Lesemotivation

Schon sehr oft habe ich hier auf dem Blog über Kinderbücher geschrieben. Anders: jeden Freitag stelle ich auf dem Blog Kinderbücher vor. Kinderbücher als Teil des abendlichen Gute-Nacht-Rituals und auch in Bezug auf eine Möglichkeit Kuscheln und gemeinsame Zeit mit den Kindern zu verbringen.

Vorlesen ist dabei natürlich nicht nur gemeinsame Zeit, sondern auch immer gemeinsames Erleben und so auch vorbereitend ideal auf die Schulzeit.

Bereits vor der ersten Klasse wird das Thema Lesen bei Kindern wichtig. Sie werden neugierig und interessieren sich für Buchstaben. Dieses Interesse kommt von allein und meist auch aus dem Kindergraten und von Freunden, die bereits ein wenig Schreiben oder gar Lesen können. Mit dem Eintritt in die Schule beginnt dann auch die Zeit, in der nicht mehr nur der eigenen Name gelesen und geschrieben werden kann, sondern auch Wörter und Texte gelesen werden können.

Bei Junior hat mit der zweiten Klasse das Lesen von einem Buch begonnen und somit fand ich es auch passend hier auf dem Blog das Thema Lesemotivation aufzugreifen.

Lesemotivation fördern?

Für viele Eltern kommt das Lesen eigentlich selbstverständlich und auch die Kinder haben immer Interesse an Büchern, wenn sie diese vor sich – egal ob zu Hause oder im Kindergraten – sehen.

Doch wie fördere ich Lesemotivation und wie kann die Sprache und die einzelnen Buchstaben so verstanden werden, dass Lesen auch ein tolles Abenteuer für das Kind wird?

Meiner Meinung nach gibt es dazu kein allgemeingültiges Rezept, sondern eher viele Ratschläge, die über die Zeit schon seit dem Kindergartenalter gestreut werden können. Geduld ist sicher eines der wichtigsten Grundfaktoren und vor allem auch dem Kind auf Augenhöhe und mit spannenden und für das Kind passend Bücher.

Wie bei vielen Dingen, die in der Schule und auch in der Vorschule erlernt werden, ist das tägliche üben und üben einfach das wichtigste. So stupide es sich anhört, so einfach ist es doch. Klar ist auch, dass üben überhaupt nicht spannend ist und das Kind das Üben auch sehr anstrengend empfinden kann. Lesen funktioniert ja meist automatisch – wer liest wirklich noch als Erwachsener? Mehr überfliegen wir die Worte und erkennen sie wieder. Daher fällt das Lesen leicht. Wir haben die Wörter schon so oft gesehen, dass wir einfach wissen, was da steht. So entstehen dann auch falsche Wörter im Kopf – doch das soll hier nicht Thema sein.

Damit Dein Kind Lesen lernt und den Spass am Lesen erfassen kann, braucht es viel Zeit. Nicht nur das Drumherum und die äußeren Bedingungen müssen stimmen, sondern auch die Inhalte entscheiden klar, was einem Kind Freude bereitet zu lesen.

Spannende Bücher für Kinder? So wächst die Lust am Weiterlesen!

Auch als Erwachsene kenne ich es nur zu gut: es gibt diese Bücher, die voller Text sind und doch habe ich keine Lust weiterzulesen. Die Sätze sind langweilig und es ist quasi eine Qual weiterzulesen. Ich habe bisher ein Buch gehabt, dass ich auch nach mehreren Anläufen nicht lesen konnte – es ist einfach zu nervig gewesen. Auch Kindern geht es so beim Lesen.

Doch dann gibt es auch diese Bücher, die ich einfach nur verschlinge. Gut geschrieben und voller Freude blättere ich Seite nach Seite um und erfreue mich nicht nur am Text, sondern auch an der Geschichte. Ein gutes Buch muss dabei nicht immer unbedingt ein Krimi sein, kann ein Liebesroman oder gar ein fesselndes Thema haben – so geht es Kindern auch. Nun ist es eben an uns Eltern gemeinsam mit dem Kind herauszufinden, was diese Spannung auslösen könnte.

Das Erlebnis Lesen wird besonders fördernd, wenn wir uns der Hauptfigur nahe fühlen, den Erzählstil als flüssig empfinden und die Geschichte uns in irgendeiner Weise berührt.

