Drachenaugen und Adlerhöhen

Dienstag ist TravelTuesday – auch wenn es mittlerweile schon drei Monate her ist, schreibe ich doch gerne noch alles zu unserer Hochzeitsreise nach Japan auf.

Es war eine klasse Reise und ich bin so froh, dass wir alles super hinbekommen haben. Nicht, dass jemals Zweifel daran bestand, aber ich manchmal ist es in der Schwangerschaft doch anders als man denkt.

 

 

Für den heutigen Tag in Miyako-jima hatten wir uns vor allem vorgenommen auch wieder etwas zu unternehmen. Da wir am Tag davor ja schon etwas durchhingen, wollten wir nun mehr sehen.

Dragon Eye Deep Water Miyakojima Japan BineLovesLife

Drachenaugen

Der erste Stopp war mal wieder etwas entspannter, wir fanden einen schönen Strand und genossen die Möglichkeit auch mal Schnorcheln zu gehen. Als ich noch jünger war. Bin ich mit meinen Eltern mal auf den hawaiianischen Inseln Schnorcheln gewesen und da kann man schon einen Vergleich ziehen. Denn nicht jeder Schnorchelgang ist ein Hit.

Leider war das bei uns auch so. Für meinen Mann war Schnorcheln natürlich schon ein Erlebnis, aber ich selbst fand die Sicht nicht so prickelnd und obwohl es wirklich viele Fische zu sehen gab, hatten wir uns dann doch dazu entschlossen einfach nur kurz zu schnorcheln.

Das eigentliche Highlight wartete schon zwei Abfahrten später auf uns: die Drachenaugen. Die Drachenaugen sind die Geburtsstätte aller Drachen weltweit. Renn hatte uns erzählt, dass Touristen aus den unterschiedlichsten asiatischen Regionen hierhin fliegen, um diese Geburtsstätte zu sehen.

Drachen an sich sind ja nicht nur in Japan, sondern auch in China und anderen asiatischen Ländern eine Faszination. Eine solche Geburtsstätte zu sehen, war auch für mich etwas Neues. Renn meinte sogar, dass er selbst immer Gänsehaut bekommt, wenn er an diesen Ort fährt.

Na dann nichts wie los.

Dragons Eye Miyakojima BineLovesLife

Schau mir in die Augen

Am Parkplatz angekommen, waren wir etwas überrascht wie wenig los war. Wenn das die Geburtsstätte sein soll, dann ist hier wohl zu einer anderen Jahreszeit mehr los. Kaum hatten wir uns jedoch umgedreht fuhren zwei Touristenbusse auf den Parkplatz ein. Oh je, da hatten wir uns zu früh gefreut, dass wir allein sein würden. Also marschierten wir etwas straffer den Pfad gesäumt von Palmen und Büschen zu den Drachenaugen.

Die Drachenaugen sind zwei Teiche, die durch die Meereswellen unterirdisch ausgespült wurden. Die beiden Teiche werden auch von dem Meereswasser gespeist. Dadurch entsteht auch ein mystisches Rauschen und das Wasser ist sehr sauber. Die Teiche sind recht tief und daher extrem dunkel – das Mystische wird auch durch die Tiere aus dem Meer unterstützt. Denn ab und an sieht man auch größere Fische oder einen Hai (wir haben keinen gesehen) an der Oberfläche hervorschimmern.

Die Landschaft um die beiden Teiche herum ist eigentlich steinig – irgendwie hat es mich auch stark an Big Island erinnert. So wie Lava, die dann aber mit grünen Pflanzen flach bewachsen ist. Direkt dahinter hört man das sanfte Rauschen der Wellen vom Meer und blickt hinaus auf dieses.

Dragon Walk Miyakojima Japan Honeymoon BineLovesLife

Ein fliegender Adler

Ein typischer Vogel für die Insel Miyako-jima ist der Adler, welcher das ist habe ich leider nicht herausfinden können. Es ist jedoch ein für diese Region typischer Vogel. Daher gibt es im Nordosten eine Statue, die dem Vogel nachgebaut ist und überlebensgroß ist. Es ist eine Aussichtsplattform und auch gleichzeitig ein Hingucker. Ich kann es irgendwie auch mit einem Comic vergleichen, denn die Statue ist nicht naturgetreu, sondern eher grob und erinnert mich an typisch japanische Comics. Ich wäre irgendwie auch nicht verwundert gewesen, wenn die Statue sich plötzlich bewegt hätte und wir auf einmal Teil eines Comicfilms geworden wären.

