108 Sonnengrüße

Viel zu lang schon ist es her, dass ich mal wieder etwas über Yoga geschrieben habe. Dieser Post soll das nun ändern.

 

 

Mein Yoga Erlebnis ist für mich eine Sache, die ich am liebsten mit mir ausmache. Dennoch liebe ich meinen Blog auch sehr und bin so froh, dass er Dir auch so gut gefällt. Grad erst ist er ein Jahr geworden und ich freue mich immer sehr, wenn Kommentare hier auf dem Blog oder auch auf Facebook dagelassen werden. Dieser Austausch ist mir wichtig und zeigt mir, genau wie beim Yoga, wie es so läuft.

Läuft es beim Yoga zum Beispiel nicht so gut, dann meldet sich mein Körper recht schnell. Verspannungen und auch einfach ein Schwächegefühl zeigen mir immer, dass Yoga dann nicht das Richtige ist. Mit der Zeit bin ich auch feinfühliger geworden, ja, wirklich verstehen tue ich meinen Körper mit Yoga. Ich merke Dinge früher und habe generell ein sehr gutes Körpergefühl. Dies hilft auch, wenn man zum Beispiel an die einfachen Dinge, wie die Haltung denkt.

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Haltung bewahren

Ja, und das war auch der Grund wieso ich mit Yoga angefangen habe. Meine Haltung. Meine Haltung ist sicherlich immer noch nicht die beste, dennoch ist sie um ein vielfaches besser, seit dem ich mit Yoga begonnen habe. Auch familiäre Hintergründe, die Rückenprobleme, die einen einfach im Alter ereilen, erhoffte ich mir so etwas hinauszuzögern. Natürlich weiß ich auch, dass es auch viele erbliche Faktoren gibt und bin dennoch von der positiven Wirkung von Yoga überzeugt.

Vor knapp fünf Jahren war ich sogar in einem richtigen „Yoga-High“, wie ich es mal bezeichnen würde. Denn ich bin regelmäßig zum Yoga gegangen – vier bis fünfmal die Woche und dann auch noch am Wochenende.

Mittlerweile ist es jedoch eher nur zweimal die Woche drin. Tagsüber habe ich genügend Zeit dafür und manchmal mache ich auch erst am Nachmittag Yoga, wenn Junior wieder zu Hause ist. Er findet die Bewegungen zu lustig und macht mit. Oder lacht auch über Mama.

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Die Bedeutung der Sonnengrüße

Vor ein paar Wochen gab es bei uns auf der Hafeninsel ein öffentliches Yoga-Happening. Das Yoga Studio Samana Yoga veranstaltete gemeinsam mit dem Offenbacher Stadtmagazin Mut und Liebe den gemeinsamen Yoga-Abend. Jeder durfte kommen und jeder durfte mitmachen.

Die Matten mussten zwar selbst mitgebracht werden, aber die meisten Yogis und Yoginis haben ja mindestens eine. Ich konnte zum Beispiel meine Nachbarin noch spontan überreden mitzukommen und habe ihr eine meiner Matten angeboten.

Da sich das Yoga an diesem Tag lediglich auf die Sonnengrüße bezog, war auch wirklich jeder in der Lage teilzunehmen.

Die Sonnengrüße sind das morgendliche Yoga Ritual eines Yogis, um den Tag und somit die Sonne zu grüßen mit den Übungen wird das Auf- und Untergehen der Sonne symbolisiert. Diesen Sonnengruß haben wir dann 108-mal durchgeführt.

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Wieso 108?

In der Yoga Philosophie glaubt man, dass die 108 Sonnengrüße die Wahrnehmung des Menschen am besten wiedergeben.

Wie kommt man auf die Zahl 108? Das ist eigentlich eine ganz einfache Rechenaufgabe:

Folgende Faktoren werden in die Rechnung mit einbezogen:

6 Sinne

3 Wertungen dieser Sinne

2 Positionen der Gefühle

3 Zeiten

 

Und rechnen tut man das ganze so:

„6 Sinne“ x „3 Wertungen“ = „18 Gefühle“

„18 Gefühle“ x „2 Positionen“ = „36 Arten“

„36 Arten“ x „3 Zeiten“ = 108

 

Nun zu der Erklärung:

6 Sinne

Ganz einfach es gibt sechs Sinne, die man kennt: Hören, Fühlen, Schmecken, Riechen, Sehen und den sechsten übersinnlichen Sinn.

3 Wertungen

Alles, was von außen zu uns dringt wird durch die sechs Sinne gefiltert und unterschiedlich wahrgenommen. Zu jedem Sinn geben wir unbewusst eine Wertung ab. Ich finde es angenehm, neutral oder unangenehm.

So ist man dann bei 18 Gefühlen, die man maximal haben kann. Selten jedoch gleichzeitig.

2 Positionen

Diese Gefühle können zwei Positionen beziehen: sie können anhaften oder nicht anhaften. Bestimmte Gefühlszustände lassen wir einfach gehen und andere haften uns länger an.

Somit ist man bei 36 Arten von Gefühlszuständen

Alles wird zusätzlich noch in dem Zeit-Kontext gesetzt – die 3 Zeiten

Drei Zeiten, denn ich kann die Gefühle in der Vergangenheit, der Gegenwart oder der Zukunft wahrnehmen, äußern oder gar an mich heran lassen.

Insgesamt ergibt es dann die Zahl 108. Mit den 108 Sonnengrüßen möchte der geübte Yogi sich Zeit nehmen und sich seiner selbst, seinen Gefühlen und den Ausprägungen davon bewusst werden.

Im Yoga sind die Köperübungen, die auch als „Asanas“ bezeichnet werden auch immer eine Kopfarbeit. Natürlich für Anfänger oft noch nicht wahrnehmbar, aber umso häufiger man Yoga praktiziert, umso feinfühliger wird man und kann sich durch die Asanas bewusst werden, was im Körper los ist und was somit auch im Geist passiert.

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Warum Yoga?

Wie immer ist Yoga sehr spannend und sehr einladend. Es gibt kein falsch und kein richtig. Yoga machst Du nur für Dich und Deinen Körper und Deinen Geist. Jeder, der Yoga als Fitness betrachtet, darf dies auch, dennoch ist das eigentliche Yoga keine Vergleichssportart à la „ich kann das schon“ oder „oh je, sowas schaffe ich nie“. Darum geht es nicht im Yoga.

Beim Yoga geht es um die Einheit die Du mit Deinem Körper und Geist bildest.

 

#ShaktiSunday

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2 Kommentare Gib deinen ab

  1. toller post! spricht mir aus der seele!

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    1. Schön – das freut mich

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