Mama kriegt die Krise

Ja, das muss ja auch mal gesagt werden: nicht alles mit Kind ist einfach und macht immer Spaß. Ich weiß auch, dass ich nicht die einzige Mama bin, die mal so denkt, dennoch gibt es ein paar Dinge, die sich im Leben als Mama ändern.

*Achtung, dieser Blogbeitrag enthält eine Buchrezension

Der Körper

Körperlich – und das sollten sich alle Mamas öffentlich eingestehen dürfen – ist nicht nur die Schwangerschaft der absolute Trip, sondern auch die Geburt und erst recht das Leben mit Kindern. Ja, ich glaube sogar, dass man eigentlich irgendwie körperlich mehr gefordert ist, wenn man Kinder hat. Einfach mal einem Kind nebenbei hinterherrennen oder auch während man in Ruhe duscht rausspringen müssen, weil man dem Kind dann doch den Sturz (denn es lernt ja grad freihändig zu stehen) auf den Po oder in irgendeiner anderen Weise abzufangen. Das machen auf keinen Fall Paare – oder auch Singles – die „nur arbeiten gehen“. Wahrscheinlich schreibe ich das auch bewusst in Anführungszeichen, denn mir ist schon klar, dass es etliche Berufe gibt, die schon sehr viel fordern – also körperlich. Dennoch ist der Beruf der Mama – und bevor hier wieder ein emanzipierter Papa kommt, der sich ausgeschlossen fühlt: auch der Beruf des Papas – auch sehr fordernd.

Sicher möchte ich nicht so weit gehen, dass ich sagen kann, dass man als Eltern einfach nur chilled, denn die Wohnung ist ja kindersicher. Nein, Kindersicherheit ist immer etwas, das auf jeden Fall etwas mehr als nur das Offensichtliche betrifft. Jeder, der Kinder hat, wird wissen, dass erst die Kinder einem zeigen, was alles „unsicher“ ist.

Aber zurück zum Thema: der Körper verändert sich also und vor allem ist bei der Frau nach der Geburt und den anfänglichen hormonellen Umstellungen auch oft einfach nur ein wenig Schwäche zu spüren. Ich glaube, dass die wenigsten Mamas wirklich Kartsport betreiben – aber der Trend ist da und auch der Wille. Das Angebot sowieso, denn etliche Kurse – ich besuchte einst neben FitDankBaby auch Babyyoga – helfen der Mama wieder fit zu werden.

Aktuell ist mein Körper jedoch total ausgebrannt und ich habe das Gefühl, dass es auch weit mehr als einfach nur körperlich oder muskulär ist. Bereits vor knapp zwei Monaten hatte ich mit einer Darmsanierung gute Erfolge erzielen können. Und so langsam kommt die Kraft auch zurück.

Der Geist

Mehr noch als der Fakt, dass man „auf einmal“ nicht mehr nur zu zweit ist, ist der Fakt, dass man tatsächlich Kinder hat ein nachhaltiger. Ein langanhaltender. Irgendwie auch ein wenig wie ein im Rückblick wahr werdender Traum.

Man sieht sich selbst nie als Mutter – obwohl ich das nie kategorisch ausgeschlossen hätte  – und spätestens, wenn einen andere Kinder im Kindergarten des Sohnes siezen, weiß man, dass es so weit ist: man ist tatsächlich Mutter. Mutter eines oder mehrerer Kinder.

Grad gestern noch lief ich bei uns im Quartier umher und sah mich doch schmunzeln, als die Teenies (darf man das heute so sagen?) dann mit ihrem Ghettoblaster und ihren versteckten Alkoholflaschen (wobei wir die natürlich sofort sehen) einfach mal „erwachsen“ benehmen wollen. Was mich am meisten entsetzt hat: ich glaube, ich war nie so arg geschminkt, wie die Girls heutzutage. Wobei das sicherlich von meinen Eltern anders in Erinnerung behalten wurde. Ich weiß noch, wie sie mir einst sagten, dass ich mich doch nicht so stark zu schminken brauchte. Ja, ich war mit 16 im Austauschjahr in den USA und habe dort neben englisch auch den absoluten perfekten Einstieg in die Kosmetikindustrie gemacht. Klar, hatte ich mich vorher auch schon mal geschminkt, aber danach wusste ich, wie man alle – ja, wirklich alle – Produkte, die im Make-Up Regal im Laden stehen auf einmal aufs Gesicht bekommt. Es war sicher nicht wenig, aber nun gut…wir waren woanders, oder?

Das Leben

Das Leben mit Kind verändert sich also – vor allem auch deshalb, weil man wirklich viel Dinge, die man bisher glaubte gekannt zu haben, einfach anders sieht. Wieso das so ist, weiß ich nicht genau, dennoch sind bestimmte Wahrnehmungen auch anders. Bei Frauen generell schiebe ich es einfach mal auf die veränderten Hormone, die den Körper überaus stark beeinflussen. Während der Schwangerschaft, der Geburt und erst recht wenn das Kind dann wahrlich auf der Welt ist, wird der Körper über und über mit Normen durchflutet. Ja, auch, wenn man noch stillt. Ich glaube auch, dass das Thema Stillen wirklich eines ist, das den Hormonhaushalt bei einer Frau mehr als nur durcheinander bringt.

Kürzlich meinte sogar eine Freundin zu mir, dass ich erstmal in Ruhe abstillen müsste um auch wahrlich einen Eindruck von der echten und wahrhaftigen Sabine zu bekommen. Denn so durchflutet, wie ich dank Hormonen bin, kann ich doch nicht ernsthaft glauben alles wieder wirklich klar sehen zu können.

Passend zu diesem ganzen Thema wurde mir sogar von einer anderen Freundin auch schon empfohlen einfach mal Johanniskraut zu nehmen, denn die Wirkung dieses Kraute ist in der TEM (Traditionellen Europäischen Medizin) bestätigt und vor allem in Zeiten der Unruhe und der Rastlosigkeit wahrlich hilfreich.

Aber vielleicht muss ich auch einfach mal wieder mehr Yoga machen, um den ganzen Druck, Stress oder was auch immer zu entfliehen. Ich hatte vor Kurzem auch das Glück, dass ich ein lustiges Buch gesehen und dann gekauft und natürlich gelesen habe, in dem es um die Krise einer Mama geht. Eigentlich mag ich solche Bücher nicht, in denen genau mein Leben beschrieben wird, denn was soll ich daraus lernen oder wie soll es mich ablenken? Das Buch „Der Tag an dem Mama die Krise kriegte„** ist jedoch genauso ein Buch und hat mich dennoch in den Bann gezogen.

Für mich war dieses Buch dann doch irgendwie einprägsam, denn es hat mir irgendwie den Spiegel vorgehalten, wieso ich manchmal so genervt bin, weiß ich nämlich nicht immer, dennoch habe ich aus dem Buch auch entnehmen können, dass man manchmal nur die Perspektive wechseln muss. Ja, Wahnsinnserkenntnis, wird man nun sagen, dennoch ist es bei mir schon öfter so gewesen, dass aufgrund der anderen Sichtweise auch ein wenig mehr Abstand in die Dinge kam.

Und bevor mir hier wieder alles durchbrennt, steht bei uns also auch mal wieder Urlaub an und ich kann etwas entspannten, denn ein Ortswechsel, wie ich ihn schon Anfang Januar hatte, tut auch einfach sehr gut.

Wann ist Deine Leitung durchgebrannt?

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#MOMMYMONDAY

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