Ja, das war sicherlich auch die abendliche Stimmung, die ihren Teil dazu beitrug. Denn alles war sehr mystisch. Nur am ersten Abend hatten wir mal einen schönen Sonnenuntergang, bei dem die Sonne direkt im Meer unterging. An den anderen Abenden, wie auch an diesem, war der Horizont immer zart von Wolken gesäumt. Diese mystische Stimmung und der Fakt, dass wir auf einmal auch ganz alleine die Straße entlangfuhren wirkten auf mich, wie in einem Film.

Falcon View Miyakojima Japan BineLovesLife

Nur für Superstars und Musiker

Nach dem schönen und verzaubernden Sonnenuntergang fuhren wir wieder auf die vorgelagerte Insel, denn wir wollten heute in einem ganz besonderen Restaurant essen gehen. Der Besitzer unseres Hotels, Renn, hatte jeden Morgen Tipps für uns bereits, wo wir essen gehen konnten und diesmal stand ein kleines feines Restaurant auf der Liste.

Reservieren mussten wir nie in den Restaurants. Renn meinte einfach, dass wir erwähnen sollten, dass wir vom Resort Renn kommen. Er meinte der Besitzer, sei ein guter Freund von ihm. Na dann – nix wie los.

Die Anfahrt war recht einfach, da die vorgelagerte Insel aus nur drei Straßen besteht. Vor dem Restaurant war es noch recht leer – keine anderen Autos und nur ein Mann kam aus dem Restaurant, um schnell eine rauchen zu gehen. Als wir aus dem Auto stiegen, kam er auf uns zu: haben sie reserviert? Fragte er. Nein, haben wir nicht. Er bat um einen Moment.

Wir warteten draußen und waren, mal wieder, überrascht, wie gut Englisch er sprach. Doch, da er angeblich ein Freund von Renn war, war das auch wieder okay.

Michelin Restaurant Miyakojima BineLovesLife

Als der Mann dann aus dem Restaurant zurückkam, meinte er nur, dass es leider heute schlecht aussieht, da alles schon reserviert ist. Mh, schade, wir dachten ja, dass wir nichts reservieren müssten. Und dann sagte einer von uns auch noch auf Deutsch irgendwas über Renn und der Mann wurde auf einmal ganz hellhörig. You said Renn? Ja, haben wir. Denn wir übernachten ja bei Renn im Resort. Achso, wenn dann so ist, dann kommt mal rein – wir finden schon einen Platz für euch.

Also ich finde ja solche „Beziehungstricks“ immer witzig, blöd und komisch zugleich. Aber natürlich freuten wir uns, denn so durften wir noch spontan rein ins Restaurant. Wir hatten dann das Gefühl, dass spontan ein Tisch in die „Garderobe“ geschoben wurde, damit wir dort sitzen könnten.

Später erfuhren wir von Renn, dass der Mann, der auch Besitzer des Restaurants ist, weiß, dass bei Renn im Resort meist japanische und asiatische Stars und Sternchen übernachten. Daher auch die Vorkehrung mit der fehlenden Wegbeschreibung zu Renn’s Resort. Nun gut, dann waren wir also doch berühmt 😉

Miyakojima Beef Honeymoon BineLovesLife

Urig und auf Aussteigerniveau

Das Essen, das wir an diesem Abend hatten, war absolut vorzüglich. Ich kann gar nicht mehr sagen, was so besonders daran war. Aber es war die Kombination von spannenden Geschmäckern und spannenden Texturerlebnissen.

Das Restaurant selbst wirkte wir eine Surferbude, die spontan noch mit Tischen eingerichtet wurde, damit auch Gäste hier sitzen könnten. Die typische japanische Klarheit und Reinheit, die oft in Interieurs bewundert wird, fehlte hier. Und genau das machte es sicherlich auch zu einem noch spannenderen Abend.

Japanese Dinner BineLovesLife

Das Essen war einzigartig und wir waren so happy noch einen Platz bekommen zu haben, denn innerhalb der nächsten 20 Minuten nach unserem Eintreffen füllte sich das Restaurant komplett und war restlos besetzt.

 

#TravelTuesday

Dragons Birth Place Miyako Japan BineLovesLife

Japanese Breakfast Miyakojima BineLovesLife

Japanese Breakfast Miyakojima Japan BineLovesLife

Miyako Japan Honeymoon BineLovesLife

Nakanoshima Beach Miyakojima Japan BineLovesLife

Nakanoshima Beach Snorkeling Miyakojima Japan BineLovesLife

Sunset Miyakojima Japan Honeymoon BineLovesLife

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