man verzehren muss, zeitlich gebunden ist, wird man sich auch bewusst, dass es ein Hype ist, der sich lohnen muss. Das soll nicht abwertend klingen, dennoch fand ich das interessant. Das Interieur ist wirklich wahnsinnig eingerichtet. Bereits bei der Rezeption – ja, es gibt eine Rezeption – an der man sich schon entscheiden muss, in welchem Bereich man sitzen möchte. Wir haben uns für einen großen Tisch entschieden und wussten, dass wir dann sowieso viel herumlaufen würden. Und so machen das auch alle andere Gäste im Restaurant: herumlaufen und die Eindrücke auf sich einprasseln lassen. Fotos machen bis zum Abwinken und sich wirklich berauschen lassen. Die Kellnerinnen sind auch sehr interessant gekleidet gewesen und da es Halloween war, war das Make-Up und die Aufmachung eher gruselig. Für die kleine Kaiserin war es deshalb etwas freaky, Junior jedoch war total in seinem Element.

Ich glaube, dass man einfach mal hingehen sollte – es ist ein Gag und mit Kindern definitiv ein toller Tagespunkt.

Nach dem Essen liefen wir noch durch die Straßen von Harajuku und staunten. Hier gab es das „typische“ Tokyo zu sehen, was wir in Deutschland auch oft in den Medien wahrnehmen und vorgehalten bekommen. Dennoch weiß ich aus, dass Tokyo viel mehr ist, als nur diese kitschige oberflächliche und teilweise sehr abgedrehte, bunte Welt.

Samstag – hier waren wir:

Shinjuku-Gyoen (Park): 11 Naitomachi, Shinjuku City, Tokyo 160-0014, Japan

Su Mi Tei (Mittagessen): 4-chōme-19-14 Sendagaya, Shibuya City, Tōkyō-to 151-0051, Japan

Meijijingu Gaien Nikoniko Park: 1 Chome-7-5 Kitaaoyama, Minato City, Tokyo 107-0061, Japan

Harajuku: wir liefen durch das ganze Viertel, daher kann ich gar nicht nur einen einzigen Ort markieren.

Kawaii Monster Cafe (Abendessen): Japan, 〒150-0001 Tokyo, Shibuya City, Jingumae, 4 Chome−31−10 YMスクエア 4F


Nächste Woche geht es weiter mit unserer Abreise aus Tokyo und der Fahrt raus aus der Stadt Richtung Süden.

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