Also auf geht’s in die Welt der Kinderbücher und was sie spannend macht:

Was Kinderbücher spannend macht 

Egal ob Junge oder Mädchen: Krimis sind auch bei Kindern beliebt. Mit den drei Fragezeichen Kids sind wir hier bereits seit einigen Jahren sehr spannend unterhalten. Die Spannung an diesen Geschichten machen vor allem die Spannungserzeuger aus. Dazu gehören diese:

  • Rätsel und Geheimnisse, die von den Hauptfiguren in einer bestimmten Zeit gelöst werden
  • Kurze Sätze, die die Spannung durch den Erzählstil hochtreiben
  • undurchsichtige Figuren, die im Laufe der Geschichte nicht klar zu gut oder böse zugeordnet werden können
  • unerwartete Wendungen in der Geschichte
  • Hinweise werden nur Kapitel für Kapitel aufgedeckt
  • Gefahren werden nur vom Leser erkannt

Spannende Kinderbücher haben wir auch schon mit der kleinen Kaiserin gelesen, jedoch müssen wir uns da oft von Kapitel zu Kapitel hangeln und können nicht mitten im Kapitel aufhören zu lesen – die Geschichten sind einfach zu spannend.

Tipps & Tricks, um zum Lesen zu motivieren

Lesemotivation entsteht also nicht einfach so. Das regelmäßige Vorlesen kann hilfreich sein, doch wenn ein Kind darüber hinaus nicht zum lesen kommen will, müssen andere Tipps und Tricks her. Beim Aussuchen des richtigen Lesebuches haben wir bisher immer gut damit gehandelt, wenn wir gemeinsam in die Bibliothek oder in den Bücherladen gehen, um ein Buch auszusuchen.

Klar wirken dicke Bücher oft abschreckend auf Lesemuffel, jedoch sollten Eltern auch entspannt bleiben, wenn das Kind sich ein eher unpassend wirkendes Buch aussucht. Die Motivation wächst nicht, wenn man dann noch Einschränkungen bekommt.

Diese Tipps und Tricks für die Lesemotivation kannst Du immer ausprobieren:

Tandemlesen:

Für das Tandemlesen ist das Buch sehr entscheidend. Am besten suchst Du dafür ein Buch aus, das Feinem Kind in jedem Fall zusagen wird. Das muss kein Leselernbuch sein, sondern einfach ein Buch, bei dem sich Dein Kind sowohl thematisch wiederfindet als auch mit der Hauptfigur sympathisieren kann. Dann geht es auch schon los. Du liest einfach drauf los: Du liest vor. Dein Kind verfolgt die Geschichte und irgendwann will es einsteigen: sei es nur mit einem Wort oder einem Satz. Lass Dir Zeit und vor allem bau keinen Druck auf. Wichtig ist, dass Du Deinem Kind Zeit gibst. Das Lesen und Zuhören sind schon Spannungsbogen genug. Auch jeder Fortschritt darf gelobt werden. Hat Dein Kind anfangs nur ein paar Sätze gelesen und liest nun im täglichen Tandemlesen eine halbe Seite, so freu Dich mit ihm. Ihr lest ab dann immer abwechselnd.

Sobald Du merkst, dass Dein Kind auf einmal viel mehr Text selbstständig lesen kann, ist es sinnvoll mitten in der Geschichte aufzuhören vorzulesen und Dein Kind an dieser Stelle weiterlesen zu lassen. Vielleicht greift Dein Kind dann selbst zum Buch und will weiterlesen. Auch wenn es fies wirken mag, muss es nicht fies gelebt werden. Sollte Dein Kind doch kein Interesse haben weiterzulesen, so liest Du weiter: aber eben erst am nächsten Tag. Das Buch kann ja ruhig am Bett vom Kind bleiben. Und wer weiß, ob dann nicht doch die Leselampe nochmal angeht, sobald Du aus dem Zimmer gehst.

Ganz besonders gut funktionieren diese Übergange zum Lesen und somit zu mehr Lesemotivation, wenn es ein Buch aus einer Bücherreihe ist. Denn so kennt ihr die Figuren schon und könnt einfach in der Geschichte fortsetzen. Das macht sich besonders gut, da die Namen nicht mehr neu gelernt und gelesen werden müssen.

Welche Kinderbuchreihe hat euch besonders zum Lesen verholfen?

#KidsClub

Lesemotivation fördern Tipps und Tricks BineLovesLife

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..